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Die Mexikaner beginnen die Weihnachtsfeiern am 15. Dezember mit den neuntägigen Posadas.
 
Weihnachtsbaum
Der Weihnachtsbaum wird schon oft zum 1. Dezember aufgestellt und geschmückt. Die meisten Familien können sich keinen teuren importierten Tannenbaum leisten und so stellt man einen künstlichen Baum auf. Den gibt es nicht nur in Tannengrün, sondern auch in gold, silber, silber-rosa oder silber-hellblau. Nicht nur um die Bäume blinken die Lichterketten die ganze Nacht hindurch, auch in den Straßen entstehen regelrechte Lichterkunstwerke.
 
Weihnachtsstern (Flores de Noche Buena)
Das Rot des Weihnachtssterns dominiert in Mexiko um Weihnachten herum. Zu Weihnachten wird er im Blumentopf gerne an Freunde und Kollegen verschenkt. Der Weihnachtsstern ist unter vielen Namen bekannt. Er wurde von den spanischen Eroberern "Blume der Heiligen Nacht" oder "Rose der Hirten" genannt.
 
Legende um den Weihnachtsstern
Einem armen Jungen fiel auf dem Weg zur Kirche, wo er die Krippe betrachten wollte, auf, dass er gar Geschenk für das Jesuskind hatte. Daher pflückte er einige grüne Zweige ab. Das sorgte für den Spott der Umstehenden, aber als er die Zweige an die Krippe legte, erblühte aus jedem eine wunderschöne, sternförmige rote Blüte.

Bei den Azteken hieß der Weihnachtsstern Cuitla-xochil und der Sage nach wurden die obersten Blätter des Weihnachtssterns durch die Blutstropfen einer aztekischen Göttin benetzt, die an gebrochenem Herzen starb.
 
Posada
Ein Posada ist ein geselliges Zusammensein mit Freunden und Familien. Jeder in der Nachbarschaft hält in dieser Zeit mal eine Posada. Freunde, Nachbarn und Familienangehörige treffen sich vor dem Haus. Manche stehen vor der Eingangstür und stellen Maria und Joseph da. Abwechselnd wird gesungen, die Krippenszene wird nach gespielt, tanzen und tragen christliche Weihnachtslieder vor. Alle haben eine kleine Kerze in der Hand. Manchmal tragen Kinder die Figuren Maria, Joseph und den Esel in der Hand. Nach ihrem Vortrag erhalten sie Einlass ins Haus und feiern mit süßen Bunuelos und einem "Ponche de Fruta", einem Fruchtpunsch. In manchen Gegenden werden die Posadas mit Feuerwerken und der Pinata begleitet.
 
Geschichte der Posada
Das eigentliche Weihnachtsfest so wie wir es kennen und wie es die Mexikaner heute feiern, kam erst vor rund 300 Jahren mit dem Eroberer Cortez nach Mexiko. In der Zeit vor ihm und seinen Augustinermönchen wurde jeden Winter die Ankunft des Gottes Huitzilopochtli gefeiert. Dieser war der Stammesgott, Sonnengott und Kriegsgott der Azteken und sein Name bedeutete soviel wie "Kolibri des Südens". Doch als die Eroberer in das Land einfielen, passten sie die Kultur ihrem Glauben an und ersetzen Huitzilopochtli durch Maria und Josef und brachten auch die ersten Tannenbäume nach Mexiko.
 
Bunuelos
Die Bunuelos sind ähnlich wie unsere Scherben oder Mutzen ein Festtagsgebäck zu Weihnachten, die in Öl bzw. Schmals gebacken werden.
 
Ponche de Fruta
Ein Heißgetränk, das einer Bowle ähnelt mit den typischen mexikanischen Früchten zubereitet.
 
Pinata
Die Pinata ist einem kunstvoll dekorierten Tongefäß, das mit Früchten und Süßigkeiten gefüllt ist. Sie wird so aufgehängt, dass sie nur mit einem Stock zu erreichen ist. Nach der Posada versuchen die Kinder der Reihe nach jeweils mit verbundenen Augen die Piata zu Ist sie zerschlagen, regnet es Süßigkeiten und Früchte für alle.

