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Zugspitze

  
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Zugspitze


Übersicht:


HÖHE: 2.962,06 m ü. NHN
LAGE: Grenze Grainau (Deutschland) / Ehrwald (Österreich)
GEBIRGE: Wettersteingebirge, Alpen
ERSTBESTEIGUNG:   Mitte des 18. Jhds.
BESONDERHEITEN:   Höchster Berg Deutschlands



Lage und Umgebung

Die Zugspitze gehört zum Zugspitzmassiv und bildet dort den Hauptgipfel.
Sie ist ein Grenzberg zwischen Deutschland und Österreich. Sie liegt in den nördlichen Alpen und gehört zum Wettersteingebirge.
Den Namen Zugspitze erhielt der Berg aufgrund seiner Lawinenzüge an den Steilhängen des Nordfußes.
Im Massiv von ihr trifft man auf den Schneeferner und Höllentalferner, diese beiden gehören zu den doch sehr wenig vorhandenen deutschen Gletschern.
Auf ungefair 350 Höhenmeter unter dem Gipfel, oberhalb des Reintals, liegt Deutschland einziges und höchstes Gletscher-Skigebiet.
Etwas höher gelegen, auf dem Gipfel der Zugspitze ist die seit hundert Jahren bestehende metrologische Station eingerichtet.
Sie befindet sich im sogenannten Münchner Haus und erfasst dort klimarelevante Daten.

Geschichte

Erstmals wurde die Zugspitze 1590 namentlich in einer Grenzbeschreibung erwähnt.
Ihr Bekanntheitsgrad hatte sich selbst 200 Jahre danach nicht verbessert. Die Zugspitze wurde nicht einmal im bayrischen Reise-Atlas erwähnt, der 1796 erschien. Erst im 19. Jahrhundert erwachte das Interesse an diesem Berg, als sich die erste dokumentierte Expedition am 7. August 1807 aufmachte, um den Massiv zu erschließen. Diese startete von Partenkirchen , mit dem Ziel den Verlauf sowie die Entwicklung der Temperatur des Partnach, einem Gebirgsfluss, bis ans westliche Ende des Reintal, dem Standpunkt seiner Quelle zu erforschen. Außerdem sollte die Region und seine Botanik erkundet werden.

Mitglieder dieser Expedition waren:

François Gabriel Graf von Bray, Präsident der Regensburger Botanischen Gesellschaft, der Botaniker Kaspar Graf von Sternberg, Professor Charles François Duval, Generalmajor Reinhard Friedrich Freiherr von Werneck und zwölf Einheimische als Führer und Träger.

Jedoch wird selbst in dem Bericht von Graf Brays, welcher mit seiner Expeditionsgruppe nur etwa vier Kilometer entfernt der Zugspitze gewesen sein musste, sie mit keinem Wort erwähnt.


Erstbesteigung

Die Zugspitze wurde am 27. August 1820 von Leutnant Josef Naus auf Befehl des Königlich Bairischen Topographischen Bureaus bestiegen.
Er machte sich zusammen mit einem Bergführer Joh. Georg Deutschl und dem Messgehilfen Maier auf den Weg um den Westgipfel der Zugspitze zu besteigen.
Deswegen gilt er als der erste namentlich bekannter Besteiger der Zugspitze.

Mit Hilfe historischem Kartenmaterial ist jedoch zu beweisen, dass eine frühere Besteigung durch Einheimische schon 1770 stattgefunden haben muss.
Sie weisen eindeutig einen eingezeichneten Weg zum Gipfel auf.
Die erste Winterbesteigung der Zugspitze lässt sich zurückführen auf den 7. Januar 1882 und wurde von Ferdinand Kilger, H. und J. Zametzer und Heinrich Schwaiger durchgeführt.

1898 begann Kommerzienrat Adolf Wenz ein meteorologisches Observatorium zu planen.
Bereits ein Jahr später wurde mit dem Bau begonnen und nach der Fertigstellung am 19 Juli 1900 an die königliche Staatsregierung übergeben.
Im selben Jahr überwinterte der Bergsteiger, Meteorologe und spätere Antarktisforscher Josef Enzensperger im Obsavatorium.
Seither findet auf der Zugspitze eine kontinuierliche Wetterbeobachtung statt, die Station wird jedoch heute vom DWD betreut.

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