DOC_IDE-Schnittstelle
Lexolino auf Facebook
Lexolino » Technik » Elektrotechnik » Elektrotechnik-Glossar » I Technik Elektrotechnik Elektrotechnik-glossar H Technik Elektrotechnik Elektrotechnik-glossar J »

IDE-Schnittstelle

  
Lexolino

IDE-Schnittstelle

IDE ist eine physikalische Schnittstelle an Computer-Mainboards zum Anschluss von Festplatten und Datenlaufwerken. IDE steht für Integrated Device Electronics. Man bringt IDE oft mit ATAPI in Verbindung, weil dies ein Software-Protokoll zum Datentransfer zwischen Festplatten, Datenlaufwerken und Computern ist. ATAPI bzw. die Kurzform ATA steht für Advanced Technology Attachment with Packet Interface. Die ersten Personal Computer wurden noch ohne festintegrierte IDE-Schnittstelle ausgeliefert, man konnte diese aber über die internen Steckkartenbusse nachrüsten. Pro physikalischer IDE-Schnittstelle können 2 Geräte angeschlossen werden (2 Kanal), pro Enhanced-Integrated Device Electronics-Schnittstelle (E-IDE) sogar 4. Während dann eine Zeit folgte in der Mainboards fast immer mit 2 IDE-Schnittstellen auf dem Mainboard ausgeliefert wurden, ist es aktuell so, dass die IDE-Schnittstelle durch die modernere und schnelle S-Ata-Schnittstelle abgelöst wird, moderne PCs verfügen oft nur über keine bis eine IDE-Schnittstelle. Der festgelegte ATA-Standart wurde einige Male erneuert, es gibt insgesamt 7 verschiedene ATAPI-Standards. Für Notebooks gibt es auch Sonderformen dieser Schnittstelle, die im Datenkabelanschluss auch die Stromversorgung und bei optischen Laufwerken auch Audioübertragsmöglichkeiten besitzen. IDE-Geräte funktionieren nach einer Master-Slave Anordnung und sind hierarchisch ageordnet, was auch Auswirkungen auf Geschwindigkeiten haben kann. Es gibt 40 und 80 polige Anschlusskabel, bei 80 poligen Kabeln ist der jeder 2. Pin mit Masse verbunden, durch diese Abschirmung sind höhere Übertragungsraten möglich. Die Firma Western Digital hat zu Beginn der 1980er Jahre von der Firma Compaq den Auftrag bekommen, einen Nachfolger der ST506 Schnittstelle zu entwickeln, bei dem ein größerer Teil der Controller Elektronik auf dem Peripheriegerät untergebracht ist. 1986 nannte Western Digital dann auch diese Erfindung Integrated Device Electronics. Durch Hilfe anderer Firmen, die sich auch dieser Entwicklung annahmen, konnte sich dieser Standart durchsetzen. Die stellenweise größte Konkurrenz-Schnittstelle von IDE hieß SCSI, ein teureres aber auch schnelleres und ausfallsicheres System, welches in Servern eingesetzt wurde und auch immer noch eingesetzt wird. SCSI gehört in seinen aktuellen Standards immer noch zu den aller schnellsten PC-Schnittstellen und es ist auch nicht abzusehen, dass S-Ata diese Schnittstelle komplett verdrängen wird.


Edit




 
Inhalt ist verfügbar unter der GNU Free Documentation License 1.2
13620 Dokumente zu 1525 Themen 73677/140426. Letzte Aktualisierung: 2017-11-22 22:36:22
Download  Über Lexolino  Impressum  Datenschutz powered by NCPL V.0.95

Share