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Stuttgart

  
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Stuttgart

Basisdaten:

Einwohnerzahl:: 597.158 (30. 09. 2007)
Fläche: 207,36 km²
Bundesland: Baden-Württemberg
Regierungsbezirk: Stuttgart
Kreis: Stadtkreis Stuttgart

Geographie:

Die Kernstadt von Stuttgart liegt in einer Talerweiterung des Nesenbaches, der in den Neckar mündet und seiner Nebenbäche dem sogenannten "Stuttgarter Kessel". Es ist umrahmt mit "Hängen und Reben". Die nördlichen Stadtteile reichen bis in das Neckarbecken, die westlichen stoßen bis in den Glemswald und auf das Gäu vor, die östlichen reichen bis zu den Ausläufern des Schurwaldes und die südlichen Stadtteile bis zur Filderebene und den Ausläufern des Schönbuchs. Der Neckar tritt in den Stadtbezirke Hedelfingen und Obertürkheim in das Stadtgebiet Stuttgart und verlässt sie im Nordosten im Stadtbezirk Mühlhausen wieder.

Der höchste Punkt der Stadt liegt auf der Bernhartshöhe mit 549 m ü NN, der niedrigste liegt bei der Neckarschleuse Hofen 207 m über NN. Die größte Ausdehnung des Stadtgebiets beträgt in nord-südlicher Richtung 19,4 km und in ost-westlicher Richtung 20,4 km.

Klima:

In Stuttgart herrscht durch seine Talkessellage ein sehr warmes und zuweilen schwüles Klima. Im Sommer leidet die Stadt oft unter sogenannter Inversionswetterlage. Dabei legt sich die kältere Luft über die warme Luft im Talkessel und verhindert so einen Luftaustausch in der Talmulde. Dies verhindert auch nachts die Abkühlung an sehr heißen Tagen.

Um das Stadtgebiet mit genug Frischluft zu versorgen, sind viele Stellen an den Hanglagen, wie im Stuttgart-West, unbebaut und dienen als Frischluftschneisen. Im Westen dient das auf Höhe liegende Waldstück "Rot- und Schwarzwildpark" der Innenstadt als Frischluftlieferant.

Die Niederschlagsmenge liegt im Schnitt im Juni mit 96 mm/Jahr am höchsten und im März mit 38 mm/ Jahr am niedrigsten. Der heißeste Monat ist der Monat Juli mit durchschnittlichen 18,8 °C, der kälteste Monat ist der Januar mit durchschnittlichen 1,3°C.

Stadtgliederung:

Stadtbezirke mit 149 Stadtteilen

Geschichte:

Stuttgart gründete sich, wie sein Name schon verrät, aus einem Gestüt ("Stuotgarten"), das Herzog Liudolf von Schwaben laut Überlieferung 950 nach unserer Zeitrechnung in der Talerweiterung des Nesenbachs angelegt haben. Die sich daraufhin entwickelnde Siedlung stand Jahrhunderte lang im Schatten von Cannstatt, Platz des größten und wichtigsten Römerkastells im mittleren Neckarraum. In einer Urkunde aus dem Jahr 1229 von Papst Gregors IX wird Stuttgart als Ortsname erstmals erwähnt. In der ersten Hälfte des 13. Jahrhunderts wurde der Ort durch den Markgrafen von Baden zur Stadt erhoben, kam aber als Heiratsgut an die Grafen von Württemberg. Im 14. Jahrhundert wurde sie zum Zentrum der Grafschaft Württemberg ausgebaut.

Eberhard I ließ Stuttgart zu seiner Residenz ausbauen. Stadtmauer und Befestigung wurden erneuert, das herrschaftliche (Alte) Schloß neu- oder umgebaut, ebenso die benachbarte (heutige Stifts-) Kirche. Auf päpstlichen Befehl löste sie der Bischof von Konstanz von der Mutterkirche St. Martin auf der Altenburg (Cannstatt) und inkorporierte sie dem Chorherrenstift, das der Graf im Jahr 1320 zusammen mit der Familiengrablege von Beutelsbach nach Stuttgart verlegen ließ.

Der Weinbau und das Handwerk waren zu dieser Zeit die wirtschaftliche Grundlage der Stadt. Die Stadt erstreckte sich etwa von der heutigen Königstraße, Eberhardstraße, Karlstraße bis Planie.

Stuttgart wurde nach der Teilung Württembergs durch die Grafen Ludwig I. und Ulrich V. zunächst Hauptstadt beider Landesteile, im revidierten Teilungsvertrag von 1442 wurde es Ulrich zugeschlagen. Ulrich veranlasste um 1450 das Münzgebäude am Markt, das gräfliche Herrenhaus (herrschaftliches Gerichtsgebäude und Kaufhaus), 1456/58 daneben das bürgerliche Rathaus. Die Stiftskirche wurde seit 1436 umgebaut und erweitert, die Leonhardskapelle durch eine dreischiffige Anlage ersetzt. 1473 gründete Ulrich ein Dominikanerkloster, das nach der Reformation als Spital genutzt wurde (die Kloster-, heute Hospitalkirche, ist noch in Resten erhalten). Die maßgeblichen Baumeister aller drei Kirchen waren Hänslin bzw. Aberlin Jörg. Im "Münsinger Vertrag" von 1482 wurde Stuttgart offiziell zur Haupt- und Residenzstadt des wieder vereinigten Landes Württemberg erklärt; 1483 verlegte Eberhard im Bart seine Residenz von Urach nach Stuttgart.

