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Vedische Zeit

Max Müller stellte die Theorie auf, dass am Ende der Induskultur (ca. 2000 v. Chr.) arische Stämme nach Nordindien einwanderten, welche den weiteren kulturellen Verlauf stark prägten. Es wird von manchen indischen Historikern aber auch die Ansicht vertreten, dass die Arier, welche zu dieser Zeit die Oberherrschaft erlangen konnten, ein schon ansässiger Stamm gewesen seien.

Neben einigen astronomischen Texten zählen der Rigveda, der Samaveda, der Yajurveda sowie der Altharveda zu den ältesten erhaltenen Schriften, welche wie folgt zu unterscheiden sind:

Rigveda: Der älteste aller Veden enthält Hymnen um die Götter anzurufen und zu ehren. Die drei anderen Veden orientieren sich inhaltlich an dem Rigveda.

Samaveda: Die Opfer im Hinduismus werden stets musikalisch begleitet. Aus diesen Gesängen besteht der Samaveda.

Yajurveda: Bei den Opferriten werden Prosaverse rezitiert, welche im Yajurveda enthalten sind.

Altharveda: Im Altharveda sind Mantras (kurze formelhafte Wortfolge die oft wiederholt wird und im Gebet oder während der Meditation eingesetzt wird) und Beschwörungen gegen Krankheiten und Feinde enthalten. Auch Gebete zur Vergebung der Fehler bei Opfern können im Altharveda eingesehen werden.

Bei den ältesten indischen Texten kann ein Datum nicht mit Sicherheit bestimmt werden. Wie in den Texten nachzulesen ist, war das frühe religiöse Leben geprägt von Hymnen an die Götter, Tier- und Pflanzenopfern sowie von rituellen Waschungen.

Zunehmend wird in den hinduistischen Schriften eine vegetarische Ernährung gefordert, sicherlich auch als Reaktion auf die gestiegene Bedeutung von Gewaltlosigkeit. Die vegetarische Lebensweise wird als ethisch höher angesehen, kann jedoch von den Hindus freiwillig gewählt werden. Hindus lehnen den Genuss von Rindfleisch jedoch meist prinzipiell ab, da die Kuh als göttliches Wesen gilt.

Tempel oder Götterbilder waren in der frühen vedischen Religion nicht bekannt. Den Göttern, welche man durch Feueropfer anbetete, wurden u.a. Milch, Brot, der heilige Saft genannt Soma oder auch Ghi (Butterschmalz) als Opfer dargeboten. Fleisch wurde nur in manchen Fällen geopfert.

Altindische Religionen und die Religion der Arier, welche wie angenommen wird aus dem Norden eingewandert sind, verbinden sich Hinduismus. Es wird vermutet, dass ein großer Teil der Urbevölkerung Indiens mit der Zeit immer weiter in den Süden verdrängt wurde. Deren Geschichte liegt jedoch weitgehend im Dunkeln. Es wird vermutet, dass Elemente wie heilige Tiere, der Lingamkult oder die Verehrung von Göttinen, Elemente aus dieser Kultur sind. Auf ca. 1200 c. Chr. (Datum unsicher) geht das Rigveda der Arier zurück. Beschrieben werden die Götter hier zum Teil als personifizierte Naturkräfte. In den Texten stehen Fragen nach dem Wesen des Göttlichen im Vordergrund. Auch erzählen diese von Kämpfen, Gold und Rindern. Zitat aus Rigveda 1,164,46: "Dem, das Eine Wahrheit ist, geben die Weisen viele Namen, sie nennen Es Agni, Yama, Matarishvan".


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