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Erfurt

  
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Erfurt

Basisdaten:

Einwohnerzahl:: 202.658 (31. 12. 2006)
Fläche: 269,17 km²
Bundesland: Thüringen
Regierungsbezirk: -
Kreis: Kreisfreie Stadt Erfurt

Geographie:

Erfurt liegt südlich des Thüringer Beckens, in einem weiten Becken der Gera, der ein Zufluss der Unstrut ist. Das Stadtgebiet wird im Süden von den bewaldeten Höhen des Steigerwalds umgrenzt. Die größte Ausdehnung des Stadtgebiets beträgt in nordsüdlicher Richtung 21 km und in ostwestlicher Richtung 22,4 km.

Erfurt liegt etwa 50 Kilometer südöstlich des Mittelpunkts Deutschlands und ist damit die die zentralste Großstadt des Landes.

Klima:

In Erfurt wird das Klima durch die Lage am Thüringer Becken und des umgebenden Mittelgebirges Harz und Thüringer Wald geprägt. Die Leewirkung dieser hohen Gebirge erzeugt ein für Mitteleuropa recht trockenes Klima. Im Bereich des Stadtzentrums und im Norden der Stadt herrscht ein gleichmäßiges Klima, während in den südlichen Ortsteilen wie Bischleben oder Molsdorf lokale klimatische Besonderheiten vorkommen.

Der Monat Januar ist mit -2 °C der kälteste Monat, während der Juli mit 24 °C der wärmste Monat ist. Der regenärmste Monat ist der Februar mit 33 mm, der regenreichste Monat ist mit 70 mm der Juni. Die durchschnittliche jährliche Niederschlagsmenge beträgt 500 mm, was unterhalb des deutschen Durchschnitts liegt.

Stadtgliederung:

53 Stadtteile

Geschichte:

Erfurt entstand an einer Furt durch die Gera und wurde im Jahr 742 erstmals urkundliche als "Erphesfurt" erwähnt. Das neugegründete Bistum Erfurt wurde dann 755 mit dem Bistum Mainz vereinigt. Erfurt entwickelte sich zu einem wichtigen Handelsplatz an der Ostgrenze des Ostfränkischen Reiches und Pfalzort. Es errichtete seine erste geweihte Kirche Hl Maria.

Um das Jahr 1000 kam Erfurt unter die weltliche Herrschaft des Erzbischofs von Mainz, was der Stadt Auseinandersetzungen zwischen dem Königtum und den Erzbischöfen, einbrachte. Zu ihrem Schutz wurde 1066 die erste Stadtumwallung gebaut.

1120 war erstmals von den "Bürgern Erfurts" die Rede. Die 1165 zerstörte Stadtbefestigung wurde als Stadtmauer 1168 wieder errichtet. Die Emanzipation der Bürgerschaft von der Stadtherrschaft führt zu den Anfängen der Ratsverfassung.

Erfurt gewann weitere Freiheiten gegenüber dem erzbischöflichen Stadtherrn und entwickelte sich zu einer bedeutenden Schulstadt, die von weit her Schüler anlockt. Der Rat der Stadt dehnte das Stadtgebiet auf das Umland aus.

Im 13. Jahrhundert war Erfurt ein Bildungszentrum. Keine andere Stadt in Deutschland hatte zu der Zeit mehr Studenten. Prägend war das Wirken von dem Dominikaner Meister Eckhart, der bedeutendste deutsche Mystiker.

Aus dem Erfurter studium generale, die bedeutendsten Bildungsanstalt im Römisch-Deutschen Reich, entstand 1392 die dritte Universität auf deutschem Boden. Es handelte sich dabei um eine nicht-fürstliche sondern bürgerliche, durch den Rat der Stadt gegründete Universität.

Im 14. und15. Jahrhundert hatte beherbergte die Stadt ca. 18.000 bis 20.000 Einwohnern und rangierte damit als mittelalterliche Großstadt. Nur Köln, Nürnberg und Magdeburg waren in dieser Zeit größer. Erfurt war durch seine wirtschaftliche, politische und geistig-kulturelle Entwicklung der Mittelpunkt des Handels im mittleren Heiligen Römischen Reich.

Einer der bekanntesten Studenten der Universität Erfurt ist Martin Luther, der von 1501 bis 1505 studierte und bis 1511 in Erfurt lebte.

Die Bedeutung der Universität geht besonders infolge der konfessionellen Gegensätze zurück. Im Dreißigjährigen Krieg hat die Stadt unter der fünfzehnjährigen Besetzung der Schweden zu leiden. Auch unter die kurmainzische Herrschaft von 1664 bis 1800 verbesserte sich die wirtschaftliche Lage der Stadt nicht wesentlich.

