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Paektusan

  
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Paektusan


Der Paektusan ist die höchste Erhebung des Changbai-Gebirges und ein aktiver Vulkan. Je nach Quelle variiert die Höhe zwischen 2.744 und 2.750 m. Der Vulkan liegt an der Grenze zwischen der nordkoreanischen Provinz Ryanggang-do und der chinesischen Provinz Jilin.

Er ist der höchste Berg der Mandschurei und der koreanischen Halbinsel. Auf dem Paektusan entspringen die Flüsse Songhua, Tumen und Yalu.
 
Natur
Das Wetter auf dem Paektusan ist sehr unbeständig. Die jährliche Durchschnittstemperatur beträgt - 8,3 Grad Celsius. Im Sommer können bis zu 18 Grad Celsius erreicht werden, während im Winter bis zu - 48 Grad möglich sind.

Es gibt 5 bekannte Pflanzenarten im Kratersee, und etwa 168 wurden am Ufer gezählt. Der Umkreis des Berges bildet Lebensraum für Tiger wie Amurleoparden, Bären, Wölfe und Wildschweine. Die Wälder werden von einer einheimischen Rehart bevölkert. Eine Reihe von Vögeln wie Birkhühner, Eulen und Spechte, sind ebenfalls in der Region heimisch.
 
Ausbrüche
Seinen größten Ausbruch hatte der Vulkan um das Jahr 1000, bei dem ca. 96 km³ Material ausgeschleudert wurden und der Krater füllte sich zu einem großen See. Der See hat eine Uferlänge von 12 bis 14 km und ist bis zu 384 m tief. Aufgrund seiner Höhe ist er, obwohl er von 2 heißen Quellen gespeist wird, einer der kältesten Seen weltweit.
 
Geschichte
Von den Menschen v. a. in der Mandschurei und in Korea wurde der Vulkan schon sehr früh als heilig verehrt. Der Paektusan ist nach koreanischer Überlieferung die Gründungsstätte des koreanischen Volkes

Der Gründungsmythos heißt "Dangun-Mythos", der sowohl in dem Geschichtsbuch der nördlichen Wei-Dynastie als auch in dem koreanischen "Samguk Yusa" überliefert ist, in dem der Vulkan als Taebaeksan bezeichnet wird. Gegen Ende des 10. Jahrhunderts in der Goryeo-Dynastie taucht der jetzige koreanische Name Paektusan auf. Von nordkoreanischen Quelle wird die Behauptung aufgestellt, dass Staatsgründer Kim Il-sung von hier den Widerstand gegen die japanische Besatzung organisiert hätte und sein Sohn sei hier geboren worden. Die ist im Ausland jedoch höchst umstritten.

In der nordkoreanischen Propaganda wird der Paektusan zu einer Art "heiligen Berg" gemacht. Abbildungen, zumeist vom See Ch'onji, sind überall im Land zu finden. Kim Il-sung, Kim Jong-il und dessen Mutter Kim Chong-suk, die Hauptobjekte des nordkoreanischen Personenkults, werden als "die 3 Heerführer vom Gebirge Paektu bezeichnet. Der Paektusan ist so zum wichtigsten Symbol des Kampfes Kim Il-sungs gegen die japanische Besatzung sowie für die glorifizierte Herrschaft der Familie Kim geworden.
 
Tourismus
Während der Sommermonate ist der Paektusan ein beliebtes Ziel für ausländische Besucher. Obwohl der Tourismus in Nordkorea in letzter Zeit zunimmt, besteigen nach wie vor die meisten ausländischen Touristen den Vulkan von der chinesischen Seite aus.

Auf der nordkoreanischen Seite des Bergs gibt es eine Reihe von Denkmälern zu Ehren Kim Il-sungs. Paektu Spa ist eine natürliche Quelle, deren Wasser eine heilende Wirkung zugeschrieben wird. Pegae diente während der japanische Besatzungszeit als Lager der koreanischen Widerstandskämpfer. Eine weitere Sehenswürdigkeit stellt der Hyongje-Wasserfall dar, der sich nach etwa einem Drittel in 2 separate Wasserfälle teilt. Zu besichtigen ist auch eine Blockhütte, in der angeblich Kim Jong-il geboren wurde.

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