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Malerei

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Malerei

Als Malerei bezeichnet man eine überwiegend von der Farbe bestimmte künstlerische Flächengestaltung im Gegensatz zur vorwiegend linearen Gestaltung bei Zeichnung oder Grafik sowie zu den dreidimensionalen Künsten Architektur und Bildhauerei.

Die durch direkten Farbauftrag charakterisierten Verfahren werden u. a. nach dem Bildträger unterschieden, wie Wand-, Tafel- oder Buchmalerei. Auf dem Gebiet des Kunsthandwerks wird nach dem Trägermaterial zwischen Porzellan-, Lack- oder Seidenmalerei unterschieden. Trotz ihrer Bindung an die Fläche zeichnet sich die Malerei durch ihre illusionistischen Fähigkeiten aus.

Die Wandmalerei trat am frühesten auf, die ihren Ursprung in Kult und Mythos hat. Bekannt sind hierbei die altsteinzeitlichen Felsbilder und die Malerei in orientalischen Hochkulturen. Auch die Technik der Freskomalerei wurde schon früh angewendet. Sie wurde nach langem Gebrauch einer Mischtechnik aus Freskomalerei und Seccomalerei von den Malern der Renaissance bevorzugt.

Seit dem 17. Jahrhundert wird die Wand- bzw. Deckenmalerei mit Kalkkaseinfarben ausgeführt. Von der antiken Tafelmalerei haben sich v. a. Mumienporträts erhalten. Die antike Tradition der Tafelmalerei setzte sich in den byzantinischen Ikonen fort. Im westlichen Abendland waren die Wand- und Buchmalerei führend. Seit dem 12. Jahrhundert kam das Tafelbild als Altarbild auf. Wie auch in der Buchmalerei vergoldete man die Hintergründe.

Im 15. Jahrhundert kam als Bildträger die in Holzrahmen gespannte Leinwand auf, als Farbträger eine Mischtechnik von Tempera- und Ölfarben. Die Entwicklung der Erfassung körperlicher und räumlicher Realität wurde durch neue Mittel (Zentralperspektive in der Renaissance, reine Ölmalerei im 17. Jahrhundert in den Niederlanden) ausgebaut. Seit dem 16. Jahrhundert kamen neben religiösen zunehmend weltliche Themen zur Darstellung. Der Verzicht auf den suggestiven Illusionismus bedeutete einen epochalen Einschnitt in der abstrakten Malerei des frühen 20. Jahrhunderts, autonome Gestaltungsmittel waren nunmehr Farbe, Linie und Fläche.

Neben erneuter Aufnahme abbildender Tendenzen entwickelte sich seit Ende der 1960er-Jahre ein Pluralismus der Stile und Techniken. Durch Einbeziehung fremder Materialien, Verwendung neuer Malfarben sowie Experimentieren mit Mischformen und Übergängen zu anderen Kunstgattungen erhielt die Malerei neue Akzente. Die Grenzen zu anderen Kunstformen verwischen teilweise auch durch den Einsatz der Neuen Medien.

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