Im Jahr 1802 kam Erfurt kurze Zeit unter die preußische Krone, bevor es bis 1814 französisch besetzt wurde. Mit der erneuten Eingliederung in den preußischen Staat erhielt die Stadt die kommunale Selbstverwaltung zurück. Ganz allmählich festigt sich die wirtschaftliche Lage. 1847 wurde Erfurt an das

In der 2. Hälfte des 19. Jahrhunderts erfuhr die Stadt einen Aufschwung. Mit der Ansiedlung wichtiger Maschinenbaubetriebe wurde Erfurt ein bedeutender Industriestandort. So gründete Christian Hagans 1857 die Maschinenfabrik Christian Hagans, 1888 Otto Schwade die "Deutsche Automat-Dampfpumpen-Fabrik", 1902 Hugo John eine Fabrik für Schornstein-Aufsatz und Blechwaren sowie Henry Pels die "Berlin-Erfurter Maschinenfabrik".

Besondere Bedeutung besitzen auch heute noch der Gartenbau und die Saatzucht. Diesem Umstand verdanken eingeborene Erfurter den Spitznamen "Puffbohne". Eine wichtige Rolle spielt hier seit 1867 die Firma "N. L. Chrestensen". Um 1900 besaß der Erwerbsgartenbau der "Blumenstadt" Erfurt eine weltweite Führungsstellung.

In dieser Zeit erlebte die Stadt einen Bevölkerungszuwachs. Dies führte zu der Beseitigung der Festungseigenschaft Erfurts, damit das Stadtgebiet erweitert werden konnte. 1906 wurde Erfurt mit 100.000 Einwohnern Großstadt.

Am Ende des Ersten Weltkriegs hatte sich die Stadtbevölkerung um ca. ein Drittel verringert. Zwischen 1929 und 1932 war auch Erfurt von der Weltwirtschaftskrise betroffen, als die Produktion auf weniger als die Hälfte zurückging. Die Arbeitslosigkeit erreichte Höchststände und bot Nährboden für die Nationalsozialistische Partei.

Den Zweiten Weltkrieg erlebte Erfurt im Vergleich zu anderen deutschen Großstädten relativ glimpflich mit nur ca. 17% zerstörten Wohnungen. Nach der Konferenz von Jalta wurde Erfurt wurde Bestandteil der sowjetischen Besatzungszone und wurde mit dem Regierungsbezirk Erfurt dem Land Thüringen zugeordnet.

1948 wurde Erfurt durch den Thüringer Landtag zur thüringischen Landeshauptstadt ernannt, bevor im Jahr 1952 das Land Thüringen aufgelöst und in drei Bezirke eingeteilt wurde, wobei Erfurt Sitz des Bezirks Erfurt wurde.

Ab den späten 60er Jahren entstehen am Rande der Innenstadt und im Norden der Stadt Neubaugebiete und der großflächige Abriss des Krämpferviertels am östlichen Rande der Altstadt. Die Verbreiterung des Juri-Gagarin-Rings und der Neubau von 11- bis 16-geschossigen sowie bis zu 120 Meter langen Plattenbauten geben dem bis dahin unzerstörte und durch Kirchtürme geprägte Stadtbild ein neues Gesicht.

Im Bereich der Löberstraße wurden ebenfalls altstädtische Quartiere abgerissen und durch Großblocks ersetzt. Im Bereich der Johannesstraße orientierte man sich nach dem Abriss alter Häuser an der für die Innenstadt üblichen Gebäudehöhe von vier Etagen, weshalb sich die Plattenbauten dort etwas besser ins Stadtbild integrieren.

Zum ersten deutsch-deutschen Gipfeltreffen 1970 kam Bundeskanzler Willy Brandt mit dem Vorsitzenden des Ministerrates und stellvertretenden DDR-Staatsratsvorsitzenden Willi Stoph nach Erfurt

1989 kam es auch in Erfurt zu immer größeren Demonstrationen, die schließlich den politischen Umbruch einleiteten. 1991 stimmten 49 von 88 Abgeordneten des Landtags für Erfurt als Thüringer Landeshauptstadt.

Die Erfurter Universität wurde 1994 neugründet und das Bischöfliche Amt Erfurt-Meiningen, das seit 1973 bestand, zum Bistum Erfurt erhoben.

Seit der Wende sind fast alle Gebäude der historischen Altstadt saniert worden, an manchen Stellen sind Neubauten entstanden.

Am 26. April 2002 erlangte Erfurt durch den Amoklauf im Gutenberg-Gymnasium bundesweite Aufmerksamkeit.

Sehenswürdigkeiten:

Ägidienkirche Alte Universität
Hauptbahnhof
Anger
Ursulinenkloster
Andreaskirche
Georgsturm
Augustinerkloster
Michaeliskirche
Krämerbrücke
Fischmarkt
Rathaus
Mühlenmuseum
Predigerkirche
Marktstrasse
Dom und St. Severi
Neuwerkkirche
Statthalterei

Weblinks


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