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Biathlon

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Biathlon

Die Ursprünge des Biathlonsports liegen in Skandinavien. Dort wurden die Skier schon in der Wikingerzeit im Winter sowohl auf die Jagd als auch zur Verteidigung zum besseren Fortbewegen genutzt. Bis ins späte 19. Jahrhundert bei ersten organisierten Wettkämpfen diente die Kombination aus Langlauf und Schießen jedoch ausschließlich der Jagd und militärischen Zwecken.

Erst 1960 nach der Entwicklung hin zum rein sportlichen Biathlon wurde der Biathlonsport für Männer erstmals olympische Disziplin. Bei den Olympischen Winterspielen 1992 in Albertville feierten dann auch die Biathlon-Frauen ihre olympische Premiere.

Biathlon ist eine Kombinationssportart aus den Disziplinen Skilanglauf und Schießen mit Kleinkalibergewehr. Die Biathletinnen und Biathleten laufen eine je nach Disziplin auf einer bestimmten Strecke mehrere Runden. Dazwischen folgen Schießeinlagen, die sowohl liegend als auch stehend absolvieren werden muss. Fehlschüsse werden mit Strafrunden bzw. Strafzeit geahndet.

Biathlon gibt es sowohl als Einzelsport als auch als Mannschaftsport. Im Einzelsport gibt es die Disziplinen Einzelwettkampf, Sprint, Verfolgung und Massenstart.

Beim Einzelwettkampf starten die Biathleten einzeln im Abstand von 30 Sekunden nacheinander. Insgesamt sind bei den Männern 20 km, (Frauen 15 km) in fünf Runden zu laufen, nach jeder der ersten vier Runden folgt eine Schießeinlage. Diese muss in abwechselnder Reihenfolge (liegend-stehend-liegend-stehend) bewältigt werden. Jeder Schießfehler wird im Gegensatz zu allen anderen Wettkämpfen nicht mit einer Strafrunde, sondern mit einer Strafzeit von einer Minute geahndet.

Der Sprint umfasst bei Männern 10 km (Frauen 7,5 km) in drei Runden und zwei Schießeinlagen. Auch hier starten die Biathleten in einem 30-Sekunden-Intervall einzeln hintereinander. Nach den ersten beiden Runden wird je einmal liegend und einmal stehend geschossen. Jeder Fehler wird mit einer Strafrunde geahndet, für die etwa 25 Sekunden benötigt werden. Das Sprintergebnis ist bei heute ausgetragenen Veranstaltungen oft doppelt wichtig, da durch das erzielte Ergebnis die Startabstände des Verfolgungsrennens bestimmt werden.

Verfolgung

Im Verfolgungsrennen ergibt sich die Startreihenfolge aus dem Ergebnis des vorangegangenen Sprints. Die Männer laufen 12,5 km (Frauen 10 km) in fünf Runden und je zwei Schießprüfungen zuerst Liegend- und dann die beiden Stehendschießen absolviert werden. Bei einem Fehlschuss muss sofort eine Strafrunde gelaufen werden. Beim Verfolgungsrennen messen sie die Athleten direkt. Der erste Sportler im Ziel ist damit Sieger des Wettkampfes.

Massenstart

Beim Massenstart starten in drei Reihen je zehn Läufern gleichzeitig. Insgesamt sind bei den Männern 15 km, (Frauen 12 km) in fünf Runden. Nach jeder der ersten vier Runden folgt eine Schießeinlage, je zwei Schießprüfungen zuerst Liegend- und dann die beiden Stehendschießen absolviert werden. Im Mannschaftswettkampf gibt es den Staffelwettbewerb.

Staffel

Beim Staffelwettbewerb laufen vier Athleten einer Nation und eines Geschlechts, die nacheinander eine 7,5 km lange Strecke (Frauen 6 km) in drei Runden zu absolvieren haben. Die Startläufer starten gemeinsam mittels Massenstart. Hat ein Läufer seine Strecke absolviert, übergibt er in einer 30 m langen Wechselzone an den nächsten Läufer seines Teams. Dabei muss ein beliebiger Körperkontakt der beiden Läufer stattfinden, Berührungen durch Skistöcke oder andere Gegenstände zählen nicht.

Der Staffelwettbewerb besteht pro Athlet aus je einem Liegend- und einem Stehendschießen. Im Gegensatz zu den anderen Wettbewerben stehen den Athleten hier maximal drei Nachladepatronen zur Verfügung. Die Ergebnisse der vier Athleten werden zusammen gewertet.


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