DOC_Rio Juruá
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Rio Juruá

  
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Rio Juruá


Der Rio Juruá ist der drittlängste Fluss in Südamerika. Er ist ein Nebenfluss des Amazonas, der in den peruanischen Anden entspringt.
 
Basisdaten:
Geographische Lage: Südamerika
Länge: 3.283 km
Quelle: Region Ucayali, südöstlich von Puerto Portillo, Peru
Mündung: Rio Amazonas, Brasilien
Abflussmenge: 5.670 m³/s
Einzugsgebiet: 225.828 km²
 
Quelle und Flussverlauf:
 
Der Rio Juruá entspringt südöstlich von Puerto Portillo in den Anden der peruanischen Region Ucayali. Von dort fließt der äußerst windungsreiche Fluss in Richtung Nordwesten und kreuzt bei Foz do Breu die Grenze nach Brasilien. In nordöstliche Richtung fließt er dann parallel zum Rio Purus durch das Bundesland Amazonas, wo er schließlich auch in den Fluss Amazonas mündet.
 
Verkehr:
 
Der Fluss ist der wichtigste Verkehrsweg, da die Straßen durch die jahreszeitlich bedingten Überschwemmungen oft nicht passierbar sind. Auf insgesamt 1.823 Kilometer Länge ist der Juruá schiffbar. Aufgrund sehr unterschiedlichen Wasserstände gibt es auch keine Brücken über den Rio Juruá. Die Überquerung übernehmen Fähren.
 
Tier- & Pflanzenwelt:
 
Im Rio Juruá herrscht eine Vielfalt über 500 Fischarten. Auch andere Flusstiere wie Delphine, Seekühe oder Wasserschweine sind hier zu finden. Die Wasserschweine dienen als Nahrungsgrundlage für die Anwohner des Flusses.
 
Umwelteinflüsse:
 
Durch die weltweite Klimaveränderung kommt es zu untypischen langen Dürre- und Trockenzeiten, die unter anderem Fischsterben auslösen. Vielerorts sind Dörfer nicht mehr erreichbar, weil die Flüsse nicht mehr zu befahren waren.
 
Anwohner:
 
Die Kanamari, ein Indianervolk, leben am Rio Juruá in Dörfern von maximal hundert Menschen. Wenn die Gruppe wächst, teilt sich das Dorf. Die Menschen fischen, jagen und betreiben Wanderfeldbau auf brandgerodeten Regenwaldflächen. Ihre Häuser am Flussufer stehen auf Holzstelzen und schützen sie so vor den jährlichen Hochwassern.
 
Geschichte:
 
Von der 1616 gegründeten Stadt Belém aus, zogen Männer, in der Mehrzahl Mestizen indianischer Abstammung, entlang des Amazonas und seiner Nebenflüsse flussaufwärts.

Im Jahre 1642 soll Pedro Teixeira südlich die langen Flüsse Madeira, Purus und Juruá soweit es ihnen irgend möglich war, befahren haben. Auf diese Weise gelang ihnen die außergewöhnliche Leistung , bereits in den ersten Jahrzehnten des 18. Jahrhunderts die strategischen Punkte des riesigen Amazonasbeckens zu besetzten.

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Geographie Flüsse Südamerika Rio Juruá

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