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Kiel

  
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Kiel

Basisdaten:

Einwohnerzahl:: 235.366 ( 31.12.2006)
Fläche: 118,6 km²
Bundesland: Schleswig-Holstein
Regierungsbezirk: -
Kreis: Kreisfreie Stadt Kiel

Geographie:

Kiel erstreckt sich entlang seines hufeisenförmigen Naturhafens. Mit der Kieler Förde als Tiefseehafen verfügt die Stadt über einen der wichtigsten Seehafenschlüsse an der Ostsee. Die Wasserscheide zwischen Nordsee und Ostsee verläuft durch die Stadt.

Im Stadtteil Kiel-Holtenau endet der Nord-Ostsee-Kanal. Die Schwentine mündet zwischen den beiden Stadtteilen Neumühlen-Dietrichsdorf und Wellingdorf in die Kieler Förde. Die Eider mündet in die Nordsee. Im Osten erstreckt sich die Stadt bis zur Holsteinische Schweiz. Die Umgebung von Kiel ist durch Moränenhügel geprägt.

Die größte Ausdehnung des Stadtgebiets beträgt in nord-südlicher Richtung 38 km und in ost-westlicher Richtung 16 km. Die höchste Erhebung der Stadt liegt auf dem Wohlersberg im Stadtteil Kiel-Rönne mit 74,2 m ü. NN.

Klima:

Das Kieler Klima ist geprägt von maritimen Einflüssen. Der Juli ist der wärmste Monat mit durchschnittlich 17,1 °C, die kältesten Temperaturen werden mit 0,4 °C im Januar gemessen. Der regenärmste Monat ist der Februar mit 39 mm, im August regnet es mit 91 mm am meisten.

Stadtgliederung:

18 Ortsbezirke mit 30 Stadtteilen

Geschichte:

Kiel wurde als Holstenstadt tom Kyle erst 1233 vom schauenburgische Graf Adolf IV. von Holstein gegründet. Der Graf sicherte sich mit dieser Stadtgründung die einzige Möglichkeit für einen sächsischen Ostseehafen. Der sturmsichere, natürliche Tiefwasserhafen sollte zum Stützpunkt im Ostseehandel werden. Mit dieser Lage wurde Kiel die nördlichsten Stadt im Heiligen Römischen Reich.

Kiel wurde planmäßig angelegt. Der Graf stiftete das Franziskanerkloster. 1240 wurde die Nikolaikirche fertiggestellte. 1242 erhielt die Stadt bereits das Lübische Stadtrecht

Vom 14. Jahrhundert an war Kiel mit dem alljährlichen "Kieler Umschlag" der bedeutendste Kapitalmarkt von Skagen bis zur Elbe. An diesen erinnert das heute noch alljährlich stattfindende Volksfest im Februar.

Bis ins späte 16. Jahrhundert blieb das besiedelte Gebiet weitgehend auf die kleine Altstadt beschränkt. 1665 gründete Herzog Christian Albrecht von Gottorf die Christian-Albrechts-Universität, die im Gebäude des ehemaligen Kieler Klosters untergebracht war. Die Universität, die ursprünglich theologische, juristische, medizinische und philosophische Fakultäten hatte, zog jedoch bald in eigene Gebäude um. Diese beeinflusste das geistige Klima der Stadt nachhaltig.

1728 wurde der russische Zar Peter III. im Kieler Schloss geboren. Zu dieser Zeit stand die Stadt unter deutscher und dänischer Herrschaft.

1815 wurde Kiel Mitglied des Deutschen Bundes und gehörte damit formal wieder zu Deutschland. 1838 wurde der erste große Industriebetrieb die Maschinenbauanstalt Schweffel und Howaldt, die heutige Werft HDW, gegründet.

Bereits 1844 wurde der Ostseehafen Kiel durch den Bau der Eisenbahnlinie nach Altona mit Elbe und Nordsee verbunden. 1850 wurde in Kiel das erste Unterseeboot der Welt gebaut.

Im Deutsch-Dänischen Krieg 1864 eroberten Preußen und Österreich gemeinsam Schleswig-Holstein. Bereits ein Jahr später wurde auf Anordnung des preußischen Königs der Ostsee-Marinestation von Danzig nach Kiel verlegt. Dies leitete die Entwicklung Kiels zur Großstadt ein. 1883 wurde Kiel eine kreisfreie Stadt.

Der Marine folgten schnell die Werften, den Werften folgten die Arbeiter. Innerhalb von wenigen Jahrzehnten wuchs Kiel zur Großstadt. Hatte die Stadt bereits um 1900 mehr als 100.000 Einwohner, so stieg bis 1918 die Bevölkerung 300.000 Einwohnern.

Als Folge des Ersten Weltkrieges wurde die Marine weitgehend abgebaut Dadurch brach die Wirtschaft fast vollständig zusammen. Unter der Regierungszeit der Nationalsozialisten wurde erneut eine einseitige Ausrichtung der Stadt auf militärische Produktion betrieben.

Kiel wurde als großer Militär- und Rüstungsstandort im Zweiten Weltkrieg Hauptangriffsziel der alliierten Bomber und war am Ende des Krieges zu drei Vierteln zerstört.

Unter britischer Besatzung wurde Kiel 1946 Hauptstadt des neuen, eigenständigen Landes Schleswig-Holstein und trat nach der Gründung der Bundesrepublik Deutschland dieser bei.

In den 1950er Jahren setzte der wirtschaftliche Aufschwung ein. Der schnelle Wachstum brachte eher funktionale Betonbauten, wo in der Altstadt/Innenstadt früher einmal malerische Gässchen und liebenswerte Häuser standen.

Ab 1961 wurden Fährverbindungen nach Oslo, Korsör und Nakskov (1964), Bagenkop (1965) und Göteborg (1967) eingerichtet.1967 fusionierten die Howaldtswerke Kiel und Hamburg mit der Deutschen Werft Hamburg zu HDW.

Im Jahr 1972 wurde Kiel Austragungsort der olympischen Segelwettbewerbe. 1975 wurde der "Kieler Umschlag" als Volkfest wiederbelebt. Das hundertjährige Bestehen konnte die "Kieler Woche" im Jahr 1982 feiern. 1995 feierte der Nord-Ostsee-Kanal seinen 100. "Geburtstag".

Im Rahmen des Expo-2000-Projekts "Kai-City Kiel" wurde ein neues Stadtquartier erstellt. Auf einer 25 Hektar großen Fläche entstehen unweit der Innenstadt und direkt am Wasser über 1.000 Arbeitsplätze und mehrere hundert Wohnungen. Ein neuer Fährterminal für Kombi-Großfähren soll Personen und Güter in den Ostseeraum bringen. Die Kai-City Kiel nutzt die Industriebrache ehemaliger HDW-Werftanlagen. Chancen werden insbesondere durch die einmalige Verkehrslage direkt neben dem Bahnhof und den Kai-Ufern gesehen.

Sehenswürdigkeiten:

Alter Markt
Arkaden Holtenauer Straße
Falkensteiner Strand
Hafen
Halle 400
HDW-Werft
Holtenauer Hafen
Hörn
Hörnbrücke
Kai-City Kiel
Rathaus
Altes Hauptgebäude der Sparkasse
Festung Friedrichsort
Fördetower
Franziskanerkloster
Holstenplatz
St. Nikolai
Kiels Bunker
Marine-Ehrenmal Laboe
Nord-Ostsee-Kanal
Mediendom der FH-Kiel
Segelschulschiff Gorch Fock
Schleusenanlagen
Schloss Kilia
Wasserturm

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