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Schweden

  
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Adventsleuchter
Am ersten Advent wird die erste Kerze am Adventsleuchter angezündet. Es ist jedes Mal ein stimmungsvolles und besonderes Ereignis. Jeden Sonntag bis Weihnachten wird eine weitere Kerze angesteckt, bis alle vier brennen. Im ganzen Land holen die Schweden ihre elektrischen Leuchter hervor - oft steht in jedem Fenster einer - und stellen auf dem Grundstück einen elektrisch erleuchteten Tannenbaum auf.
 
Der Luciatag (13.Dezember)
Das Fest der heiligen Lucia am 13. Dezember ist das Hauptfest vor Weihnachten. Die Feierlichkeiten beginnen meist am Morgen in der Familie und setzen sich in Kindergärten, Schulen und am Arbeitsplatz fort. In den Familien übernimmt die älteste Tochter die Rolle der Lucia, singt mit den Geschwistern Lucialieder und bewirtet die Eltern mit Frühstück, selbstzubereiteten "Lusse"-Gebäck, Pfefferkuchen und Kaffee. Auch in den Kindergärten, Schulen, Betrieben und Büros wird eine ganz eigene Lucia gewählt. In den letzten 50 Jahren wurde das Luciafest immer wichtiger und es wurde zu einem Vorspiel des Weihnachtsfestes. Schwedens offizielle Lucia wird in einem Schönheitswettbewerb ausgesucht. Die Gewinnerin wird im Freilichtmuseum Skansen gekrönt.
 
Wettbewerb um die Wahl zur Lucia
Viele Orte wählen ihre eigene Lucia. Die Kandidatinnen werden einige Wochen vorher in der Lokalpresse vorgestellt. Am Luciatag wird die Gewinnerin bekannt gegeben und im Laufe des Tages mit Pferd und Wagen durch die Gegend kutschiert, um in Lebensmittelläden, Industriebetrieben, Altenwohnstätten und Pflegeheimen Licht und Gesang zu verbreiten.
 
Die heilige Lucia
Traditionell trägt die Lucia ein weißes Gewand mit einer breiten roten Seidenschärpe um die Taille und einer Krone früher mit Kerzen heute elektrischen, auf dem Kopf. Normalerweise kommt sie vor Sonnenaufgang und bringt mit ihrer Lichterkrone Licht in die Dunkelheit. St. Lucia folgen weißgekleidete Dienerinnen (tärnor), die Kerzen in den Händen halten und Sternenjungen (stjärngossar). Am Ende ihres Weges trifft sie auf Pfefferkuchenmänner (pepparkaksgubbar) und Wichte (tomtar) mit Laternen zu einer regelrechten Prozession. Zusammen bilden die Darsteller einen Chor und singen schließlich ganz spezielle Lucia-Lieder.
 
Geschichte der heiligen Lucia
Am 13. Dezember feiert die katholische Kirche die Märtyrerin Luzia, die im vierten Jahrhundert in Syrakus in Sizilien lebte. Von der heiligen Luzia ist wenig bekannt. Die bekannteste Legende erzählt, dass Luzia verfolgten Christinnen und Christen in den Katakomben mit Lebensmitteln versorgte. Weil sie aber im Dunkeln nicht auch noch die Kerzen tragen konnte, setzte sie sich einen Lichterkranz auf den Kopf. Aus diesem Grund wird die heilige Luzia bis heute als Lichtbringerin verehrt.

Wahrscheinlich hat aber die schwedische Lucia-Feier von heute mit ihr kaum mehr als den Namen gemeinsam. Nach dem mittelalterlichen Kalendersystem galt der 13. Dezember als die längste Nacht des Jahres. Mensch und Tier bedurften zusätzlicher Nahrung, um bis zum Morgen auszuhalten. Die Männer begingen früher diesen Tag mit reichlichem Essen und Trinken.

Gegen Ende des 18.Jahrhunderts verzeichnen die Quellen weiss gekleidete Mädchen mit einem Lichterkranz im Haar, die zum nächtliche Schmaus auftrugen. Allmählich verbreitete sich diese Sitte, nicht zuletzt durch Volksbewegungen und Vereine. Und als während der 1920er Jahre eine Tageszeitung zur Wahl von Schwedens Lucia aufrief, rollte die Lucia-Lawine ungehemmt durch das Land.
 
Glögg
Glögg ist ein warmer mit Zimt, Kardamom, Ingwer und Nelken gewürzter Wein und Mandeln und Beeren, ähnlich einem Glühwein.
 
Lussekatter (Luciabrötchen)
Sie gibt es in vielen verschiedenen Formen. Bei der traditionellen und gewöhnlichsten Form, julgalten genannt, wird der Teigstrang an den Enden in entgegengesetzter Richtung aufgerollt, so dass er einem "S" ähnelt. Dann wird in die Mitte jeder Schnecke eine Rosine gesetzt. Wenn zwei derart geformte lussekatter nebeneinander gelegt werden, nennt man sie julvagn ("Weihnachtswagen"); in Kreuzform arrangierte lussekatter heißen julkors ("Weihnachtskreuz").
 
