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Boxen

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Boxen

Boxen wurde als kultische Handlung zu Ehren der Götter im Altertum vor allem im Vorderen Orient, in Asien und Afrika ausgeübt. Es entwickelte sich im Mittelmeerraum als nach Regeln geordneter Sport, wobei man bis zur Kampfunfähigkeit des Gegners mit bloßen oder mit bandagierten Fäusten kämpfte. Der moderne Boxsport entstand im 18. Jahrhundert in England.

Beim Boxen handelt es sich um einen Kampfsport, bei dem sich 2 Personen in der selben Gewichtsklasse nur mit den Fäusten unter festgelegten Regeln bekämpfen. Geboxt wird mit ledergepolsterten Handschuhen, gestattet sind Schläge auf alle Teile des vorderen Körpers oberhalb der Gürtellinie (einschließlich des Kopfes).

Ein Boxkampf wird im Boxring ausgetragen, dieser ist quadratisch und hat eine Kantenlänge zwischen 488 bis 732 cm, der Kampfbereich wird von 3 oder 4 Seilen umspannt. Ein Boxkampf wird von einem Ringrichter geleitet und von Punktrichtern bewertet. Bei Amateuren geht ein Boxkampf über 4 Runden von je 2 Minuten Dauer, dazwischen ist je eine Minute Pause. Im Profiboxen kann die Zahl der Runden (zu je 3 Minuten) frei festgelegt werden, bewegt sich aber üblicherweise zwischen 4 und 12 Runden. 3 Kampfrichter bewerten unabhängig voneinander nach jeder einzelnen Runde, welcher Boxer in der Runde stärker gekämpft hat. Es ist auch möglich, dass nur der Ringrichter den Kampf bewertet. Geht der Kampf über die volle Rundenzahl, wird durch Zusammenzählen der Rundenwertungen und der Hilfspunkte der Sieger ermittelt. Punktabzüge sind in Folge von Niederschlägen und Verwarnungen möglich.

Weltdachverband der Amateurboxer ist die Association Internationale de Boxe Amateur europäischer Dachverband ist die European Amateur Boxing Association. Beim Profiboxen gibt es keine zentrale Organisation. Stattdessen gibt es viele Verbände, die etwas missverständlich "Weltboxverbände" genannt werden, die allerdings eher gewinnorientiert sind.

In das moderne olympische Programm wurde Boxen erstmals 1904 in St. Louis aufgenommen, 1908 traten nur 42 Boxer aus 4 Ländern an. 1912 gab es kein olympisches Boxturnier, weil Boxen damals in Schweden verboten war. Von 1920 bis 1948 wurde dann in 8 Gewichtsklassen, von 1952 bis 1964 in 10 Gewichtsklassen und von 1968 bis 1984 in 11 Gewichtsklassen gekämpft. Seit 1936 wird der technisch beste Boxer der Olympischen Spiele mit dem Val-Barker-Pokal ausgezeichnet.


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