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Irland

  
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Der traditionelle gälische Gruß anstelle des gewöhnlichen "Merry Christmas" lautet Nollaig Shona Duit, ausgesprochen etwa "nall-ig han-a dit".

Weihnachten in Irland ist ein Familienfest mit viel Lichterglanz und Leckereien. Schon Anfang Dezember werden die Straßen und Häuser mit Lichterketten und Weihnachtsmotiven geschmückt. In den Städten funkeln riesige Christbäume und auf der O'Connell Street, vor der geschichtsträchtigen Hauptpost in Dublin, steht eine große Krippe.
 
Weihnachtsschmuck
In Irland gibt es den Weihnachtsbaum erst seit den 60er Jahren. Allerdings werden schon länger mit Girlanden, Kerzen, Stechpalmen und Efeu die Häuser geschmückt. Bei vielen Häusern hängen auch kleinere Kränze an den Türen. Eine besondere Tradition ist es, eine Kerze ins Fenster zu stellen, um dem Christkind den Weg zu leuchten. Weihnachtsbaum und Krippe werden lange vor dem 24. Dezember im irischen Wohnzimmer aufgebaut, viele Familien ergänzen die drei Könige am 6. Januar für einen Tag - danach wird alles wieder abdekoriert.
 
Weihnachtskarten
Eine wichtige vorweihnachtliche Aktivität ist das Kartenschreiben: Freunde, Verwandte, Nachbarn und Bekannte bekommen Weihnachtspost, die liebevoll und für alle gut sichtbar aufgestellt wird.
 
Minced Pie
In der Vorweihnachtszeit gibt es "Minced Pies, das sind kleine mit eingelegten Früchten gefüllte Küchlein, die warm gegessen werden.
 
Adventskranz
Aus Deutschland haben die Iren die Tradition des Adventskranzes importiert. Sie weisen aber fünf Kerzen auf und stehen nur in den Kirchen. Die Kerzen sind in der Farbe und der Bedeutung unterschiedlich. An den ersten zwei Adventssonntagen werden violette Kerzen entzündet, die Besonnenheit und Buße symbolisieren. In der dritten Woche ist es eine rosa Kerze. Sie steht für die Vorfreude auf das Fest. Die Adventszeit endet mit einer vierten violetten Kerze. Die fünfte weiße Kerze, die in der Mitte des Adventskranzes steht wird an Christmas Eve entzündet.
 
Christmas Eve
Heilig Abend wird in dem streng katholischen Land Christmas Eve genannt. Da feiern viele Iren während der Mitternachtsmesse die Geburt Christi mit dem Entzünden einer weißen Kerze, die in der Mitte des Adventskranzes steht. Es ist üblich, am 24. Dezember abends in die Kirche zu gehen, aber auch Kneipen und Diskos sind geöffnet. Allerdings schließen sie um Mitternacht für den gesamten nächsten Tag. Die Mitternachtsmesse leitet in Irland die eigentlichen Weihnachtstage ein.
 
Father Christmas ("Santy")
Die Kinder hängen Heiligabend ihre Weihnachtsstrümpfe auf, damit sie in der folgenden Nacht von Father Christmas gefüllt werden. Mancherorts wirft Santy die Geschenke auch durch den Kamin in Säckchen, die dort aufgehängt worden sind. Er bekommt als Dank immer ein Minced Pie und einen Whiskey oder eine Flasche Guinnes. Am 25.12. werden morgens die Geschenke ausgepackt.
 
Christmas Day
Der 25. Dezember, ist das wichtigste Familienfest des Jahres und viel reichhaltigem Essen vorbehalten. Aus allen Teilen Irlands und der Welt reisen Familienmitglieder an, um es zu Hause zu verbringen. Die günstige Gelegenheit, die Familienangehörigen beisammen zu haben, wird häufig auch zu einem anderen Fest mitgenutzt: Es ist nicht unüblich, um Weihnachten herum zu heiraten.

Unerschrockene beginnen den Weihnachtstag mit dem traditionellen "Christmas Morning Swim" im Meer. Nach einem "Irish Breakfast" mit Speck, Spiegelei, gebratenen Tomaten, Würstchen, "black and white pudding" (Scheiben von Blutwurst und gebratenem Kartoffelbrot) geht es zu einer der vielen Messen. Den ganzen Tag über werden sie auf Englisch oder Irisch zelebriert.
 
Weihnachtsessen
Traditionelle Speisen sind Räucherlachs mit Sodabrot, Krabbencocktail, Truthahn, Schinken, Cranberrysauce und Brotsauce, Würstchen, Kartoffeln und Gemüse. Der Plumpudding, der schon Anfang Dezember hergestellt wurde, wird mit Brandy- oder Rumsauce, Brandybutter und Sahne serviert.
 
St. Stephens Day
Der 26. Dezember heißt in Irland St. Stephens Day. Er ist nach dem Märtyrer, dem heiligen Stefan benannt Diesen Tag fiebern viele der irischen Kinder entgegen, denn nun ziehen sie von Haus zu Haus und sammeln Süßigkeiten und Geld. Die Kinder nennen sich "The Wren Boys", was soviel heißt wie "Die Zaunkönig-Jungs". Dieser Name rührt aus dem traditionellen irischen Kinderreim her, den die Kinder beim fleißigen Sammeln trällern. Dazu tragen die jungen Leute und Kinder Stechpalmenzweige, die mit Bändern geschmückt sind an denen Zaunkönige hängen. Am 26. Dezember, dem St. Stephen's Day, feiern viele Iren, die über die Festtage in ihre Heimatstadt zurückgekehrt sind, mit alten Freunden in Kneipen und Diskos weiter.

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