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1. Kreuzzug

  
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1. Kreuzzug

1. Kreuzzug 1096 – 1099

Papst Gregor VII hatte bereits versucht, die in Palästina lebenden Christen von ihrer heidnischen Umgebung zu befreien. Dies misslang aber wegen den Auseinandersetzungen des Papstes gegen Heinrich IV, die seine ganze Zeit beanspruchten.

Im Jahre 1071 besiegten die türkischen Seldschurken den byzantinischen Kaiser Alexios Komnenos bei Manzikert. Danach eroberten sie Nicaea und Smyrna, Palästina, Jerusalem (1076) und Antiochia (1085). Um die Gefahr der Seldschurken abzuwenden, bat Alexios den Papst um militärischen Beistand. Im Jahre 1095 erhielt Urban II. die Botschaft und rief auf der Synode von Cleront in einer mitreißenden Rede zum Kreuzzug gegen die Heiden in Palästina auf. Er versprach den Kreuzfahrern, die unter dem Zeichen des Kreuzes im heiligen Land ihr Leben lassen sollten, die Vergebung ihrer Sünden und die Aussicht auf das ewige Leben.

Der Aufruf des Papstes hatte gravierende Folgen. Eine Große Zahl von Rittern schlossen sich zusammen, um gegen die Seldschurken in den Krieg zu ziehen. Kaiser Alexios merkte schnell, dass dies nicht die Söldnertruppe war, um die er gebeten hatte, sondern dass diese zusammengewürfelte Armee seinem Staat sehr gefährlich werden konnte. Darum gab er ihnen sofort Kampfaufträge gegen die Seldschurken um sie von seiner Hauptstadt fernzuhalten. Die Kreuzfahrer nahmen zuerst Nicaea, Dorylaeon und Antiocha ein und wandten sich dann südlich in Richtung Jerusalem. 1099 erreichte das Heer schließlich die Tore der heiligen Stadt. Die von verlustreichen Kämpfen und Strapazen mitgenommenen Ritter begannen mit dem Bau von Belagerungsmaschunden und der ausführlichen Planung einer Belagerung, nachdem ihr erster Angriff im Pfeilhagel der Verteidiger ein jähes Ende fand. Schließlich gelang es ihnen in Jerusalem einzudringen. Die Kreuzfahrer richteten in der Stadt ein entsetzliches Blutbad an. Nach der Eroberung Jerusalems, wurde das Königreich Jerusalem gegründet. Viele Ritter strebten nach persönlichem Ruhm und danach Land zu gewinnen. Bohemund, Tancred und Balduin trennten sich asbald vom Hauptteil der Kreuzritter. Bohemund errichtete in Antiochia eine eigene Herrschaft und eroberte Ländereien des christlichen Kaisers in Byzanz. Balduin wurde von Thoros (ein christlicher Armenier) um Hilfe für Edessa gebeten. Dieser zog dorthin und riss die Herrschaft an sich.


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