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Freestyle-Skiing

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Freestyle-Skiing

Der Norweger Mathias Zdarsky, ein exzellenter Turner gilt als der Vater des Skikunstlauf, der historischen Bezeichnung des heutigen Freestyles. Schon im Winter 1903 verblüffte er auf den Hängen von Lilienfeld seine Freunde mit Walzerdrehungen, Stocküberschlägen und freien Salti auf Skiern. Innerhalb weniger Jahre entwickelte sich aus der Spielerei mit den Skiern ein anerkannter und bedeutender Zweig des weißen Sports. Allerdings nicht lange dann wurde er vom alpinen Rennlauf verdrängte. Als Schöpfer des modernen Freestyle-Skiing gilt heute aber der norwegische Olympiasieger und Weltmeister im alpinen Riesenslalom von 1952, Stein Eriksen. Seit 1980 gibt es einen Weltcup im Freestyle-Skiing, der vom Internationalen Skiverband FIS reglementiert und veranstaltet. Weltmeisterschaften im Freestyle-Skiing finden seit 1986 statt. Teile des Freestyle-Skiing sind zudem seit 1992 olympisch.

Freestyle-Skiing ist die moderne Bezeichnung für Skiakrobatik, Trickskilaufen oder Skikunstlauf. Das Freestyle-Skiing umfasst drei Geschicklichkeitsdisziplinen des alpinen Skisports. Die Skisportler messen sich in den Disziplinen Buckelpiste, Figuren springen auf einer Sprungschanze und Halfpipe. Freestyle-Skiing wird von Frauen und Männern ausgeübt.

Die Disziplinen des Freestyle-Skiing unterteilen sich in Disziplinen, bei denen eine Jury die Leistung der Sportler mit Punkten bewertet, und Disziplinen, bei denen der Sieger eines direkten Vergleichs im Kopf-an-Kopf-Rennen gewinnt. In den Punkt-Disziplinen gewinnt der Sportler mit der höchsten Gesamtpunktzahl. Alle Disziplinien werden auf Alpinskiern ausgeführt.

Die Punkt-Disziplinen sind Springen, Buckelpiste und Half Pipe

Springen (engl. Aerials)
Auf einer Sprungschanze mit fast senkrecht nach oben weisender Absprungfläche werden nacheinander zwei aus Saltos, Drehungen und Grätschen kombinierte Kunstsprünge gezeigt. Jeder Sprung hat dabei einen festgelegten Schwierigkeitsgrad. Die Punktzahl für einen Sprung ergibt sich durch die Multiplikation der Punkte für die Schwierigkeit mit den Punkten für die Ausführung. Die Punkte für beide Sprünge werden addiert.

Buckelpiste (engl. Moguls)
Die Sportler durchfahren eine künstlich angelegte Buckelpiste. Dabei sind zwei Sprünge vorgeschrieben, seit 2003 sind auch Salti erlaubt. Punkte gibt es für die Fahrgeschwindigkeit (25%), die gefahrene Technik (50%) und für die Ausführung der Sprünge (25%).

Half Pipe (dt. Schneerinne)
In einer Halfpipe zeigen die Sportler Sprünge, Tricks und Manöver. Punkte gibt es für die Schwierigkeit und die Ausführung aller Aktionen. Alle Punkte einer Fahrt werden addiert.

Die Disziplinen mit einem direkten Vergleich sind Parallel-Buckelpiste und Ski Cross:

Synchron-Buckelpiste (engl. Dual Moguls)
Im direkten Kopf-an-Kopf-Rennen durchfahren zwei Sportler die Buckelpiste. Die Qualifikation erfolgt als Einzelrennen, das Finale der besten 16 wird dann im Dual-Format ausgetragen. Platz 16 gegen 1, 15 gegen 2, 14 gegen 3 ... Rennen mit Dual-Finale zählen mittlerweile zum Einzel-Weltcup.

Ski Cross
Ski Cross besitzt Ähnlichkeiten mit den Dual Moguls. Jeweils vier bis sechs Sportler treten auf einem Kurs gegeneinander an. Der Kurs enthält Steilkurven, Sprünge, Wellen und weitere Elemente, die die Geschicklichkeit der Fahrer herausfordern. Derjenige/diejenige, der/die die Ziellinie als Erste/r überfährt, gewinnt. Die beiden Erstplazierten steigen in die nächste Runde (Heats) auf. In einem kleinen Finale (die Plätze von 5 bis 8) und einem großen Finale (die Plätze von 1 bis 4) werden die entscheidenden Plätze ermittelt. Die Ausrüstung ist ähnlich der, die man beim gewöhnlichen Slalom verwendet. 2010 wird diese Disziplin in Vancouver erstmals bei Olympischen Winterspielen ausgetragen.


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