DOC_O-shôgatsu,ganjitsu (1. Januar, Neujahr)
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o-shôgatsu,ganjitsu (1. Januar, Neujahr)

  
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o-shôgatsu,ganjitsu (1. Januar, Neujahr)

Im Jahre 1873 übernahm Japan dem Gregorianischen Kalender und der Neujahrstag wurde auf dem 1. Januar festgelegt. Er ist einer der wichtigsten traditionellen Feiertage des ganzen Jahres und zahlreiche Bräuche haben sich zum Neujahrstag entwickelt. Fast alle Firmen und Behörden machen vom 29. Dezember bis zum 3. oder 5. Januar Betriebsferien. Am 1. Januar bleiben fast alle Geschäfte geschlossen.

Geschichte zum Neujahrstag

Die Meiji-Regierung übernahm zum 1. Januar 1873 den gregorianischen Kalender. Jedoch wollte man nicht die Jahreszählung nach Christi Geburt einführen, sondern als japanische Variante die nach der Jimmu-Ära.

Brauchtum zu Neujahr Neujahrsessen

Am Neujahrstag gibt es traditionell ein Familienessen mit besonderen Speisen, die symbolische Bedeutungen haben. Diese unterscheiden sich jedoch regional sehr stark. In manchen Regionen werden zum Beispiel lange Buchweizennudeln für ein langes Leben gegessen. Ein weiteres traditionelles Neujahrsessen sind o-mochi (Reiskuchen aus gestampftem Reis) und o-zôni (eine traditionelle Neujahrs-Gemüsesuppe mit o-mochi darin). Weiterhin gehören unter anderem Thunfisch eingewickelt in süßen gekochten Seetang (Kombu, kobumaki), gelierte Fischpaste (kamaboko), pürierte Süßkartoffel mit Edelkastanie (kurikinton) und gesüßte schwarze Bohnen (kuromame).

Neujahrsglückwunschkarten

Zum Neujahrstag werden Postkarten (nengajo) an Freunde und Verwandten verschickt. Das Motiv der Karte zeigt das chinesische Tierkreiszeichen des neuen Jahres.

Kagami-Mochi (Neujahrdekoration)

Die Kagami-Mochi besteht aus zwei runden Mochi, (Reiskuchen) gekrönt von einer Daidai (Bitterorange) und anderer Dekoration. Die zwei Mochi-Scheiben sollen das Kommen und Gehen der Jahre symbolisieren. Die Daidai, was "Generationen" bedeutet, soll für das Fortleben einer Familie von Generation zu Generation stehen. Traditionell werden die Kagami-Mochi an verschiedenen Stellen im Haus aufgestellt, heute gewöhnlich im Shinto-Hausaltar, der Kamidana. Ein weiterer üblicher Platz ist die Tokonoma, eine kleine, geschmückte Nische im Hauptraum des Hauses.

Otoshidama

Ein weiterer Neujahrsbrauch ist den Kindern ein Taschengeld zu geben. Das Geld wird in kleinen, dekorierten Umschlägen ("pochibukuro") überreicht. In der Regel richtet sich die Summe nach dem Alter des Kindes, wenn mehrere Kinder da sind, bekommen meist aber alle die gleiche Summe, damit sich niemand benachteiligt fühlt.

Spiele

Zu Neujahr werden traditionell unterschiedliche bestimmte Spiele gespielt: Hanetsuki, Takoage (Drachensteigen), koma (ein Spiel mit einem Würfel-Kreisel), Sugoroku, Fukuwarai (eine Person platziert mit verbundenen Augen Teile eines Gesichts (Augen, Augenbrauen, Nase und Mund) auf einem Papiergesicht, Karuta (Kartenspiele) usw.

Besuch an einem Shinto-Schrein

Zu Neujahr gehen etwa 70 % aller Japaner zu einem Shinto-Schrein, berichten den Göttern, wie es ihnen im letzten Jahr ergangen ist, und beten um Glück und Gedeihen für das neue Jahr. Um Mitternacht, wenn in Europa die Feuerwerke beginnen, beginnt an den Shinto-Schreinen der Geldregen. Denn dann werfen die Besucher 5 Yen Münzen, da diese als besonders glücksbringend angesehen werden, in den dafür aufgestellten Kasten. An diesem Tag kann man auch viele Japaner im traditionellen Kimono auf den Straßen sehen.


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