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Barbados

  
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Barbados


Barbados ist die östlichste Insel der kleinen Antillen und liegt im Atlantischen Ozean. Die Insel hat etwa 280.000 Einwohner und eine Fläche von 430 km².
 
Geografie
Die Insel ist nicht vulkanischen Ursprungs, sondern der höchstgelegene Teil eines unterseeischen Kalksteinrückens. Das Kalksteinplateau erreicht im Mount Hillaby eine Höhe von 336 m. Zu Barbados gehört neben der Hauptinsel noch das winzige, direkt vor der Ostküste gelegene Culpepper Island. Barbados liegt im Einzugsbereich der atlantischen Hurrikans.

Im südlichen und westlichen Teil von Barbados bestehen die Strände aus feinkörnigem weißen Sand. Die östliche, felsige, Küste wird dagegen durch die starke Brandung des Atlantiks geformt.
 
Klima
Das Klima auf der Insel ist das ganze Jahr über relativ konstant mit Temperaturen zwischen 25 und 30 °C. Die Zeit von Juni bis November gilt als Regenzeit, im August und September kann es zu tropischen Wirbelstürmen kommen. Die Wassertemperatur liegt das ganze Jahr hindurch im Bereich von 24 °C bis 27 °C.
 
Natur
Insbesondere durch die intensive landwirtschaftliche Nutzung (Zuckerrohrplantagen, Weideland und Äcker) ist der Waldbestand auf Barbados auf ein Minimum zurückgegangen. Nur noch auf etwa 12 % der Gesamtfläche sind deshalb die spärlichen Reste des Tropenwaldes zu finden. In Schluchten und Höhlen kann man dennoch vereinzelt ein vielfältigere Vegetation entdecken wie u. a. Zitrus- und Gewürzbäume, Blumen und andere tropische Gewächse.

Die Tierwelt auf Barbados ist einzigartig, wobei die meisten Arten durch europäische Siedler eingeführt worden sind. Neben Affen, Mungos, Waschbären und Hasen finden sich an Land etliche Reptilien, Kleintiere und Insekten. Die Vogelwelt hat insgesamt rund 180 Arten zu verzeichnen, darunter Kolibris, Möwen, Schwalben und Reiher. Die von Korallenriffen umgebene Insel beheimatet ferner Meeresschildkröten, zahlreiche Fischarten und Delphine.
 
Geschichte
Die voreuropäischen Einwohner der Insel waren Arawak und Kariben. Um das Jahr 350, 800 sowie im 13. Jahrhundert erreichten drei Einwanderungswellen Barbados, dazwischen und danach war die Insel vom Festland isoliert.

Ihren Namen erhielt Barbados im Jahr 1536. Der portugiesische Entdecker Pedro Campos fühlte sich durch die frei herabhängenden Wurzeln der Feigenbäume an Bärte erinnert und benannte die Insel Barbados, was (die) Bärtigen bedeutet.

In den 15 Jahren nach ihrer Entdeckung versklavten spanische Eroberer viele Inselbewohner für Plantagearbeiten auf anderen Inseln, die restliche Bevölkerung floh. Die Engländer fanden somit knapp ein Jahrhundert später eine verwaiste Insel vor.

Im Jahr 1625 übernahm England Barbados von den Portugiesen, danach blieb sie bis 1962 in britischem Besitz. 1627 begann die Besiedlung der Insel durch Großbritannien. Die Wirtschaft der Insel blieb bis weit in das 20. Jahrhundert stark von der Produktion von Zucker, Rum und Sirup abhängig.

Barbados blickt auf eine lange parlamentarische Geschichte zurück und verfügt über das drittälteste Parlament im Commonwealth. Bereits im Jahr 1639 wurde mit dem House of Burgesses das erste Parlament eingerichtet. Die Rechte des Parlaments und die der Inseleinwohner wurden nach Konflikten mit Großbritannien im Jahr 1652 in der "Charta of Barbados, or Articles of Agreement" niedergelegt. Diese Verfassungsurkunde garantierte u.a. Unabhängigkeit, Religionsfreiheit, Rechtsstaatlichkeit, Eigentum und weitgehende parlamentarische Rechte.

Die zunächst nur für die englischen Plantagenbesitzer geltenden Rechte wurden 1838 nach der vollen Sklavenemanzipation bis zur Unabhängigkeit am 30.11.1966 auf die schwarze Bevölkerungsmehrheit ausgedehnt. Barbados war von 1958 bis 1962 eine Provinz der Westindischen Föderation. Nach der Unabhängigkeit im Jahr 1966 entwickelte sich in Barbados eine parlamentarische Demokratie.
 
Tourismus
Barbados ist ein beliebtes Reiseziel für nordamerikanische und britische Tauch- und Surftouristen sowie eine bedeutende Station im karibischen Kreuzfahrttourismus. Die Insel bietet seinen Gästen Sportaktivitäten für jeden Geschmack.

Auf der Insel ist das ganze Jahr über Saison. Kunst und Unterhaltung, Inselfeste mit Calypso und Kostümen sowie Musikfestivals mit Stars aus Jazz, Oper und Musical werden für Einheimische und Gäste geboten. Touristen bietet sich hier die Gelegenheit, durch aktive Teilnahme die lebendige Kultur der Insel kennen zu lernen.
 
Verkehr
Barbados verfügt über ein einfaches Straßennetz. Dieses verbindet die einzelnen Orte und führt einmal um die Insel herum. Weiterhin gibt es zwei Querverbindungen die über die Insel führen und jeweils von Bridgetown ausgehend nach St. Andrews bzw. nach Sealy Hall führen. Barbados verfügt zudem mit dem Grantley Adams International Airport über einen Flughafen.
 
Besonderheiten
Auf Barbados gibt es mehr als 100 religiöse Gruppen, vorwiegend Christen (hauptsächlich Anglikaner, aber auch Katholiken, Baptisten, Mitglieder der Pfingstbewegung, Siebenten-Tags-Adventisten, Zeugen Jehovas, Mormonen, die Heilsarmee und Quaker), weiterhin jüdische, hinduistische und muslimische Minderheiten.

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