Bruder Fritschi

Bruder Fritschi ist das imaginäre Oberhaupt der grössten und ältesten Zunft Luzerns, der Zunft zu Safran. Er trägt einen Staatsmantel in den Luzerner Stadtfarben blauweiß und eine Maske mit braun gegerbter Haut wie eine Cervelat und auf der Stirn ein kleines Horn und langes und strähniges Haar. Im 19. Jahrhundert wurde Bruder Fritschi noch mit Frau, Kind und Narr zur Fritschigruppe erweitert, die im Fritschiwagen gefahren wird. Der Name Fritschi kommt vermutlich von Fridolin.

Geschichte vom Bruder Fritschi

Vermutlich geht der Fritschibrauch auf das letzte Treffen der Luzerner und Innerschwyzer im Alten Zürichkrieg zurück. Dort besiegten diese die österreichische Übermacht am Fridolinstag, 06. März 1446 bei Ragaz. Seitdem steht Bruder Fritschi als Symbol der freundeidgenössischen Zusammenarbeit. Ursprünglich wurde Bruder Fritschi als grosse Strohpuppe am Fridolinstag bei der Harnischschau der auszugspflichtigen Luzerner mitgenommen. Später wurde der Fridolinstag auf den Schmotzige Donnschtig gelegt und der Bruder Fritschi wurde im blauweißen Staatsmantel von einem Zunftmitglied dargestellt.


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