Führungspraxis


1.4 Was man noch zur Führung braucht

Autoritäre Führung ist sicher schlecht. Dennoch: Für den erfolgversprechenden Umgang mit anderen Menschen braucht man echte Autorität/Achtung, die durch die eigene Persönlichkeit begründet ist. Insbesondere braucht man sog. Führungsautorität, wenn man Führungsaufgaben wahrzunehmen hat. Echte Führungsautorität ist notwendige, unabdingbare Grundvoraussetzung für erfolgreiches Führen. Und das aus einem ganz einfachem Grunde: Wer für andere "Luft" ist, hat keine "Anziehungs- und Ausstrahlungskraft" und damit auch keine "Bewegungs-, Motivations- und Führungskraft". Was will der beste Übungsleiter erreichen, wenn von ihm nicht einmal "Notiz" genommen wird?

Alle Diskussionen über den Wert oder Unwert von Autorität sind zwecklos, wenn man nicht den Inhalt dieses Begriffes genau kennt. Autorität heißt im Grunde nichts anderes als Ansehen, Achtung, auch Respekt. Das kann man in jedem Lexikon nachlesen. Im übertragenen Sinne ist mit Autorität auch ein gewisser Vorrang gemeint, der möglichst durch die eigene Person wohlfundiert sein sollte. Insofern kann man "Führungsautorität" wie folgt definieren: Sie ist der Vorrang des einen über andere, verbunden mit dem Recht zur Leitung. Versteht man den Begriffsinhalt so, dann ist völlig klar, daß Autorität notwendige Grundlage für Führung ist.

Es sei aber gleich eine wichtige Anmerkung angefügt. Entscheidend ist nicht so sehr die Frage, ob man Autorität zum Einflußnehmen und Einwirken auf andere Menschen braucht. Entscheidender ist vielmehr die Frage, wie man Autorität, insbesondere Führungsautorität richtig zu begründen und zu realisieren hat.


Dazu ist zunächst einmal zu sagen, daß Autorität mit einer recht "wackligen Brücke", die stehenbleiben oder zusammenbrechen kann, vergleichbar ist. Auch eine Brücke muß, wenn sie Bestand haben soll, richtig fundamentiert sein. So ähnlich ist es mit der Autorität. Natürlich kann sie durch das übertragene "Amt", die erteilte "funktionelle Berechtigung" begründet werden. Man wird Inspektor, gar Direktor. Das ist aber nur formale Autorität, die nicht unbedingt dauerhaften Charakter hat (früher schon eher). Man hat Autorität vielmehr und vor allem durch die eigene Persönlichkeit, durch fachliche, menschliche und pädagogische (führungsmäßige) Qualifikation/Befähigung zu begründen. Das ist persönliche Autorität. Sie ist, um beim vorerwähnten Bild zu bleiben, der entscheidende und tragende "Pfeiler". Wenn man echte persönliche Autorität hat, dann wird man auch von "anderen" angenommen, dann "kommt man an". Und dann tut man sich zumindest leichter, andere zu den notwendigen eigenen Einsichten zu bringen. Weil man akzeptiert wird, wird einem eher etwas "abgenommen". Diese Form von Autorität ist akzeptierte Autorität. Sie realisiert sich in dem Maße, in dem persönliche Autorität vorhanden ist. Dieselbe hat als Grundvoraussetzung zum Führen drei wichtige "Wurzeln", die zur vollen Entfaltung kommen sollten:

1. Fachliche Qualifikation: Dazu gehören ein gutes Fachwissen und Fachkönnen. Man sollte die Fakten, mit denen man zu tun hat, möglichst beherrschen (Arbeitsvorschriften, Spielregeln, Satzungen und Ordnungen von Vereinen usw.). Man sollte "über den Dingen stehen".


2. Menschliche Qualifikation: Man sollte gute Eigenschaften entwickeln, menschenfreundlich und ehrlich sein. Man sollte auch "teamfähig" sein, eine Eigenschaft, die mehr denn je gefordert ist.

3. Pädagogische Qualifikation: Man sollte auch über Einfühlungsvermögen, über das nötige "Fingerspitzengefühl" verfügen, das für den Umgang mit anderen Menschen unverzichtbar ist. Man muß wissen, wie man mit anderen Menschen umzugehen hat.

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