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Eine Uhr ist ein Gerät, das den aktuellen Zeitpunkt anzeigt oder eine Zeitspanne misst. Damit eine Uhr genau funktioniert enthält sie immer ein möglichst gleichförmig schwingendes Teil, dessen Periode zur Zählung verwendet wird, eine Vorrichtung, die entweder elektrisch oder elektronisch die Energie für die Schwingung liefert und ein Kontakt, der die Energie auf das schwingende Teil überträgt. Die Frequenz der Schwingung wird dann in den Einheiten Sekunde, Minute oder Stunde angezeigt. Je nachdem ob es sich um eine Analog- oder eine Digitaluhr handelt dienen als Anzeiger entweder Zeiger oder Ziffern.

Historisch gesehen wurde in der Antike die Zeit mit Sonnen-, Sand- und Wasseruhren gemessen. Diese Uhren waren somit die ersten Uhren überhaupt. Um 1300 sind laut Überlieferung die ersten Räderuhren als Turmuhren erwähnt und Uhren mit Federzug wurden zuerst um 1400 als Standuhren gebaut. Der Mechanismus dieser Standuhren wurde weiterentwickelt und immer mehr verkleinert bis um 1510 von dem Nürnberger P. Henlein die erste, tragbare Uhr hergestellt wurde („Nürnberger Eier“). Da diese Uhren aber noch sehr ungenau waren verbesserte der Holländer C. Huyghens im Jahr 1656 die Ganggenauigkeit, indem er ein Pendel als Gangregler verwendete. Auch die Unruh, ein Schwingrädchen mit Spiralfeder, wurde von ihm erfunden. Elektrische Uhren werden bereits seit der Mitte des 19. Jahrhunderts gebaut. 1928 wurde die erste Quarzuhr von W.A. Mavvison hergestellt und die erste brauchbare Atomuhr wurde 1948 gebaut.

Ob eine Uhr eine Großuhr oder eine Kleinuhr ist, entscheidet die Werkdicke. Ausserdem wird unterschieden nach Aufzug, Antrieb oder Schwingsystem. Mechanische Uhren haben einen mechanischen Aufzug, d.h. sie werden anhand von Gewichten (z.B. Kuckucksuhr) oder Federn (z.B. Armbanduhr) angetrieben. Ausserdem haben sie einen Antrieb, ein Räderwerk, eine Hemmung (sorgt dafür, dass die Zeiger synchron mit dem Schwingsystem ablaufen) und ein Schwingsystem (Unruh). Bei elektronischen Uhren (z.B. Quarzuhren) setzen elektronische Schaltungen die durch das Schwingungssystem erzeugten Frequenzen um. Das hat zufolge, dass sie anzeigengenauer und weniger störanfällig sind als mechanische oder elektrische Uhren. In Verbindung mit einem integrierten Mikroprozessor ist es bei den elektronischen Uhren möglich, neben der üblichen Anzeige, noch Erweiterungen wie Wecker, Terminuhr oder Datumsanzeige zu nutzen.
Für besondere Zwecke gibt es Kurzzeitmesser, Kontrolluhren, Spielzeituhren, Schaltuhren und Stoppuhren die nur Zeitintervalle anzeigen.


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