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Brandberg Massiv

  
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Brandberg Massiv


Bei dem Brandbergmassiv handelt es sich um ein Bergmassiv, zu dem der 2.573 m hohe Königstein (der höchste Berg Namibias) gehört. Die gesamte Erhebung ist oval und nimmt eine Fläche von 760 km² ein. Das Brandbergmassiv liegt in der Erongoregion in Namibia (Südliches Afrika), 90 km vom Atlantik entfernt.

Der Name Brandbergmassiv geht auf die glühende Farbe zurück, in welcher der Berg erscheint, wenn von Westen die Sonne auf ihn scheint. Der nächste Ort ist Uis, circa 30 km vom Brandberg entfernt.
 
Geologie
Das Brandbergmassiv ist vulkanischen Ursprungs, eigentlich handelt es sich um ein sogen. Gebirgsdach eines sehr alten Vulkans. Dieser entstand dadurch, dass sich vor ca. 130 Mio. Jahren im Inneren des Kraters durch abfließende Magma eine Kammer (Caldera) gebildet hatte. Diese wurde durch spätere Lavatröme wieder angefüllt und angehoben, wobei es jedoch vermutlich nie zu einem Ausbruch an der Oberfläche kam.

Dieses Intrusivgestein wurde mit den Jahren dann freigelegt, so das der Berg von Wind und Wasser ausgegraben wurde. Die Heraushebung und Abtragung von ca. 5 km überliegendem Gestein geschah vor ca. 60-80 Mio. Jahren.
 
Klima
Im Brandbergmassiv fällt nur sehr wenig Regen, um Durchschnitt etwa 30 bis 50 mm. Das Klima wird deutlich vom kühlen Südwestwind und dem Nebel der Küste mitgeprägt.
 
Flora und Fauna
In den Tälern des Gebirges wachsen überwiegend Stinkbuscharten, wilde Feigen und Akazien. Zwischen den Felsen und in den Bäumen sind Klippschliefer und Eidechsen häufig anzutreffen. In höheren Gegenden ist die Vegetation deutlich karger, hier sind u. a. Flaschenbaum und Köcherbaum anzutreffen.

Im Jahr 2005 geriet das Brandbergmassiv durch die Entdeckung einer neuen Insektenordnung, der sogenannten Gladiatoren, die nur in dieser Region vorkommen, in den Blickpunkt der Forschung.
 
Geschichte
Das Bergmassiv besteht aus Granit und hat sich vor 130 Mio. Jahren in der Kreidezeit gebildet. Entstanden ist das Bergmassiv durch einfliesendes Magma und dem anschließenden Aushärten in einer bereits bestehenden Gesteinshülle.

Am Brandbergmassiv wurden bis heute ca. 45.000 Felsmalereien entdeckt, die auf einen hohen Tierreichtum in vergangener Zeit schließen lassen. Am bekanntesten ist die im Jahr 1917 von Reinhard Maack entdeckte, etwa 45 cm große Weiße Dame.

Durch den Massentourismus wurden viele der Malerein beschädigt oder zerstört, die Weiße Dame wird zwischenzeitlich durch Gitter geschützt. Weitere Felsmalereien und Petroglyphen gibt es an der Spitzkoppe und in Twyfelfontein.
 
Besonderheiten
Das Brandbergmassiv ist überaus reich an Mineralien, das Sammeln am Berg ist jedoch ausdrücklich verboten.

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