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Brandenburg

  
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Brandenburg

Basisdaten:

Landeshauptstadt: Potsdam
Gründungsjahr: 1990
Fläche: 29.478,61 km²
Einwohnerzahl: 2.535.700 (31. Dezember 2007)

Universitäten:

Cottbus: Brandenburgische Technische Universität Cottbus
Frankfurt (Oder): Europa-Universität Viadrina Frankfurt (Oder)
Potsdam: Universität Potsdam

Geographie:

Brandenburg liegt im Bereich des Norddeutschen Tieflandes. Die wesentlichen Großlandschaften Brandenburgs sind von Nord nach Süd der Baltische bzw. Nördliche Landrücken, die Zone der Platten und Urstromtäler sowie der Südliche Landrücken. Dabei nehmen die in West-Ost-Richtung ziehenden Urstromtäler (Thorn-Eberswalder, Warschau-Berliner, Glogau-Baruther Urstromtal) den größten Teil Brandenburgs ein. Diese sind durch höher gelegene größere Platten (z. B. Barnim, Teltow) und kleinere (sogenannte Ländchen) voneinander getrennt.

Durch das eiszeitliche Ablagerungsgebiet des Norddeutschen Tieflands ergibt sich ein steter Wechsel zwischen trockenen, sandig-lehmigen Erhebungen und feuchten, teilweise vermoorten Talebenen mit zahlreichen Seen. Zwischen Havel und der Oderniederung liegt der südliche Teil der Uckermark mit der wald- und seenreichen Schorfheide.

Künstliche Entwässerung und Trockenlegung haben im Lauf der Jahrhunderte zu landwirtschaftlicher Nutzung dieser Gebiete geführt.

Brandenburg gilt als das gewässerreichste Bundesland Deutschlands. Über 3.000 natürlich entstandene Seen, dazu zahlreiche künstlich angelegte Teiche, Baggerseen und ähnliche Gewässer gibt es hier. Oder, Neiße und Elbe sind Grenzflüsse der Bundeslandes. Lediglich die Havel mit ihrem Nebenfluss Spree liegen größtenteils in Brandenburg. Etwa 35 % der Landesfläche sind bewaldet.

Der Kutschenberg mit 201 m über NN am westlichen Ortsrand der Oberlausitz ist der höchste Berg des Bundeslandes.

Brandenburg hat eine gemeinsame Grenze mit Polen.

Klima:

Das Land Brandenburg befindet sich im Übergangsbereich zwischen ozeanischem Klima in Westeuropa und kontinentalem Klima im Osten. Aufgrund der relativ geringen Höhendifferenzen sind die klimatischen Unterschiede innerhalb des Landes eher gering, jedoch bei bestimmten Wetterlagen deutlich zu spüren.

Geschichte:

Seit dem 9. Jahrhundert war das Gebiet des heutigen Brandenburgs von dem Stamm der Heveller mit den Zentren Brennabor (Brandenburg) und Spandow (Spandau; heute Bezirk von Berlin) und den östlich von ihnen, getrennt durch einen breiten Waldgürtel, an der Spree lebenden Stamm der Sprewanen mit ihrem politischen Zentrum Köpenick (heute ebenfalls nach Berlin eingemeindet) besiedelt.

Während der ersten Phase der deutschen Ostexpansion (Ostsiedlung) eroberte 929 ein ostfränkisches Heer unter König Heinrich I. den Fürstensitz der Heveller Brennabor. Das Gebiet wurde deutscher Lehensherrschaft unterworfen und tributpflichtig.

In den nächsten 200 Jahren geht dieses Land weiter von Hand zu Hand. Nach der Rückeroberung Brandenburgs 1157 von Albrecht gilt dieser Tag allgemein als der Gründungstag der Mark Brandenburg. Albrecht der Bär nennt sich fortan Markgraf von Brandenburg. Unter seiner Herrschaft wanderten wieder Deutsche ein. Die Heveller zogen sich größtenteils in Fischerdörfer zurück.

