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Mainzer Fastnacht

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Mainzer Fastnacht

Mainz gehört neben Köln und Düsseldorf zu den Hochburgen der rheinischen Fastnacht.
Die Wurzeln der "Määnzer Fassenacht" oder "Meenzer Fassenacht" reichen weit zurück. Die ältesten schriftlichen Belege in denen die Fastnacht als ein unorganisiertes Volksfest mit Maskerade, Essen, Trinken, Tanzen an Tag und Nacht beschrieben wird, reichen bis Ende des 15. Jahrhunderts zurück.

Um die abstoßend-vulgär empfundene Volksfastnacht in geordnete Bahnen zu lenken, organisierte der Kaufmann Nicolaus Krieger 1837 den "Krähwinkler Landsturm", einen bunten Zug von Narren. Als Vorbild diente der Kölner Karneval.

Im Vorfeld der Revolution von 1848 kam es mit dem politisch engagierte MCV-Präsident Franz Zitz sowie der Demokrat Philipp Wittmann zur Politisierung der Mainzer Fastnacht.
Die Einschränkung der Pressefreiheit wurde in Sitzungen und beim Rosenmontagszug thematisiert und es wurden die ersten Fastnachtszeitungen "Narrhalla" und die "Neue Mainzer Narrenzeitung" herausgegeben.

Bis heute ist die närrische Zeit in Mainz immer auch ein Höhepunkt der politischen Kultur. Die Tradition der Mainzer Fastnacht und des rheinischen Karnevals ist politischer Spott aller Art.
Sowohl auf der Straße beim Rosenmontagszug als auch im Saal bei den Sitzungen ist das politische Treiben Zielscheibe närrischer Kritik.

Narrenruf: Helau

Prinzenpaar

Ein Prinzenpaar gibt es in Mainz nur zu besonderen Anlässen. Seit dem Neubeginn nach dem Zweiten Weltkrieg war das in den Jahren 1955, 1959, 1962, 1963, 1966, 1969, 1974, 1988, 1995 und 2000.

Schwellköpp

Die Meenzer Schwellköpp (Mainzer geschwollene Köpfe) sind fester Bestandteil des Mainzer Rosenmontagzuges. Die Schwellköpp sind überdimensionale große Pappmachéköpfe, die satirisch überspitzt, typische Physiognomien von Mainzer Charakteren beiderlei Geschlechtes darstellen.

Farben

Die Mainzer Fastnacht besitzt eine eigene Flagge, die in Anlehnung an die französischen Besatzer deren Trikolore in gedrehter Version und zusätzlich das goldgelb der katholischen Kirchenfahne zeigt.
Zeitgleich zur rot-weiß-blau-gelben Fahne entstand auch die Fastnachtszahl Elf - ebenfalls in Anlehnung an die Franzosen, die die Initialen ihres Leitspruchs "Egalité, Liberté, Fraternité" (E.L.F.) auf ihren Mützen trugen.


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