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Hamburg

  
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Hamburg

Basisdaten:

Einwohnerzahl:: 1.770.291 (30. 11. 2007)
Fläche: 755,264 km²
Bundesland: Stadtstaat Hamburg
Regierungsbezirk: Stadtstaat Hamburg
Kreis: Stadtstaat Hamburg

Geographie:

Hamburg liegt in Norddeutschland an der Mündung der Alster und der Bille in die Elbe und 110 km von der Nordsee entfernt. Die Stadt besitzt einen natürlichen Tidehafen, der sich über die gesamte Breite der Elbe, hauptsächlich jedoch auf das Südufer der Norderelbe gegenüber den Stadtteilen St. Pauli und Altona erstreckt. Diese Ufer sind durch Brücken im Osten sowie durch den Alten und Neuen Elbtunnel verbunden. Die Geest, das Land südlich und nördlich des Flusses, ist höher gelegen und durch die Sand- und Geröllablagerungen der Gletscher während der Eiszeiten entstanden sind.

Die auf beiden Seiten der Elbe liegenden Marschen wurden Jahrhunderte vom Flutwasser der Nordsee überschwemmt. Heute sind sie beidseitig der Elbe eingedeicht. Alte Deichanlagen erinnern in den Außenorten noch an die Zeit, als bei Hochwasser ganze Viertel unter Wasser standen.

Im Stadtzentrum wird die Alster zum gleichnamigen künstlichen See aufgestaut. Dieser teilt sich in die größere Außenalster und die kleinere, vom historischen Kern der Stadt umschlossene Binnenalster. Im Stadtgebiet sind die Zuflüsse zur Alster wie die Alster selbst zum Teil kanalisiert. Hamburg wird durch zahlreiche Fleete und Kanäle durchzogen. Mit den 2500 Brücken ist sie die brückenreichste Stadt Europas.

Die größte Ausdehnung des Stadtgebiets erreicht in ost-westlicher ebenso wie in nord-südlicher Richtung jeweils rund 40 km.

Klima:

Das Hamburger Klima ist durch maritime Einflüsse geprägt. In der Regel senken sich an etwa 52 Tagen im Jahr Nebelbänke über die Stadt. Im Winterhalbjahr kann es sehr stürmisch werden. Der Juli ist mit durchschnittlich 17,4 °C der wärmste Monat, der kälteste der Januar mit 1,3 °C. Das Klima ist ganzjährig feucht. Im Laufe eines Jahres fallen durchschnittlich 774 mm Niederschlag.

Stadtgliederung:

7 Bezirke: Altona, Bergedorf, Eimsbüttel, Harburg, Hamburg-Mitte,
Hamburg-Nord, Wandsbek

Geschichte:

Die Ursprünge Hamburgs liegen an der Alster. An ihrem Ufer (altsächsisch: 'ham') entstand im 8. Jahrhundert die erste Siedlung. Um 830 wurde hier die "Hammaburg" errichtet und wurde Sitz eines Bistums mit einer Kirche aus Holz. Nach einem Überfall der Wikinger wurde das Bistum Bremen zugeordnet und Hamburg.

Ende des 8.Jahrhunderts dehnte der fränkische Kaiser Karl der Große sein Reich bis an die Elbe aus. Die sächsischen Stämme wurden besiegt und christianisiert. 808 besiegten die Dänen Verbündete des Kaisers, daraufhin ließ Karl der Große, Gebiete nördlich der Elbe besetzen und verschob die Grenze seines Reiches bis an die Eider-Trave-Linie. Das künftige Hamburg lag damit auf fränkischem Gebiet und existierte nur noch als eine Handelssiedlung, eine sogenannte "Wik", weiter.

Im 12. Jahrhundert bekam die Elbe größere Bedeutung. Eine Kaufmannssiedlung entstand an der rechten Seite der Alster. Zur Alstermündung hin, etwa beim heutigen Nikolaifleet, wurde ein Hafen angelegt, beim heutigen Hopfenmarkt wurde ein Marktplatz eingerichtet. Von 1201 bis 1225 herrschten die Dänen in Hamburg, unter ihrer Herrschaft wurden die beiden Siedlungen zu einem Hamburg vereinigt.

Der Handel im nordeuropäischen Raum entwickelte sich rasch. Am 7. Mai 1189 stellte Kaiser Friedrich Barbarossa auf ihre Bitte hin einen Freibrief aus, der besagte, dass Hamburger Schiffe freie Fahrt auf der Elbe haben. Das Datum ist bis heute Anlass für die alljährliche Hafengeburtstagfeier. Das verliehene Hafenrecht an diese Siedlung und die Handelsprivilegien für die ganze Unterelbe entwickelte sich die Stadt im Mittelalter zu einem florierenden Handelszentrum.

1321 tritt Hamburg dem Städtebund der Hanse bei und entwickelt sich Dank der günstigen Lage an der Elbe zum wichtigsten Nordseehafen der Hanse. Er diente als Umschlagplatz für Getreide, Tuche, Pelze, Heringe, Gewürze, Holz und Metalle.

Parallel dazu blühte das Brauereiwesen auf. Im 15. Jahrhundert gab es in Hamburg 450 Brauereien. 1558 wurde in Hamburg die erste deutschen Börse gegründet 1618 wird Hamburg Reichsstadt und 1619 war Hamburg die größte Stadt Deutschlands zu der Zeit.

