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Lawinenschutz

  
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Lawinenschutz

Seit Jahrhunderten stellen Lawinen für Siedlungen und auch für den Menschen der sich
in der Natur befindet eine Gefahr dar. Allein in der Schweiz starben im Winter 1999
98 Menschen durch Lawinen und mehr als 1.500 Häuser wurden zerstört. Deswegen wird
versucht mit Konstruktionen aus Stahl, Beton und Holz die Lawinengefahr einzudämmen.

Lawinenprävention und Lawinenwarnungen

Um den Lawinenschutz für die Menschen zu gewährleisten werden in den Alpenländer,
Kanada, den USA und Japan ein großer Aufwand betrieben.
In verschneiten, alpinen Regionen sollte man sehr vorsichtig sein und die präparierten
Skipisten nicht ohne Ortskennung verlassen. Man sollte auf Warnschilder achten gefährdete
Hänge nicht betreten. Leider sind Regionen mit Lawinengefahr gerade bei Sportlern beliebt,
weshalb der Mensch abwägen muss welches Risiko er evtl. eingeht. Die Schneedecke bildet
keine zusammenhängende, gefügige Masse und ist daher schwer einschätzbar, weswegen man
die Gefahr nicht eindeutig prognostizieren kann. Training zur Fitnesssteigerung, Erfahrung
im Gelände und eine gute Sicherheitsausrüstung stellen eine wichtige Grundlage zur
Minimierung des Risikos dar. Natürlich dient auch das Einhalten von Sicherheitsabsständen,
eine gute Spuranlage und eine vorausschauende Fahrweise in einem Hang einer besseren
Sicherheit.

Folgende Maßnahmen zum Lawinenschutz können von den lokalen
Behörden eingeleitet werden:

Passive Maßnahmen zum Lawinenschutz:

Sie dienen zum großen Teil der Verhütung von Lawinen, weshalb gefährdete Regionen
Baugenehmigungen entzogen werden können. Zusätzlich können Evakuierungen angeordnet
werden oder es werden Betonwände zur Lawinenverbauung aufgestellt, die Straßen Brücken
o.ä. schützen.

Aktive Maßnahmen zum Lawinenschutz:

Dienen um Lawinen vorzubeugen, wobei Wälder hierbei den besten Schutz bieten. Außerdem
werden in Skigebieten Netze, Gitter oder stabile Barrieren aus Holz, Beton oder Stahl gebaut,
wodurch die Schneedecke entweder abgeteilt wird oder Schneehäufungen an kritischen Stellen
vermieden werden. Zusätzlich dienen Lawinensprengungen, wobei Sprengstoll an kritische
Stellen befördert wird um kleinere Lawinen auszulösen. Somit wird die dichte Schneedecke
entlastet und man beugt unkontrollieren Lawinen vor.
Die Schutzvorkehrungen können von der Dienststelle mit der Sperrung einzelner Gebiete oder
Sprengungen durch Lawinen-Sicherheitstrupps in Erwägung gezogen werden.

Verhalten bei Lawinenabgang

Man sollte bei einer Gefahr durch eine Lawine auf diese Arten reagieren:

Falls man sich am Rand eines Lawinenhangs befindet, kann man durch schnelles fahren
weg von der Lawine, das Verschüttungsrisiko zu vermindern.
Nach Aussagen von Verschütteten sind Schwimmbewegungen in den Schneemassen sinnlos, ebenso
wie "Reiten" mit Skiern auf der Lawine. Besser ist es mitgeführte Rettungsmittel zu
verwenden, wie z.B. ein Lawinen-Aribag der durch Ziehen am Auslösegriff aktiviert wird und
Luftkissen am Rucksack aufbläst. Dieser kann eine tiefe Verschüttung vermeiden. Eine weitere
Möglichkeit ist dass man eine Art Schnorchel in den Mund nimmt und dadurch auch unter dem
Schnee atmen kann, wobei die Atemluft am Rücken abgeleitet wird.
Wenn es möglich ist sollte sich der Sportler von Fangriemen am Ski lösen und die Stöcke
wegwerfen. Falls sich weitere Personen in der nahen Umgebung befinden sollte sofort ein
Notruf abgesetzt werden. Zusätzlich kann man helfen, indem man den möglichst genauen Ort
der Verschüttung beobachtet, was später den Hauptsuchbereich stark eingrenzen kann.

Lawinenrettung

Nach dem Lawinenstillstand sollte man sofort die Lawinenoberfläche nach Kleidungsstücken oder
Ausrüstung absuchen. Dadurchwurde schon so mancher Teilverschütteter erfolgreich geborben.
Mit LVS-Geräten und Lawinensonden oder Lawinensuchhunde kann der genaue Standort genau
erfasst werden. Danach beginnen die Erste-Hilfe-Maßnahmen, wobei der Patient bei Unterkühlung
vorsichtig geborgen werden muss, da ansonsten unterkühltes, sauerstoffarmes Blut in die inneren
Organe fließt, was den Tod zur Folge haben kann.


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