Erste Städte als Marktorte oder Niederlassungen für den Fernhandel entstanden. 1237 entstand die Stadt Berlin, 1253 folgte Frankfurt an der Oder. Bis zum 14. Jahrhundert bauen die Askanier und später die Wittelsbacher die Mark Brandenburg zum größten Fürstentum Deutschlands aus.

Während des Dreißigjährigen Krieg wurde das Land schwer verwüstet. Unter der Herrschaft von Kurfürst Friedrich Wilhelm, später der große Kurfürst genannt, ab 1640 kam es zur Ansiedlung von Hugenotten aus Frankreich, aber auch von Holländern, Schweizern und anderen Völkern. Dadurch kam es zum Aufschwung von Handel und Gewerbe im Land.

Der Nachfolger des Großen Kurfürsten, Kurfürst Friedrich III begründete das preußische Königtum. Er ließ sich 1701 in Königsberg krönen und nannte sich fortan Friedrich I., König in Preußen. Damit wurde die Mark Brandenburg ein Teil von Preußen. Der "Soldatenkönig" Friedrich Wilhelm I. setzte die Folge hohenzollernscher Herrscher fort. Unter der Herrschaft von Friedrich II., genannt der Große, von 1740 bis 1786 wuchs Preußen zu einer politischen Macht von europäischer Bedeutung heran.

Brandenburg war zusammen mit Berlin im 19. Jahrhundert das politische Zentrum Preußens und Deutschlands. Brandenburg war ab 1815 mit der vorher sächsischen Niederlausitz die größte preußische Provinz. Berlin schied im Jahr 1920 mit dem Groß-Berlin-Gesetz aus der Provinz Brandenburg aus.

Der Zweite Weltkrieg traf die Provinz Brandenburg durch riesige Zerstörungen. Durch das Potsdamer Abkommen von 1945 verlor die Provinz etwa 30 Prozent seines Gebietes, da die gesamte Neumark östlich von Oder und Neiße Polen zugesprochen wurde.

Brandenburg lag in der sowjetische Besatzungszone ein und wurde während der DDR-Zeit in die Bezirke Potsdam, Cottbus und Frankfurt (Oder) aufgeteilt.

Nach der Wiedervereinigung der beiden deutschen Staaten wurde am 22. Juli 1990 durch die freigewählte Volkskammer beschlossen, die Länder wieder einzuführen.

Am 3. Oktober 1990 wurde das Land Brandenburg mit der Landeshauptstadt Potsdam gegründet. Die neue Verfassung des Landes wurde durch Volksentscheid am 14. Juni 1992 bestätigt. Im Mai 1996 entschieden sich die Brandenburger bei einer Volksabstimmung mit Mehrheit gegen eine Vereinigung der Länder Berlin und Brandenburg.

Wirtschaft:

Die wichtigsten Branchen sind die Eisenmetallurgie, Maschinen-, E-Lok-Bau um Berlin und Eisenhüttenstadt sowie Elektrotechnik/Elektronik in Potsdam, Teltow, Hennigsdorf und Oranienburg. Herkömmliche Industriezweige sind in der Niederlausitz die Textil- und Glasindustrie in Muskau und Finsterwalde

Etwa die Hälfte der Landesfläche ist landwirtschaftlich nutzbar. Der Anbau von Weizen, Roggen, Ölfrüchten, Kartoffeln und Zuckerrüben konzentriert sich auf den Nordwesten der Prignitz , im Gebiet von Neuruppin, in der Uckermark um Prenzlau-Angermünde-Schwedt/Oder. In den Havelniederungen um Werder und Buckow entstanden wichtige Obstbaugebiete. Die Feuchtgebiete sind die Schwerpunktbereiche des Gemüsebaus (Spreewald, Oderbruch) und der Grünlandwirtschaft mit Rinderzucht.

Etwa 35 % der Landesfläche sind bewaldet. Seen- und waldreiche Landschaften werden als Erholungsgebiete genutzt.

An Bodenschätzen wird vor allem Braunkohle in der Niederlausitz und bei Fürstenberg an der Oder gefördert. Die Braunkohle wird zur Energieerzeugung genutzt. Mit großem Aufwand werden Braunkohlenfolgelandschaften saniert.


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