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Säntis

  
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Säntis


Mit einer Höhe von 2.501,9 m ist der Säntis der höchste Berg im Alpstein (Ostschweiz).
 
Geologie
Er befindet sich in den nordwestlichen Alpen knapp 10 km süd-südwestlich von Appenzell. Auf dem Säntis treffen die Kantone Appenzell Ausserrhoden, Appenzell Innerrhoden und St. Gallen zusammen. Obwohl der Gipfel des Säntis nur 2.502 m ü. M. liegt, ist er durch die tiefe Abtrennung der Appenzeller Alpen nach seiner Schartenhöhe von 2.021 m an 12. Stelle in den Alpen und an 29. Stelle in Europa.
 
Klima
Die exponierte Lage des Berges sorgt für extreme Wetterbedingungen, die sonst nur im Hochgebirge vorkommen. So wurde z. B. im April 1999 unterhalb des Gipfels im nördlichen Schneefeld des Säntis eine Schneehöhe von 816 cm gemessen. Die mittlere Jahrestemperatur liegt bei - 1,9 °C, der Niederschlag bei 2.487 mm jährlich.
 
Flora und Fauna
Natur- und Kulturlandschaften von einzigartiger Vielfalt und Ursprünglichkeit erwarten die Besucher. In Moorlandschaften von nationaler Bedeutung wachsen seltene Pflanzen in großer Artenvielfalt und es leben seltene Wildtiere dort.
Tourismus
Vom Gipfel des Säntis aus kann man in die Länder Schweiz, Deutschland, Österreich, Liechtenstein, Frankreich und Italien blicken. Auch ist der Berg touristisch gut erschlossen, sein Gipfel ist mit einer Luftseilbahn von der Schwägalp aus sowie über verschiedene Wanderwege erreichbar. Diese Luftseilbahn wurde in der Zeit von 1933 bis 1935 gebaut, zuvor waren mehrere Projekte, den Berg mit einer Zahnradbahn zu erschließen, gescheitert. Im Jahr 1960 wurden größere Kabinen, zwischen 1968 und 1976 wurde die Seilbahn komplett neu gebaut. Sie hat eine Länge von 2.307 m, überwindet einen Höhenunterschied von 1.123 m und gehört zu den bestfrequentierten Bergbahnen der Schweiz.

Der Natur Erlebnispark Schwägalp/Säntis vereint Tourismus, Forschung und Naturschutz. In einer der schönsten Naturkulissen Europas bieten sich zahlreiche Möglichkeiten für geführte Wanderungen und spannende Rahmenprogramme. Der Natur Erlebnispark steht für nachhaltige Entwicklung, Erhalt und Schutz der Natur- und Kulturlandschaft.
Geschichte
Seit dem 9. Jahrhundert ist der Name Säntis schriftlich dokumentiert, abgeleitet ist er vom frührätoromanischen Eigennamen Sambatinus, was "der am Samstag Geborene" bedeutet. Mit diesem Namen wurde wohl zunächst eine am Berghang gelegene Alp bezeichnet. Später wurde der Name auf den Gipfel übertragen und eingedeutscht als Semptis oder Sämptis. Der Säntis war in der Helvetischen Republik von 1798 bis 1803 der Namensgeber des Kantons Säntis.

Im Jahr 1846 wurde erstmals ein Gasthaus auf dem Säntisgipfel errichtet und 1882 eine Wetterstation angebracht. Diese musste das ganze Jahr durch einen Wetterwart bedient werden, der wegen der extremen Wetterbedingungen den ganzen Winter mit Vorräten ausgerüstet alleine auf dem Berg verbringen musste.
 
Besonderheiten
Der berühmte Säntismord geschah im Winter 1922, als der Wetterwart Haas und seine Frau auf dem Säntis einem Mord zum Opfer fielen. Erst als die Wetterberichte ausfielen, stiegen Säntisträger auf dem Berg und fanden die beiden Ermordeten. Der Täter soll ein Schustergeselle gewesen sein, der sich 3 Wochen später in einer Alphütte erhänge. Die Hintergründe des Doppelmords sind bis heute ungeklärt, was zahlreiche Legenden zur Folge hatte.

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