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Studium

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Studium

Die Studienangebote gehen, auch wenn die Zahl der grundständigen Fern- und Online-Studiengänge sowie der berufsbegleitenden Teilzeitstudiengänge wächst- zumeist von einem Präsenzstudium in Vollzeit aus. So wird vorausgesetzt, dass sich der Student dem gewählten Studium voll widmet und zu jeder Tageszeit an Lehrveranstaltungen teilnehmen kann. In Teilzeitform werden hauptsächlich weiterbildende und berufsbegleitende (oder ein Hauptstudium ergänzende) Studiengänge von den Hochschulen angeboten, zum Teil ohne formellen Studienabschluss. Jedoch enthält die aktuelle Hochschulgesetzgebung (u.a. in Hessen) zunehmend Bestimmungen bzw. Empfehlungen, auch grundständige Studiengänge so anzulegen, dass sie parallel zu einer teilweisen Berufstätigkeit oder neben Betreuungsaufgaben (wie Betreuung von Kindern oder Kranken) absolviert werden können.

Auch nimmt das Angebot berufsintegrierender Studiengänge weiter zu. Wenn die Lebenssituation des Studenten Flexibilität verlangt und die Hochschule seiner Wahl noch kein grundständiges Teilzeitstudium oder den passenden berufsintegrierenden bzw. -begleitenden Studiengang anbietet, kann auch ein Fernstudium in Betracht gezogen werden. Hierbei ist die Fächerauswahl allerdings eingeschränkt. Auch multimediagestützte Studiengänge bzw. Präsenzstudiengänge ermöglichen ein gewisses Maß an Flexibilität.

Für alle, die betriebliche Praxis und Theorie miteinander verbinden möchten, bieten Fachhochschulen, vereinzelt auch Universitäten, insbesondere in Betriebswirtschaftslehre, Informatik, Wirtschaftsinformatik und in Ingenieurwissenschaften ein besonderes Studienmodell an. Dieses lautet "Lehre plus Studium in einem" was bedeutet, dass der Student neben dem Hochschulabschluss auch das Abschlusszeugnis für die jeweilige Berufsausbildung erhält. Hochschule und Betrieb bilden ein verzahntes Lernsystem, in dem die Studenten zielgerichtet und anwendungsorientiert auf die spätere Berufstätigkeit vorbereitet werden. Somit hat der Absolvent aufgrund des kombinierten Theorie- und Praxiswissens gute Chancen in der Berufswelt. Ein weiterer Vorteil ist außerdem, dass die relativ lange Gesamtausbildungszeit von 2 berufsqualifizierenden Ausbildungen durch die besondere Struktur und Organisation eines dualen Studiums verkürzt wird. Bei dieser Art des Studiums sind auch Mobilität und Flexibilität gefragt, da sich Hochschule und Betrieb möglicherweise nicht in räumlicher Nähe befinden. Zahlreiche Hochschulen - meist Fachhochschulen - bieten diesen besonderen Typ von Studiengang mittlerweile an.

Berufsintegrierendes Studium

Wer nach dem Abitur eine betriebliche Ausbildung absolviert hat und danach feststellt, dass der Wunsch nach beruflichem Aufstieg wegen eines fehlenden akademischen Abschlusses nicht erfüllt werden kann oder wenn zudem die Berufstätigkeit wegen eines Studiums nicht unterbrochen werden kann, ist evtl. ein berufsintegrierendes Studium interessant. Hierbei wird zumeist von Beginn an das Studium mit einer beruflichen Teilzeit-Tätigkeit kombiniert, die tageweise oder in längeren Blöcken ausgeübt wird. Eine weitere Möglichkeit ist die Vereinbarung einer Teilzeitbeschäftigung, wodurch sich Studium und Berufstätigkeit abwechseln. Die betriebliche Freistellung der Studenten für studienrelevante Tätigkeiten wird in einem Kooperationsvertrag (zwischen Hochschule, Studierendem und Unternehmen) vereinbart. Die Regelungen reichen von einer zeitweiligen Freistellung unter Entgeltfortzahlung über Nacharbeit im Zuge einer Gleitzeitregelung bis zu entsprechenden Arbeitszeit- und Gehaltskürzungen. Die Studiendauer beläuft sich je nach Studien- und Tätigkeitsanteilen zwischen 8 und 10 Semestern. Berufsintegrierende Studiengänge (BIS-Studiengänge) werden insbesondere in den Bereichen Betriebswirtschaft, Ingenieurwesen sowie Pflege/Gesundheit und Soziale Arbeiten angeboten. BIS-Studiengänge unterscheiden sich vom herkömmlichen Studium nur durch die Studiengestaltung, die Abschlüsse entsprechen denen in konventionellen Studiengängen.

