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Chausie Katzen

  
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Chausie Katzen

Chausies sind eine Kreuzung aus Hybriden von weiblichen Hauskatzen und männlichen Rohr- oder Dschungelkatzen (Felis chaus). Die Geschichte ihrer Ahnen lässt sich bis ins alte Ägypten zurückverfolgen, dort lebten sie in Flußsenken und machten Jagd auf Kleintiere. Die Tiere waren den Pharaos treue Begleiter, häufig sogar bis ins Grab. Sie wurden verehrt und ihre stolze, schlanke Gestalt in zahlreichen ägyptischen Statuen, zu Ehren der Göttin Bastet, verewigt.

Herkunft

Mitte der 1960iger Jahre begann man in den USA mit dem Versuch, Rassekatzen mit dem Aussehen und der Intelligenz dieser edlen Wildkatzen zu züchten und mit dem Temperament einer zahmen Hauskatze zu kombinieren. Ein Beweggrund dafür war sicher auch, dass die Rohrkatzen eng verwandt mit Felis sylvestris, den unmittelbaren Vorfahren der modernen Hauskatzen sind. Das Experiment gelang und Chausie Katzen sind seit 1995 offiziell vom TICA in den USA anerkannt. Es gibt jedoch auch verschiedene Vereine, welche die Rasse nicht anerkennen. Seit dem Jahr 2001 dürfen Chausies der F3 Generation auf Ausstellungen gezeigt werden.

Aussehen

Athletisch, stolz und würdevoll schreitet diese Schönheit daher. In perfekter Harmonie mit dem langen, schlanken Körper befindet sich der mittelgroße, keilförmige Kopf, mit seiner abgerundeten Stirn und den hohen Wangenknochen. Die Kater sind meist deutlich größer als die weiblichen Tiere. Die großen, walnussförmigen Augen setzen fast am äußeren Ohrende an. Lang und muskulös erscheinen die Beine, wobei die Hinterbeine etwas länger als die Vorderbeine sind. Im Verhältnis zur Gesamtgröße erscheinen die runden Pfoten eher klein. Das Fell ist mittelkurz, das heißt, länger als bei anderen Kurzhaarkatzenrassen. Es ist dicht, grob und wetterfest. Charakteristisch ist eine Tabbyzeichnung im Gesicht und durchbrochene Linien in der Zeichnung am Hals.

Charakter

Besitzen die Chausies äußerlich auch eine starke Ähnlichkeit mit ihren wilden Vorfahren aus der Wüste, so sind sie in ihrem Wesen äußerst liebenswert und freundlich. Im Herzen noch immer ein Jäger, sind die Katzen sehr spielfreudig, wendig und aktiv. Furchtlos erkunden sie ihr Revier und können ausgezeichnet klettern und springen. Ausreichend Beschäftigungsmöglichkeiten sollten immer vorhanden sein. Besonders Katzenkinder sollten nicht auf Spielzeuge verzichten müssen. Chausies spielen aber auch als ausgewachsene Katzen noch ausgesprochen gern. Sie entwickeln dabei sogar eine fast hundeähnliche Hingabe. Ähnlich verhält es sich mit der Beziehung zu "ihrem" Menschen. Anhänglich und wissbegierig fordern sie eine Menge Aufmerksamkeit und begleiten ihre Familie durch dick und dünn. Diese extrem intelligenten Samtpfoten sind perfekte Familienkatzen, wenn auch keine ausgesprochenen Schoßkatzen, so sind sie doch ein liebenswerter Zugewinn für jede Gemeinschaft.

Rassestandards und Züchtung

Neben dem Aussehen legen die Züchter bei der Chausie Katze auch viel Wert auf Größe und Temperament. Chausies kommen in drei Farbstellungen vor.

  • Braune Katzen besitzen ein sandgraues bis rotgoldenes Unterfell. Die Augen sind weiß umrandet und sollten goldfarbig sein, aber auch haselnussbraun bis hellgrün ist erlaubt. Der Bauch ist weiß bis sandfarben und kann gesprenkelt, getupft oder gefleckt sein. Tabbyzeichnungen kommen vor, sind aber nicht erwünscht.
  • Schwarze Katzen sind einfarbig, mit gelben oder goldfarbig bis haselnussbraunen Augen.
  • Silberfarbene Chausies dürfen eine schwache Tabby-Zeichnung aufweisen und besitzen ebenfalls gelbe oder goldfarbig bis haselnussbraune Augen.
Das Fell der Katzen sollte mindestens zweimal getickt sein. Als Ticking werden Streifen bezeichnet, welche jedes einzelne Katzenhaar umgeben. Der Körper der Katzen wirkt groß und rechteckig, mit einer vollen Brust. Den Kopf kennzeichnet ein starkes Kinn und eine volle, mittelbreite Nase.
  • Das Nasenleder bei braunen Katzen ist rosa bis ziegelrot.
  • Silberne Katzen besitzen ein schwarzes Nasenleder.
Die Ohren sollten länger als breit sein, Ohrbüschel werden bevorzugt.


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