Die Pinata war ursprünglich sternförmig mit sieben Spitzen. Jede dieser Spitzen symbolisierte eine der sieben Todsünden.
 
Pastorelas
Pastorelas sind ein Jahr für Jahr beliebteres vorweihnachtliches Spektakel mit aufwändig prächtigen Kostümen und echten Tieren. Die Aufführungen finden in Kirchen, Schulen und Theatern statt. Die kirchliche Pastorela, die in Kirchen aufgeführt wird, orientiert sich noch am stärksten an ihre religiöse Botschaft. Die volkstümliche Pastorela der Stadtteile und Nachbaschaft, die auf öffentlichen Plätzen aufgeführt wird bringt vermehrt sozial-politische und aktuelle Themen zur Sprache. Jede dieser Pastorelas ist verschieden, geprägt von der Originalität des Schriftstellers.
 
Inhalt der Pastorela
Die traditionelle Pastorela beschreibt die Wanderung der Hirten zum neugeborenen Jesuskind. Auf dem Weg treffen sie den Teufel, der sie in Versuchung bringen möchte, doch der Erzengel Michael leitet sie weiter und sie erreichen ihr Ziel.
 
Heiligabend
In der heiligen Nacht versammeln sich viele, dem christlichen Glauben verbundenen Mexikaner um 24:00 Uhr vor der Kirche. Es werden Freudenfeuer und Feuerwehrkörper abgebrannt und mit dem "Baile de la Flor", dem Blumentanz, beginnt die Mitternachtsmette. Nach der hl. Messe werden die Kirchenbänke zur Seite gerückt. Nun beginnt vor der Krippe das Geburtstagsfest für das Jesuskind. Die Kinder in Mexiko freuen sich besonders auf die "Pinatas". Das sind neun geschmückte Tongefäße, die nach der Messe an Schnüren von der Kirchendecke herabgelassen werden. Mit Musik, Liedern und einem Tanz klingt die fröhliche Geburtstagsfeier des Jesuskindes aus.

Nach der Mitternachtsmesse kommt auch das Jesuskind mit rein zur Krippe und in vielen Familien gibt es noch eine besondere Puppe, fast so groß wie ein richtiges Baby. Diese Puppe "el niño Jesus" ist erst nackt und wird dann in weißem Tuch oder Spitze eingewickelt, in den Armen gewiegt und besungen. Anschließend legt man die Puppe neben den Baum und für alle gibt es dann auch die Geschenke. Den Kindern wird Weihnachten, meist nützliches, wie Schuhe und Kleidung geschenkt.
 
Weihnachtsessen
Ausgesprochene typische Weihnachtsgerichte sind Romeritos, Bacalao (Fisch mit Oliven, Chili und anderen Gewürzen) und Pavo (Truthahn), begleitet von mexikanischen Nudeln und einem süßen Apfelsalat.
 
6. Januar (Día de los Reyes)
Am 6. Januar gibt es ein zweites Mal Geschenke für die Kinder. Denn erst an "Dia de los Reyes" bekommen die Kinder, nach spanischer Tradition, ihre eigentlichen Geschenke sprich Spielsachen geschenkt. Am Abend vor dem Fest stellen die Kinder ihre Schuhe nach draußen, damit die Eltern Geschenke hineinlegen können. Eine besondere Tradition, ähnlich wie in Spanien, ist das gemeinschaftliche Essen der Rosca de Reyes. nd einem süßen Apfelsalat.
 
Rosca de Reyes
In der Familie, unter Freunden oder Kollegen wird der Rosca de Reyes, ein riesiger mit kandierten Früchten verzierter Hefekranz aufgeteilt. Je nach Größe befindet sich in dem Hefekranz eine oder mehrere kleine weiße Plastikpuppen, die das Jesuskind symbolisieren. Wer so eine Figur in seinen Stück erwischt, muß die anderen, im Februar, am "Dia de Candelaria" eine Fiesta geben. Meist organisieren die Personen, die es erwischt gemeinsam die Fiesta, bei der es traditionell Tamales gibt.

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