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Sepik

  
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Sepik

Der Sepik ist der längste Fluss der Insel Neuguinea. Der größte Teil fließt durch die Provinzen Sandaun und Ostsepik in Papua-Neuguinea, ein kleiner Teil durch die indonesische Provinz Papua. Der Sepik ist eines der großen Flusssysteme der Welt mit einem riesigen Einzugsgebiet.
 
Basisdaten:
Geographische Lage: Papua-Neuguinea
Länge: 1.126 km
Quelle: Victor-Emanuel-Gebirgskette der Hochländer von Papua-Neuguinea
Mündung: Bismarcksee
Einzugsgebiet: 100.243 km²
 
Quelle und Flussverlauf:
 
Der Sepik entspringt in der Victor-Emanuel-Gebirgskette der Hochländer von Papua-Neuguinea. Aus seinem Oberlauf im Gebirge nahe Telefomin fließt er in nordwestliche Richtung und verlässt das Gebirge bei Yapsei. Nun bahnt sich der Sepik seinen Weg in das indonesische Papua und beginnt von dort aus den Großteil seines Verlaufs entlang der großen Niederung in nordöstlicher Richtung. Auf seinen Weg zum Meer bekommt der Fluss einige Zuflüsse aus den Bewani- und Torricelli-Bergen im Norden und dem neuguineischen Hochland im Süden. Serpentinenartig verlaufend mündet der Sepik, da er kein Delta hat, schließlich direkt in die Bismarcksee.

Der Fluss hat auf dem Großteil seiner Länge aufgrund seiner 5 bis 10 km breiten Mäander bis zu 70 km breite Überschwemmungsgebiete geschaffen, was die Bildung von Sümpfen zur Folge hatte. In diesen Überschwemmungsgebieten gibt es ungefähr 1.500 Seen, die größten davon sind die Chambri-Seen.
 
Verkehr:
Der Sepik ist fast auf seiner gesamten Länge schiffbar.
 
Tier- & Pflanzenwelt:
 
Der Sepir hat ein riesiges Einzugsgebiet und ist umgeben von Landschaftsarten wie Sümpfen, tropischem Regenwald und Bergen. Das Sepikbassin ist eine große unberührte Naturlandschaft, da es dort keine großen Siedlungen gibt und weder Bergbau noch Forstwirtschaft im Einzugsgebiet des Flusses betrieben wird.
 
Umwelteinflüsse:
 
Biologisch gesehen ist der Fluss wahrscheinlich das größte unvergiftete Frischwasserreservoir im asiatisch-pazifischen Raum.
 
Besonderheiten:
 
Die Stämme entlang des Sepik sind bekannt für ihre besonderen Schnitzerein und kunstvollen Männlichkeitsrituale, die das Einkerben von krokodilsartigen Figuren in das Flussufer beinhalten.
 
Geschichte:
 
Der erste europäische Kontakt mit dem Sepir fand im Jahr 1885 statt. Deutsche erkundeten die Gegend als Teil des Aufbaus von Deutsch-Neuguinea. Der Fluss wurde von Dr. Otto Finsch "Kaiserin Augusta" (zu Ehren der deutschen Kaiserin) benannt. Beim Entdecken des Flusses schiffte Finsch von der Mündung aus etwa 50 km flussaufwärts.

In den Jahren 1886 und 1887 wurden mit Dampfschiffen weitere Expeditionen unternommen, wobei mehr als 600 km Flusslauf erforscht wurden. Weitere Expeditionen schickten die Deutschen zwischen 1912 und 1913 zum Auskundschaften des Flusses los. Hierbei sammelten sie Exemplare der heimischen Tier- und Pflanzenwelt. Weiterhin fertigten sie erste Karten der Gegend an und forschten über die heimischen Stämme. Als Basis für weitere Expeditionen wurde Angoram gegründet, jedoch wurden die Expeditionen mit Beginn des 1. Weltkrieges eingestellt.

Danach war die australische Regierung Treuhänder über die deutsche Kolonie, und gründete das Territorium Neuguinea. Unter dessen Jurisdiktion fiel die Sepik Region, die Australier gründeten zu dieser Zeit Ambunti als Ausgangspunkt für weitere Expeditionen. Im Jahr 1935 reiste Sir Walter McNicoll, der neue Regierungschef des Territoriums Neuguinea, den Fluss hinauf um die Eingeborenen und das Inland kennen zulernen.

Im 2. Weltkrieg kontrollierte Japan zumeist die Region um den Sepik. Gegen Kriegsende waren die Japaner vollständig umzingelt, die Australier drängten im Juli 1945 die japanische Armee bis auf ein Dorf auf mittlerer Höhe des Sepiks zurück Die Japaner wurden schließlich besiegt, als sie im September 1945 bei Wewak kapitulierten.

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Geographie Flüsse Australien Sepik

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