Berufsbegleitendes Studium

Das berufsbegleitende Studium ist eine weitere Möglichkeit, Berufstätigkeit und Studium zu kombinieren. Dieses kann neben der Ausübung einer Berufstätigkeit im Selbststudium mit Begleitseminaren absolviert werden. Hier wird neben der Vereinbarkeit von Berufstätigkeit und Studium auch die Möglichkeit geboten, Familienaufgaben oder der Betreuung von Angehörigen während eines Studiums nachzukommen

Fernstudium

Einem Präsenzstudium stehen oftmals persönliche Umstände entgegen, welche eine Realisierung des Studienwunsches in seiner klassischen Form verhindern. Hier bietet ein Fernstudium eine interessante Alternative für Zielgruppen wie z. B. Berufstätige, Eltern in der Familienphase, Wehr- und Zivildienstleistende oder auch Personen im Strafvollzug. Anders als beim Präsenzstudium erhalten die Fernstudierenden das Lehr- und Lernmaterial in Form von Lernmedien wie z. B. gedruckten Studienbriefen, Online-Kursen im Internet oder sog. Lernsoftware usw. direkt nach Hause geliefert. Hierbei ist der Zugang zu einem internetfähigen PC meist die Voraussetzung, um ein Fernstudium aufnehmen zu können. Der Lernerfolg während des Semestern wird zumeist durch Selbstkontrollaufgaben und Einsendeaufgaben geprüft, zum Ende des Semestern mit einer Klausur. Der Lehrstoff kann auch in ergänzenden Präsenzveranstaltungen an den Hochschulen oder an regionalen Lern- und Studienzentren vertieft werden. Hier stehen speziell ausgebildete Fachmentoren zur Verfügung um die Studierenden zu informieren, zu beraten und in ihrem fachwissenschaftlichen Studium zu unterstützen.

Senioren-Studium

Eine besondere Form des Studiums ist das sog. Senioren-Studium, welches durch Senioren an Universitäten und Fachhochschulen absolviert werden kann. So bieten 50 deutsche Hochschulen Bildungsangebote speziell für die ältere Generation an. Hierzu gehören u.a. die Universität des dritten Lebensalters (U3L) an der Goethe Universität in Frankfurt und das Seniorenkolleg an der Martin-Luther Universität in Halle-Wittenberg.

Die meisten Senioren nutzen das Gasthörerstudium, da das "ordentliche Studium" viel Zeit beansprucht und eine entsprechende Hochschulzugangsberechtigung voraussetzt. Das Gasthörerstudium ist jedoch in den Hochschulalltag integriert und somit in das reguläre Lehrprogramm für ordentliche Studierende eingebunden. Die Generation über 60 Jahre macht fast die Hälfte der ca. 40.000 Gasthörer an deutschen Universitäten aus, womit sich der Anteil seit 1997 fast verdoppelt hat. Das Gasthörer- bzw. Seniorenstudium ist nicht auf Prüfungen oder Abschlüsse ausgerichtet, die Studierenden können ihre Fächer selbst zusammenstellen.

Für das Seniorenstudium gibt es in Deutschland kein einheitliches Modell, unter diesen Begriff fallen verschiedene, zusätzliche und auf das spezielle Interessenspektrum von Senioren ausgerichtete Bildungsangebote. Seit 2006 besteht die erste deutsche Senioren-Universität in Bad Meinberg bei Bielefeld - das Europäische Zentrum für universitäre Studien der Senioren Ostwestfalen-Lippe (EZUS) -, wo den Studierenden nach einem 2-jährigen "Studium Generale" Zertifikate ausgestellt werden.


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