Die Entdeckung Amerikas und des Seeweges nach Asiens verdankt Hamburg ab 1550 dass es zu einem der bedeutendsten Einfuhrhäfen Europas wurde.

Im Jahre 1678 unter dem Namen Opern-Theatrum die erste deutsche Oper am Gänsemarkt. Zur Reformationszeit wurde der Stadtstaat ohne Blutvergießen evangelisch.

Bei dem Hamburger Großbrand am 5. Mai 1842 wurde ein Drittel der Stadt zerstört, 20.000 Menschen wurden obdachlos. Die Börse übersteht das Feuer, doch das Rathaus wird geopfert. Bei dem Neuaufbau der Innenstadt wurde die Stadt neu gegliedert und es entstanden die Alsterarkaden und der heutige Rathausmarkt.

Durch die Zunahme der Seeschifffahrt und des Welthandels in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts und der Schaffung des Freihafens wurden Hamburgs Hafen- und Lagerkapazitäten weiter ausgebaut. Der Bau der Speicherstadt 1881-1888 war der erste Schritt. In den folgenden Jahrzehnten wurde der Hafen auf die gegenüberliegende Elbseite ausgeweitet. Mit dem Bau des Nordostseekanals 1895, was eine schnellere und direktere Verbindung zur Ostsee bedeutete, machte den Hafen Hamburgs noch attraktiver. Große Werften entstanden.

Bis in die Mitte des 19. Jahrhunderts wuchs Hamburg nicht über seine mittelalterlichen Stadtgrenzen hinaus. Die heutigen Stadtteile St. Pauli, Altona und St. Georg lagen lange vor den Toren der Stadt. Erst ab 1860, mit der einsetzenden Industrialisierung, wurden immer mehr umliegende Ortschaften eingemeindet. Um 1900 betrug die Stadtbevölkerung eine Million.

Seit den ersten freien Wahlen 1918 wird Hamburg praktisch immer von der SPD (mit)regiert. Das Dritte Reich unterbrach diese Linie. Unter der nationalsozialistischen Regierung wurde 1937 das Groß-Hamburg-Gesetz in Kraft gesetzt, was die drei Städte (Altona, Harburg-Wilhelmsburg und Wandsbek und etliche Gemeinden in die Stadt eingegliederte. Im Sommer 1943 wurden 61% des Hamburger Wohnraums und 80% der Hafenanlagen durch Luftangriffe zerstört.

Auch nach Kriegsende blieb Hamburg eine Handels- und Industriestadt. Schwerpunkte sind Werften (Deutsche Werft, Blohm und Voss etc.). Parallel entwickelte sich Hamburg zu einer Medienstadt. Wichtige Verlagshäuser wie etwa Gruner & Jahr ("Stern"), Der Spiegel, Alex-Springer-Verlag ("Bild", "Hör Zu") Heinrich Bauer-Verlag ("Bunte") ließen sich in Hamburg nieder. Außerdem wurde die Stadt zum Hauptsitz des NDR, erhielt mit dem Studio Hamburg eine wichtige Filmproduktionsstätte, wurde Sitz der Schallplattenindustrie und beherbergte eine Reihe alter und neuer Buchverlage. Hamburg wurde zur reichsten Region Europas und zum Bundesland mit dem höchsten Bruttoinlandsprodukt.

Die Werftenkrise und die Einführung der Container zwang Hamburg zur Umstrukturierung seiner Wirtschaft seit den 80er Jahren. Der Hafen verlagert sich Richtung Westen. In Waltershof und demnächst Altenwerder werden moderne Terminals angelegt. Die Speicherstadt verlor ihre Bedeutung. Große Industriebrachen entstanden. Hamburg ist am Ende des Jahrtausends zur Handels- und Dienstleistungsstadt geworden.

Das große Projekt der "Hafen-City" ein etwa 150 ha großes Areal, davon 100 ha Landfläche, dass zwischen Elbe und Hamburger Innenstadt liegt, wird ab 199 in Angriff genommen. Der neue Stadtteil soll Nebeneinander von Wohnen, Arbeiten, Freizeit und Kultur geben.

Den Anfang machte das futuristische Pressehaus von Gruner & Jahr (Architekten: Steidle / Kiessler). Es folgen u.a. Fährterminal (me di um) oder Lofthaus Elbberg (Bothe - Richter - Teherani). Viele alte Gebäude werden umgenutzt, so entstehen u.a. Stilwerk und die Greenpeace-Zentrale.

Sehenswürdigkeiten:

Alsterarkaden
Hamburg Museum
Alsterfleet
Hauptbahnhof
Alter Elbtunnel Krameramtsstuben
Außenalster Kunsthalle
Binnenalster und Jungfernstieg
Bismarck-Denkmal
Cap San Diego
Chilehaus
Rathaus
Colonnaden Reeperbahn
Dammtor-Bahnhof Rickmer Rickmers
Deichstraße Speicherstadt
Deichtorhallen St. Jacobi
Dom St. Katharinen
Fleetinsel St. Michaelis
Gänsemarkt St. Nikolai
HafenCity
Hafen-Hochbahn

Ergänzungen

  • 1
    2016-10-09 03:56:27
    Two worn copies of Pierre Franey cookbooks are my guides for so many recipes. And his story is woteirful.60-Mdnune Gourmet and Cuisine Rapide.Oh – and I’d recommend my own – Everybody Grills! – because what’s cooking to a guy if it doesn’t involve grilling?
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