Weihnachtsbaum
Der Weihnachtsbaum ist das zentrale Stück in den schwedischen Häusern. Diese Tradition, die ursprünglich aus Deutschland kommt, wurde im 19.Jahrhundert ein fester Bestandteil der schwedischen Weihnachtsfeiern. Der Tag vor Heiligabend ist der Tag der Vorbereitung. Wie der Baum geschmückt wird, entscheidet die Familientradition. Manche schmücken ihn mit Flaggen, andere mit Lametta und Christbaumkugeln. Er wird mit einem Stern an der Spitze gekrönt. Wegen der Brandgefahr benutzen die meisten elektrische Kerzen. In vielen Familien wird der Weihnachtsbaum frei in die Mitte des Wohnzimmers, damit am Julabend die ganze Familie um den Baum tanzen kann.
 
Heiligabend
Der Heilige Abend ist der Hauptfeiertag. Der erste und der zweite Weihnachtstag nehmen nur die Ränge zwei und drei ein. Weihnachten wird in ganz Schweden sehr traditionell gefeiert.

Eine Besonderheit der schwedischen Weihnachten ist das Schauen eines Disney-Spezialprogramms um 15 Uhr oder des eher sarkastischen Zeichentrickfilms Karl Bertil Jonssons julafton. Anschließend gibt es dann das Smörgåsbord ein Büfett aus kalten und warmen Speisen. Frühmorgens um 6 oder 7 Uhr am 25. Dezember gehen viele Schweden zur Frühmesse in die Kirche, dem letzten Teil der Feierlichkeiten.
 
Julbord
Eine besonders festliche Form des Smörgåsbord ist der Julbord, der in der Weihnachtszeit angeboten wird. Die klassischen Weihnachtsleckereien sind: Weihnachtsschinken, Fleischwurst, Anschovis-und-Eier-Salat, Heringssalat, eingelegter Hering, hausgemachte Leberpastete, Würzbrot, Kartoffeln und Stockfisch. Der Schinken wird zuerst gekocht, dann mit einer Mischung aus Ei, Paniermehl und Senf bestrichen und überbacken. Der Stockfisch ist getrockneter Fisch, der vor der Zubereitung kräftig gewässert und in Lauge aufgegangen ist. Wegen regionaler Unterschiede sieht das Julbord nicht in ganz Schweden gleich aus.
 
Julbock
Bis zum 19. Jahrhundert war es üblich, dass eine Gruppe von Bauernkindern zwischen den Höfen umherzog, um dort Schauspiele oder Lieder vorzutragen. Einer in dieser Gruppe war immer als Julbock verkleidet und zum Dank für ihren Auftritt erhielten die Kinder bei einer Zusammenkunft zwischen Weihnachten und Neujahr zu Essen und zu Trinken. Es kam auch vor, dass der Strohbock unter den Tisch gestellt wurde und dass man ihm symbolisch etwas vom Weihnachtsbuffet (julbord) abgab.

Eine andere Sitte war es, den Julbock heimlich bei seinem Nachbarn auf dem Hof zu verstecken. Dieser hatte nun die Aufgabe, das Tier ungesehen zurückzubringen. Im 19. Jahrhundert wurde es in bürgerlichen Familien üblich, dass eine Person als Julbock Geschenke verteilte, genau wie es heute der Weihnachtsmann macht. Da der skandinavische

Heute ist der Julbock vom Weihnachtsmann verdrängt worden. Er ist heute nur noch ein ein schmückendes Beiwerk im festlich geschmückten Haushalt.
 
Weihnachtsmann
Der schwedische Weihnachtsmann, Jultomte genannt, ist mit seinem Rentierschlitten und einem großen Sack voller Geschenke unterwegs. Je nach familiärer Tradition kommt der Jultomte persönlich als Überbringer der Geschenke vorbei oder die Weihnachtsgeschenke liegen an ihrem Platz unter dem brennenden Weihnachtsbaum. Der einstige Weihnachtsmann war eine Art Zwerg, der die Aufgabe hatte, die Familien zu bewachen und zu schützen. Um den Weihnachtsmann und die Wichtel zufrieden zu stellen, stellt man am besten eine Schüssel mit Brei vor die Tür.
 
Knutstag (13. Januar)
Am Knutstag, dem 13. Januar, war Weihnachten zu Ende. Traditionell werden an diesem Tag die Kerzen und der Schmuck von den Weihnachtsbäumen entfernt. Dies findet meist in einem feierlichen Rahmen statt. Insbesondere für die Kinder ist die Plünderung der übrig gebliebenen Süßigkeiten, mit denen die Bäume verziert waren, ein Höhepunkt (julgransplundring).
 
Geschichte des Knutstages
Am Knutstag hielt man nach mittelalterlichem Vorbild Gelage ab. Die Menschen erschreckten einander mit selbst angefertigten Knutskerlen aus Stroh, die in die Bäume gehängt wurden. Am Knutstag fand in bürgerlichen Kreisen die Plünderung des Weihnachtsbaums statt, wobei aller essbare Baumschmuck geplündert wurde.

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