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Der Hundertjährige Krieg

  
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Der Hundertjährige Krieg

Der kinderlos gestorbene letzte Kapetinger, Karl der Schöne, wurde im 1328 von einem Vetter aus dem Haus Valois beerbt (Philipp VI.). Jedoch fand sich König Eduard III. von England mit dieser französischen Thronfolge nicht ab und pochte auf seine eigene Verwandschaft mit dem erloschenen Königsgeschlecht. Er versuchte seinen Thronanspruch auch ab 1339 mit militärischen Mitteln durchzusetzen. Diese Kämpfe, die mit etlichen Unterbrechungen über hundert Jahre andauerten, werden in der Geschichte als „Hundertjähriger Krieg“ (1339 - 1453) bezeichnet.

Im Jahre 1346 landete Eduard III. mit tausend Schiffen, viertausend Rittern und zehntausend Soldaten in der Normanie und besiegte die doppelt so große französische Ritterstreitmacht im Wald von Crécy-en-Ponthieu. Zehn Jahre darauf wurden die Franzosen bei Poitiers erneut von der halb so starken englischen Streitmacht besiegt, wobei der bis zuletzt verbissen kämpfende französische König Johann der Gute gefangen genommen wurde. Für seine Freilassung musste er seinem englischen Kontrahenten ein immenses Lösegeld zahlen und ihm zudem ein Viertel seines Territoriums überlassen (Vertrag von Brétigny, 1360).

Karl der Weise, der 1364 bis 1380 Frankreich regierte, eroberte die verlorenen Terretorien bis auf wenige Ausnahmen zurück. Als sich herausstellte, dass sein Sohn und Erbe Karl VI. geisteskrank ist, entbrannte bei der Frage, wer die Regentschaft führen sollte, ein neuer Machtkampf – dieses Mal zwischen den Herzögen von Orléans und Burgund.

Nachdem Ludwig von am 27. Oktober 1407 ermordet worden war, räumte der burgundische Herzog Johann bereitwillig ein, dass er die Tat behohlen hatte. Die Fehde eskalierte im Jahre 1411 in einem Krieg.

Auch Heinrich V. von England, der sich mit Johann ohne Frucht verbündete, verlangte von Karl VI. die Rückgabe der französischen Krone. Am 13. August 1415 landete er mit seiner Streitmacht in der Nähe der Seinemündung. Etwa zwei Monate später, am 25. Oktober, schlugen dreizehntausend Engländer bei Azincourt die mehr als dreimal so große französische Ritterarmee in die Flucht. Herzog Karl von Orléans, den man zuerst für tot gehalten und auch dem Schlachtgeld zurückgelassen hatte, wurde von den Engländern gefangen genommen und erst fünfundzwanzig Jahre später gegen ein beträchtliches Lösegeld freigelassen

Die Stadt Paris fiel durch Verrat an die Gegner. Ein Bürger öffnete in der Mainacht 1418 heimlich ein Stadttor. Die einfallenden Burgunder töteten innerhalb weniger Stunden die Anhänger des französischen Königs und nahmen die Hauptstadt ein. Währenddessen brachte der Vorsitzende der Pariser Kaufmannschaft den fünfzehnjährigen (Tanguay de Châtel) den fünfzehnjährigen Thronfolger Karl VII. nach Vincennes in Sicherheit.

Als der Dauphin im September 1419 mit Johann ohne Furcht über eine Beendigung des Krieges verhandelte, ermordeten Männer aus seinem Gefolge den burgundischen Herzog. Dieses Attentat führte dazu, dass sich die Burgunder endgültig mit den Engländern gegen die Franzosen verbündeten.


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