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Dachstein

  
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Dachstein


Übersicht


HÖHE: 2.995 m ü. A.
LAGE: Oberösterreich, Steiermark
GEBIRGE: Nördliche Kalkalpen in den Ostalpen
ERSTBESTEIGUNG:   1834 durch Karl Thurwieser, Peter Gappmayr
BESONDERHEITEN: Höchster Gipfel Oberösterreichs
und der Steiermark



Lage und Umgebung:

Das Dachsteingebirge befindet sich in Österreich. Es stellt einen stark verkarsteten Hochgebirgsstock
der Nördlichen Kalkalpen in den Ostalpen dar. Die Bundesländer Salzburg, Oberösterreich und Steiermark
haben einen Anteil am Dachstein, weswegen er auch häufig "Drei-Länder-Berg" genannt wird. Im Hohen
Dachstein hat das Massiv seine größte Höhe mit 2.995 m, deshalb ist er auch gleichzeitig der zweithöchste
Gipfel der Nörlichen Kalkalpen und der höchste Gipfel Oberösterreichs und der Steiermark.
In den Nörlichen Kalkalpen verfügt das Gebirge auch über einen Gletscher, wobei die Seenlandschaft im Norden,
die Hochflächen und Gletscher in der Mitte, sowie die höchsten Steilwänder der Nördlichen Kalkalpen im Süden die
herausragende Bedeutung dieser Untergruppe untermauern.

Benachbarte Gebirgsgruppen

Angrenzungen des Dachsteingebirges an nachstehende andere Untergruppen der Alpen:
  • Salzkammergut-Berge (im Norden)
  • Totes Gebirge (im Nordosten)
  • Rottenmanner und Wölzer Tauern (im Südosten)
  • Schladminger Tauern (im Süden)
  • Salzburger Schieferalpen (im Südwesten)
  • Tennengebirge (im Westen)

Topografie

Das Dachsteingebirge bietet zwei verschiedene Aussichten. Aus nörlichem Blickwinkel dominieren die weißen
Gletscherflächen, welche von Felsgipfeln dahinter überragt werden. Im Gegensatz dazu machen sich die aus
südlicher Sicht fast senkrecht aufragenden Südwände gut bemerkbar.
  • Hoher Gjaidstein (2.794 m)
  • Hoher Gjaidstein (2.794 m)
  • Hoher Dachstein und Umgebung
  • Hoher Dachstein und Umgebung
Das Massiv umspannt ca. 20 x 30 km mit Dutzenden Gipfeln über 2.500 m. Davon liegen die Höchsten im
Südwesten und Süden:
  • Hoher Dachstein 2.995 m
  • Torstein 2.948 m
  • Mitterspitz 2.925 m
  • Großer Koppenkarstein 2.865 m.
  • Hoher Gjaidstein 2.794 m
Drei große Eisflächen befidnen sich im Massiv - diese bilden die nördlichsten und östlichsten Gletscher der Alpen.
  • Hallstätter Gletscher
  • Großer Gosaugletscher
  • Schladminger Gletscher
Zusätzlich gibt es auch noch kleinere Eisflächen wie der Kleine Gosaugletscher und der Schneelochgletscher.
Der Hallstätter Glescher ist im Jahr 2003 um 20 m geschrumpft. (Die Gletscher nehmen sehr stark ab.)
Man nimmt an, dass das Gebiet in 80 Jahren völlig ohne Eis sein wird. Wegen seiner herausragenden Lage zwischen
dem Tal der Traun, dem Hallstätter See, dem großen Ennstal und einigen flachen Pässen, beeinflusst er sehr das
örtliche Wetter.

Die große Karsthochfläche "Auf dem Stein" schließt sich im Osten an. Diese geht weiter östlich in das Kemetgebirge
(Stoderzinken, Kammspitze, Grimming) über. Die Landschaft liegt nördlich des Dachstein und verläuft bis zum Krippenstein
und von der Bischofsmütze bis zum Speikberg. Während die Region im Winter sich als Eiswüste zeigt, ist sie im Sommer eine
trockene Hochebene. In dieser Landschaft kam es 1954 zur Heilbronner Tragödie. Während das Gebiet im Winter eine Eiswüste
ist, ist es im Sommer eine trockene Hochebene. 1954 kam es in diesem Gebiet zur Heilbronner Tragödie.
Westlich verläuft das Massiv des Dachsteins in den abfallenden Gosaukamm. Dessen isoliert stehende
Bischofsmütze im Westen (2.458 m) ist trotz dem zerbrechlichen Gestein für Bergsteiger sehr beliebt.
Nördlich des Massivs, liegt das Einzugsgebiet der Traun, indem sich die bekannten Riesen-Eishöhlen und
die Koppenbrüllerhöhle (Tropfstein) vorfinden.

Geologie

Im Süden der Kalkalpen, z. B. den Südtiroler Dolomiten dominiert der weit verbreitete Dachstein, der steile Wände formt.
Vor etwa 220 Millionen Jahren bildete der Kalb sich im jüngeren Trias. Da der Dachstein ein charakteristisches Kars-Gebiet
darstellt, finden sich viele Höhlen vor. Am nördlichen Rand liegen einige der größten Höhlen Österreichs wie
die Dachstein-Mammuthöhle und die Hirlatzhöhle. Der Dachstein ist für sein hohes Fossilienvorkommen bekannt.

Geschichte

Als erstem gelingt dem Erzherzog Johann 1810 das Passieren des Dachsteingebirges. Er druchquerte den Hauptkamm über
die Feisterscharte, im Gebiet des heutigen Guttenberghauses. Erzherzog Karl unternimmt zwei Jahre später einen Versuch
den Gipfel des Hohen Dachsteins zu erklimmen, wobei er aber scheitert und am Hallstätter Gletscher wieder umkehren muss.
Der Torstein wird 1819 zum westlichsten Gipfel in der Dachsteinsüdwand erklärt. Dieser wurde zum ersten Mal von
Jakob Buchsteiner in diesem Jahre bestiegen. Der Haupgipfel, der Hohe Dachstein folgt 1834, der durch Karl Thurwieser
und Peter Gappmayr bestiegen wurde. Im 19. Jahrhundert widmete Friedrich Simoney sich viele Jahre zur Erkundung dieser
Region und führte im Jahre 1847 die erste Winterbesteigung durch. Sein ältester Sohn Oskar Simony schafft am 14. August 1872
als Erster die Besteigung des Mitterspitzes, welcher der dritte große Gipfel im Dachstein-Hauptkamm darstellt.
Letztendlich gelingt es dem jüngeren Sohn Arthur Simony am 20. August 1873 als Erster am Koppenkarstein zu stehen.

Besteigung

Der Hohe Dachstein, welcher den Hauptgipfel und höchsten Gipfel Oberösterreichs und der Steiermark darstellt, ist ein
beliebtes Ziel für viele Bergsteiger. Zusätzlich werden auch andere Gipfel und Verbindungswege für hochalpine
Wanderungen bevorzugt:
  • Hoher Gjaidstein (2.794 m)
  • Hoher Krippenstein (2.108 m)
  • Kufstein (2.049 m)
  • Scheichenspitze (2.667 m)
  • Rötelstein (Rettenstein, 2.247 m)

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