Matterhorn


Das Matterhorn ist mit einer Höhe von 4.478 m einer der höchsten Berge der Alpen und steht in den Walliser Alpen zwischen Zermatt und Breuil-Cervinia. Die Ost-, Nord- und Westwand liegen in der Schweiz, die Südwand auf italienischem Staatsgebiet. Das Matterhorn ist aufgrund seiner markanten Form sowie seiner Besteigungsgeschichte einer der berühmtesten Berge weltweit. Eine Seilbahn oder ein Aufzug auf das Matterhorn ist trotz mehrfacher Anläufe dazu bis heute nicht realisiert worden.

Das Matterhorn ist für die Schweiz das Wahrzeichen schlechthin und die am meisten fotografierte Touristenattraktion. Erstmals überliefert ist der Name Matterhorn aus dem Jahr 1682, der deutsche Name leitet sich vermutlich von der Matte ab, der grasbewachsenen Talweitung unterhalb der Gornerschlucht.
 
Geologie
Der Berg gehört zur Dent-Blanche-Decke des Unter-Ostalpins, einem weit nach Westen auf die penninischen Decken der Westalpen aufgeschobenen Trümmerstücks einer ostalpinen Decke. Die Basis des Berges bis zur Hörnlihütte (bis auf den Matterhorngletscher und den Furgggrat) ist westalpin.

Der untere Teil des Horns selber gehört bis zur "Schulter" zur Arolla-Serie und der oberste Teil zur Valpelline-Serie der Dent-Blanche-Decke.
 
Besteigungen
Viel zur Berühmtheit des Matterhorns beigetragen hat vermutlich die tragische Geschichte seiner Erstbesteigung im Jahre 1865, bei der beim Abstieg vier der sieben Bergsteiger unter Führung des Engländers Edward Whymper ums Leben kamen.

Der Bergführer Ulrich Inderbinen hat das Matterhorn insgesamt 371 mal (zuletzt mit 89 Jahren) bestiegen. Heute übt der Berg nach wie vor eine riesige Faszination auf Bergsteiger aus der ganzen Welt aus. Jährlich brechen schätzungsweise 3000 Bergsteiger zum Gipfel auf, doch viele müssen wegen mangelnder Kondition abbrechen. Über 400 Bergsteiger sind am Berg bereits ums Leben gekommen, wovon 25 bis heute verschollen sind.

Der am häufigsten benutzte Aufstiegsweg ist der Hörnligrat von Zermatt aus. Weitere Aufstiegsrouten gibt es am Südwestgrat über den kirchendachartigen Pic Tyndall am Nordwestgrat und am Südostgrat. Auch durch die abweisende Nordwand verläuft eine Aufstiegsroute, die hin und wieder von Spezialisten gewählt wird. Auf 4.003 m Höhe, nordöstlich unterhalb des Gipfels, gibt es als Biwak für Notfälle die von der Hörnlihütte aus betreute Solvayhütte mit 10 Notlagern.
 
Besonderheiten
Möchte man wissen, wie die markante Form des Matterhorns zustande kam, muss man bis ins Tertiär zurückgehen, da in dieser Zeit die Alpen entstanden. Die afrikanische Kontinentalplatte schob sich auf die eurasische Platte hinauf, was von unzähligen Erdbeben begleitet war. Bei dieser Plattenkollision türmte sich das Erdmaterial zu den heutigen Alpen auf, die verschiedenen Schichten kreuzten sich teilweise mehrfach. Deshalb kann man noch heute im Gebiet von Zermatt ganz unterschiedliche Gesteinsschichten übereinander erkennen.

Somit entstanden die Alpen als neues Gebirge wobei bemerkenswert ist, dass der gesamte Gebirgszug vom Matterhorn bis zum Weisshorn noch heute auf der afrikanischen Kontinentalplatte liegt. Die Bergkette vom Dom bis zum Breithorn hingegen befindet sich auf der europäischen Platte.

Die Epoche des Quartär war bekanntlich von schweren Eiszeiten geprägt, in den kältesten Zeiten ragten nur noch die Viertausender aus dem Eis heraus. Somit waren es die großen eiszeitlichen Gletscher, die dem Matterhorn seine heutige symmetrische Form verliehen haben.

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