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Impressionismus

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Impressionismus

Der Impressionismus ist eine Kunstform, die etwa ab dem Jahre 1870 in Frankreich entstand. Claude Monet war einer der bedeutendsten Vertreter dieser Stilrichtung. Er lernte auf seiner Reise nach London im Jahre 1870 die Bilder des englischen Malers J.M.W Turner kennen. Die leuchtkräftigen Naturimpressionen von Turner beeinflussten Monet maßgeblich. Mit wenigen Pinselstrichen gelingt es dem Monet sein Gemälde, einen Sonnenaufgang im Hafen von Le Havre, die Reflexionen der Wasserspiegelungen darzustellen.

Das heute bekannteste Gemälde des Impressionismus kam bei seiner ersten Ausstellung beim Publikum nicht an. Cézanne, Monet, Pissaro, Degas, Renoir und andere Impressionisten veranstalteten im jahre 1874 auf eine Initiative eine Kunstausstellung, nachdem ihre Werke bei den offiziellen Kunstausstellungen durchgefallen und nicht angenommen worden waren. Die Maler stießen beim Publikum lediglich auf Spott und Kritik, wobei man Sie als Impressionisten (=Künstler des flüchtigen Augenblicks) bezeichnete, was sehr abwertend gemeint war.

Die Vorgeschichte

Der Kunstvorstellung wurde in Frankreich Mitte des 19. Jahrhunderts stark durch die Kunstschule École des Beaux-Arts („der Salon“) in Paris geprägt. Sie unterstand der völligen Autorität des Malers Dominique Ingres (1780-1867). Jener vertrat die Auffassung, dass die Linie in einem Kunstwerk wichtiger als die Form sei. Ingres verlangte von seinen Schülern präziseste Zeichnungen, wobei er die Farbe nur zur Kolorierung duldete. Die Gegner dieser klassizistischen Auffassungen wurden von Eugène Delacroix (1798-1863) geleitet. Der Romantiker Delacroix empfand die Farbe für wichtiger als die Zeichnung. Er maß dem Gefühl und dem individuellen Ausdruck große Bedeutung zu. Die Auseinandersetzung zwischen Ingres und Delacroix wurde in vielen Cafès zwischen den Studenten diskutiert. Edouard Manet (1832-1883), brachte den endgültigen Bruch mit den Anhängern Ingres.

Manet gab in leuchtenden Farben der subjektiven Wahrnehmung Priorität. Er malte in seinem berühmten Bild „Frühstück im Grünen“ (1883) eine nackte Frau inmitten einer Herrengesellschaft, was für die damalige Zeit ein schockierendes Motiv darstellte. Jedoch entschied „der Salon“ nach wie vor über die Ausstellungsrechte der Bilder und lehnte den Großteil der Bilder der heute berühmten Maler wie z.B. Paul Cézanne ab. Napoleon III richtete im Jahre 1863 eine Gegenausstellung, den Salon des Refusés (= Salon der Abgewiesenen) ein, um den abgelehnten Künstlern eine Chance zu geben.

Die erste Impressionisten Ausstellung fand in Frankreich im Jahre 1874 statt. Im April 1876 folgte eine zweite, die aufgrund von Geldnot der Künstler veranstaltet wurde. Die Kritiker bezeichneten die Ausstellung als eine Katastrophe. Nur ein einziger Befürworter, der Zollbeamte Victor Chocquetes, kaufte und sammelte die Bilder der Impressionisten. Die Maler ließen sich trotz der Niederlagen nicht entmutigen und malten weiter. Erst gegen Ende des 19. Jahrhunderts fanden Sie die Ihnen gebührende Beachtung.

Merkmale und Maltechniken des Impressionismus

Die Motive sind oft Natureindrücke. Aus der Nähe betrachtet sind auf einem impressionistischen Gemälde relativ grobe und eher kurze Pinselstriche sichtbar. Betrachtet man das Gemälde aus der Entfernung verschwimmen die Farben und erzeugen durch das Gehirn des Betrachters einen Eindruck über das Detail. Auf diese Weise wird die Fantasie des Betrachters miteinbezogen und der Schauende nimmt aktiv an der Wirkung eines Bildes teil. Die Komposition, räumliche Wirkung und Linien treten zurück. Die Gebilde, Licht und Schatten werden durch das Spiel von Licht und Farben auf der Oberfläche dargestellt.

Gegen Ende des 19. Jahrhunderts machten sich die beiden französischen Maler Georges Seurat (1859-1891) und Paul Signac (1863-1935) an die neu entstehenden wissenschaftlichen Farbtheorien zu Nutze. Sie vermischten die Farben nicht wie gewöhnlich, sondern setzten die Farben unvermischt als kleine Farbpunkte nebeneinander. Aufgrund der subtraktiven Farbmischung entstand z.B. aus blauen und gelben Farbpunkten der Farbeindruck grün. Die beiden „Meister der Punktes“ zählen zur Strömung des sog. Neo-Impressionismus. Der französische Impressionismus beeinflusste auch maßgeblich die deutschen Impressionisten wie Max Liebermann, Lovis Corinth oder Max Slevogt.


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