Achenbach, Andreas
Personendaten:
| Name: | Achenbach, Andreas |
| Geboren: | 29.09.1815 in Kassel |
| Gestorben: | 01.04.1910 |
| Stilrichtung: | Romantik und Landschaftsmalerei |
Werdegang:
Im Jahre 1815 wurde Andreas Achenbach als Sohn des Bier- und Essigbrauers Herman Achenbach, welcher später auch als Buchhalter arbeitete, und dessen Frau Christine in Kassel geboren. Sowohl er als auch sein Bruder Oswald wandten sich der Malerei zu. Während sein Bruder sich hauptsächlich auf die Darstellung italienischer Landschaften spezialisierte, war Andreas Achenbach eher der Landschaftsmalerei zugetan.
Im Jahre 1827 begann Andreas Achenbach seine Kunstausbildung an der Kunstadademie in Düsseldorf. Sein Lehrer war Wilhelm von Schadow, welcher auch Ausstellungen des "Kunstvereins für die Rheinlande und Westphalen" organisierte. Auf einer dieser Ausstellungen konnte der erst 14jährige Andreas bereits eines seiner Bilder verkaufen, weitere Verkäufe seiner Gemälde folgten.
In den Jahren 1832/33 reiste mit seinem Vater u.a. nach Riga, Amsterdam, Rotterdam und Scheveningen. Jetzt wurde ihm die Gelegenheit geboten, intensiv die flämische und holländische Landschaftsmalerei zu studieren. Hauptsächlich die Gemälde von Jacob Izaaksoon van Ruisdael und Allart van Averdingen fanden sein Interesse. Künftig fand man in seinen Werken vor allem Seestücke, welche seine Auseinandersetzung mit der Küste und dem Meer widerspiegelten.
Auch zählte Johann Wilhelm Schirmer zu seinen nachfolgenden Lehrern, jedoch gab Louis Gurlitt später dem Schaffen des jungen Andreas Achenbach die entscheidende Wende. Diesen lernte er nach einem weiteren Umzug nach München im Jahre 1835 kennen, was die Gründung des Realismus durch Andreas Achenbach zur Folge hatte. Obwohl er der Kunstakademie Düsseldorf wegen Meinungsverschiedenheiten den Rücken kehrte, wurde er dort im Jahre 1885 zum Ehrenbürger ernannt.
Seine zahlreichen Reisen nutzte Andreas Achenbach stets dazu, die Natur zu studieren, so auch seine Reise im Jahre 1835, welche ihn nach Schweden, Norwegen (wohin er 1839 erneut zurückkehrte) und Dänemark führte. Auch die Bayerischen Alpen und Tirol (1836) sowie Italien (Capri und die Campagna), wo er sich von 1843 bis 1845 aufhielt, waren Ziele seiner Reisen. Nach seiner Rückkehr nach Düsseldorf im Jahre 1846 schloss er sich etlichen Vereinen an, welche zum künstlerischen Leben der Stadt gehörten.
Andreas Achenbach war Zeit seines Lebens ein bedeutender Reformer und Meister der Technik. Zu den wenigen Schülern, welche er ausbildete, gehörten sein 12 Jahre jüngerer Bruder Oswald sowie Albert Flamm. Am 01.04.1910 verstarb Andreas Achenbach in Düsseldorf.
Bekannte Werke:
| Jahr | Gemälde |
| 1831 | "Die alte Akademie in Düsseldorf" |
| 1834 | "Vater Hermann Achenbach" |
| 1836 | "Seesturm" |
| 1838 | "Norwegische Landschaft" |
| 1839 | "Landschaft mit der Kirche von Schwarzrheindorf" |
| 1852 | "Am Meeresstrand" |
| 1865 | "Niederländische Landschaft" |
| 1866 | "Im Hafen von Ostende" |
| 1869 | "Westfälische Wassermühle" |
| 1887 | "Leuchtturm bei Ostende" |
LEXO-Tags
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