Während Ulrichs Regierungszeit entstanden um 1450 das Münzgebäude am Markt, das gräfliche Herrenhaus (herrschaftliches Gerichtsgebäude und Kaufhaus), 1456/58 daneben das bürgerliche Rathaus. Die Stiftskirche wurde seit 1436 umgebaut und erweitert, die Leonhardskapelle durch eine dreischiffige Anlage ersetzt.

Nach der Vereinigung des Landes Württemberg im Jahr 1482 wurde Stuttgart offiziell zur Haupt- und Residenzstadt. 1483 verlegte Eberhard im Bart seine Residenz von Urach nach Stuttgart.

Die nächsten Jahrhunderte in denen Stuttgart auch einmal an die Österreicher fiel, waren von politischer und wirtschaftlicher Unstetigkeit gekennzeichnet. Je nach Regentschaft folgten goldene auf trübe Zeiten. Schwer geprüft wurde die Stadt auch im 30jährigen Krieg.

Die Hinterlassenschaft des wechselnden Regimentes ist heute nicht nur in den Stuttgarter Bauten zu sehen. Das alljährlich gefeierte Cannstatter Volksfest wurde den Bürgern 1818 von König Wilhelm gestiftet. Die Wilhelma, wurde von 1842 - 1853 für König Wilhelm I. von Württemberg angelegt.

In der ersten Hälfte des 19. Jh. änderte sich das Gesicht der Stadt. Von der königlichen Residenz stieg sie nach und nach zur Industriestadt auf.

Mit der Vereinigung der Oberamtsstadt Cannstatt mit der Residenzstadt Stuttgart am 1. April 1905 stieg Stuttgart von der königlichen Residenz nach und nach zur Industriestadt auf.

Männer wie Gottlieb Daimler und Robert Bosch leiteten eine neue Ära in der Geschichte der Technik und somit in der Entwicklung Stuttgarts ein. Bereits 1885 war Gottlieb Daimler mit dem "Reitwagen" als erstes Motorrad der Welt durch Cannstatt gefahren. Ein Jahr später war Daimlers Motorkutsche mit eingebauter "Standuhr" von Cannstatt nach Untertürkheim gefahren und 1887 hatte Gottlieb Daimler die erste motorisierte Straßenbahn der Welt zwischen Kursaal und Wilhelmsplatz fahren lassen.

Während des Zweiten Weltkriegs verlor die Stadt bei mehreren Luftangriffen über die Hälfte ihrer Gebäude. Beim Wiederaufbau wurde auf historische Konstruktionen, vor allem am ehemals historischen berühmten Stuttgarter Marktplatz zu Gunsten der Idee einer autogerechte Metropole für das 20. Jahrhundert zu schaffen, weitgehend verzichtet.

Große Teile der Ruinen der Stadt kamen daher auf den Trümmerberg Birkenkopf. Nach dem schnellen Wiederaufbau und der raschen Zunahme der Wirtschaftskraft wurde Stuttgart 1952 zur Landeshauptstadt von Baden-Württemberg.

Von 1954 bis 1955 entstand das wohl bekannteste Wahrzeichen der Stadt, der Stuttgarter Fernsehturm. Er wurde aus Stahlbeton als erster Fernsehturm dieser Art gefertigt. Seine Höhe beträgt 216,61 Meter.

Am 1. Oktober 1978 beginnt die S-Bahn in Stuttgart auf drei Strecken mit dem planmäßigen Betrieb. Am 9. März 1984 wurde die Neue Staatsgalerie, geplant von James Stirling, der erste Erweiterungsbau zur Alten Staatsgalerie, eingeweiht.

Im Jahr 1993 war Stuttgart Gastgeber der Internationalen Gartenbauausstellung und 2006 einer der Austragungsorte der Fußballweltmeisterschaft. In diesem Jahr eröffnete auch das Carl-Benz-Center, ein Veranstaltungszentrum auf dem Cannstatter Wasen mit rund 20.000 Quadratmeter Nutzfläche, seine Pforten.

Sehenswürdigkeiten:

Fernsehturm
Neues Schloss & Schlossplatz
Staatsgalerie
Mercedes-Benz-Museum
SI-Centrum
Wilhelma
Weißenhofsiedlung
Carl-Benz-Center

Ergänzungen

  • 1
    2016-10-09 03:56:27
    Two worn copies of Pierre Franey cookbooks are my guides for so many recipes. And his story is woteirful.60-Mdnune Gourmet and Cuisine Rapide.Oh – and I’d recommend my own – Everybody Grills! – because what’s cooking to a guy if it doesn’t involve grilling?
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