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Mikrofon

  
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Mikrofon

Das Mikrofon funktioniert gegenüber dem Lautsprecher genau umgekehrt: Anstatt elektrische Signale in Schall umzuwandeln, konvertiert ein Mikrofon Luftschall in elektrische Signale. Der größte Unterschied zwischen Mikrofonen und Tonabnehmern ist, dass letztere nur Festkörperschwingungen umsetzen können. Wie auch die Entwicklung des Lautsprechers, ist die Erfindung des Mikrofons ein Nebenprodukt der Forschung nach dem Fernsprecher. Die Entwicklung und die Anmeldung es Patentes fand zwischen 1860 und 1876 statt. Ende des 19. Jahrhunderts bekam die Erkenntnis, dass Kohle die Schwingung einer Membran sehr simpel in elektrische Impulse umsetzen kann, eine wichtige Verwendung, denn so wurde das erste Kohlemikrofon umgesetzt. David Edward Hughes stellte 1878 die Technologie in der königlichen Akademie in London vor. In der Weiterentwicklung wurde die Kohlestäbchen im Mikrofon durch Kohlekörner ersetzt, was sich bis 1940 als professionellste Studiolösung durchsetzte. Schon 1923 wurde das Kohlemikrofon aber von Georg-Neumann, dem Gründer der sehr etablierten Firma Georg Neumann & Co KG in Berlin (die mittlerweile zu der Firma Sennheiser gehört) eigentlich durch das Kondensatormikrofon überholt, welches bis heute die gängigste Lösung in der Tonstudiotechnik ist, wenn auch in leicht abgewandelter Form, dem Elektret-Mikrofon, Gerhard M. Sessler und Dietmar Hohm erfanden außerdem in den 1980er-Jahren an der TH Darmstadt das Silizium-Mikrofon, welches sich bis heute aber nur in speziellen Anwendungsgebieten behaupten konnte. Dynamische Mikrofone arbeiten nach dem Prinzip der elektromagnetischen Induktion. Weiterhin gibt es auch noch Tauchspulenmikrofone, Piezo- oder Kristallmikrofone, Druckmikrofone, Grenzflächenmikrofone, Hohlspiegelmikrofone, Richtrohrmikrofone und Bändchenmikrofone die alle in speziellen Anforderungsbereichen eingesetzt werden. Mikrofone zeichnen sich zusätzlich durch verschiedene Richtcharakteristiken aus, es gibt Kugel (Omnidirectional), Acht (Bidirectional), Keule (Directional), Breite Niere (Subcardioid), Niere (Cardioid), Superniere (Supercardioid), Hyperniere (Hypercardioid). Mikrofone haben heutzutage sehr universelle Anwendungsgebiete, von der Studiotechnik, über Bühnentechnik, Telefone- und Handys, Headsets usw. diese Erfindung ist aus der modernen Technik nicht mehr wegzudenken.


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