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Einzelzellengewitter

  
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Einzelzellengewitter

Einzelzellengewitter sind die kleinsten vorkommenden Gewitter. Die Lebensdauer entspricht etwa 20-60min.
Wärmegewitter sind häufig Einzelzellen.

Bei den Einzelzellengewittern steht eine einzelne Gewitterzelle im Mittelpunkt.
Sie entstehen wenn der Wind mit der Höhe nur geringfügig zunimmt.
Einzelzellengewitter haben meist nur schwache Gewitter zur Folge.

Das Einzelzellengewitter durchläuft diese Stadien:

  • Wachstumsstadium:
    In diesem Zustand wird ein Auwind durch die Freisetzung der Labilitätsenergie erzeugt,
    wobei als erstes ein Cumulus congestus entsteht. Falls die Wolke in den oberen Abschnitten verreist
    entsteht die eigentliche Gewitterwolke (Cumulonimbus). Aus der Wolke fällt kein Niederschlag, weil
    noch keine Abwinde vorhanden sind, wobei aber in seltenen Fällen schwache Tornados auftreten können.
  • Reifestadium:
    in diesem Zustand finden sich sowohl Aufwinde als auch Abwinde vor. Aufgrund fallenden
    Niederschlags entsteht Abwind der die Kalte Luft aus oberen Schichten nach unten leitet. Durch die
    schwache Windscherung kann sich der Auf- und Abwind nicht voneinander lösen und der Niederschlag fällt
    auch in den Aufwind zurück, womit er diesen abschwächt. Es setzen Niederschläge wie Regen, Graupel oder
    leichten Hagel am Boden ein. Zu Beginn könneen auch leichte Tornados auftreten. Oft ist der Niederschlag
    am Anfang der Reifephase am intensivsten. Während dieser Phase treten die meisten Blitze auf.
  • Zerfalls- oder Auflösungsstadium:
    In diesem Zustand findet nur noch ein Abwind statt, wobei die Zelle sich ausregnet. Die Cululonimbuswolke
    löst sich auf, jedoch kann der verreiste Wolkenschirm noch über eine lange Zeit weiter bestehen.
Impulsgewitter:
Das Impulsgewitter stellt eine Sonderform des Einzelzellengewitters dar und tritt auf wenn verhältnismäßig
viel Labilitätsenergie vorhanden ist, aber jedoch eine sehr geringe Windscherung dominiert.
Das Impulsgewitter hat die Eigenschaft, dass es kräftiger als eine normale Einzelzelle. Dabei kann es
schwache Tornados, Hagel und Downbursts (starke Fallböen, die am Boden Orkanwinde verursachen können)
auslösen. Abgesonderte Einzelzellen sind selten, da mehrere Gewitterzellen meist nebeneinander auftreten.

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