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Weihnachten

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Entstehung des Begriffes Weihnachten:

Es gibt verschiedene Theorien zur Entstehung des Begriffes Weihnachten, man kann nicht mit Sicherheit sagen welche Entstehungstheorie zu 100% zutrifft. Die Theorien sind je nach Epoche und Religionszugehörigkeit unterschiedlich.

(Martin Luther 1512); Martin Luther dachte daran, das „wir das Kindlein wiegen“ und bildete daraus Wygenachten. Den zweiten Teil des Begriffes Weihnachten erklärte er mit dem lateinischen Ausspruch: „nec dierum numerum, ut nos, sed noctium computant“ (nicht die Zahl der Tage, wie wir, sondern die Nächte zählen sie).

(Franck 1538); es gab schon früh die Vermutung das der Begriff vorchristlichen Ursprunges ist: „das dieser heydnisch nam und standt nicht von Petro, sonder von den heyden in das christenthumb ist kommen, wie auch die fasznacht, weinnacht etc.“ Weih wird von Weich = heilig, , gotisch = weihs, althochdeutsch = wîh, mittelhochdeutsch = wîch abgeleitet.

(J. Kelle 1858); laut J. Kelle stammt der Begriff aus dem Jahre 1170 nach Christus von dem Satz: „diu gnâde diu anegengete sih an dirre naht: von diu heizet si diu wîhe naht.“ (Die Gnade Gottes kam zu uns in dieser Nacht: deshalb heißt diese nunmehr Weihnacht).

Allgemeines zum Thema Weihnachten:

Weihnachten ist eines der drei Hauptfeste des katholischen Kirchenjahres anlässlich zu Jesu Christi Geburt, und wird auch als „Heiliger Christ“ oder das „Christfest“ bezeichnet. Zu Beginn wird die Weihnachtszeit durch die Adventszeit und deren vier Adventsonntage eingeleitet. Der Hauptfesttag ist der 25. Dezember, gefeiert wird jedoch je nach Land und Religion an unterschiedlichen Tagen. In Deutschland zum Beispiel wird am 24. Dezember, dem so genannten Heiligabend gefeiert. An diesem Abend findet das Festessen statt und die Geschenke werden in der Familie untereinander verteilt. In den USA dagegen wird die Bescherung erst am 25. Dezember morgens gefeiert. In Russland wird Weihnachten am 07. Januar gefeiert, da die russische orthodoxe Kirche den Julianischen Kalender verwendet. Der 25. und der 26. Dezember sind in Deutschland als gesetzliche Feiertage verankert.

Die Theologie des Weihnachtsfestes:

In der frühen Christenheit wurde vom „Anfang der frohen Botschaften von Jesus Christus“ gesprochen, damit meinte man den Beginn des Wirkens von Jesus in der Öffentlichkeit. Erst einige Zeit später machte sich die Kirche Gedanken zum Ursprung Jesus Christus, also zu seiner Geburt, Kindheit und Jugend. Man stellte diese Überlegungen in das Licht des Osterereignisses und beantwortete die Fragen unter diesem Gesichtspunkt. In der Fachliteratur ist von einer „homologetischen Geschichtsschreibung“ (homologeo = zusagen, bekennen, zusichern) die Rede. Dabei steht die Geburtsgeschichte Jesu im Mittelpunkt. Seine Geburt wurde direkt vorausgesagt und angekündigt, die Kindheitserzählungen unterliegen dem Schema der Erfüllung und der Verheißung. In Verbindung stehen auch die Erzählungen von der Geburt des Täufers.

“Weihnachtsevangelium“:

Als Jesus zur Zeit des Königs Herodes in Bethlehem in Judäa geboren worden war, kamen Sterndeuter aus dem Osten nach Jerusalem und fragten: Wo ist der neugeborene König der Juden? Wir haben seinen Stern aufgehen sehen und sind gekommen, um ihn zu huldigen. Als König Herodes das hörte, erschrak er und mit ihm ganz Jerusalem. Er ließ alle Hohenpriester und Schriftgelehrten des Volkes zusammenkommen und erkundigte sich bei ihnen, wo der Messias geboren werden sollte. Sie antworteten ihm: In Bethlehem in Judäa; denn so steht es bei den Propheten: Du Bethlehem im Gebiet Juda, bist keineswegs die unbedeutendste unter den führenden Städten von Judäa; denn aus dir wird ein Fürst hervorgehen, der Hirt meines Volkes Israel.
Danach rief Herodes die Sterndeuter heimlich zu sich und ließ sich von ihnen genau sagen, wann der Stern erschienen war. Dann schickte er sie nach Bethlehem und sagte: Geht und forscht sorgfältig nach, wo das Kind ist; und wenn ihr es gefunden habt, berichtet mit, damit auch ich hingehe und ihm huldige.
Nach diesen Worten des Königs machten sie sich auf den weg. Und der Stern, den sie hatten aufgehen sehen, zog vor ihnen her bis zu dem Ort, wo das Kind war; dort blieb er stehen. Als sie den Stern sahen, wurden sie von sehr großer Freude erfüllt. Sie gingen in das Haus und sahen das Kind und Maria, seine Mutter, da fielen sie nieder und huldigten ihm. Dann holten sie ihre Schätze hervor und brachten ihm Gold, Weihrauch und Myrre als Gabe dar. Weil aber im Traum geboten wurde, nicht zu Herodes zurückzukehren, zogen sie auf einem anderen Weg Heim in ihr Land.

Kritik am Weihnachtsfest:

Das Weihnachtsfest verliert, zumindest in den konsumorientierten Ländern immer mehr von seiner ursprünglichen Bedeutung. Man spricht von einer „entchristlichung“ des Weihnachtsfestes, der theologische Inhalt gehe immer mehr verloren und werde durch Sentimentalität und Kitsch ersetzt. Es geht meist nur noch um das Verschenken und den Konsum, dies beginnt schon in der Voradventszeit. Die Industrie versucht, den Umsatz mit aufdringlicher Werbung und Weihnachtsdekoration in den verschiedenen Kaufhäusern anzukurbeln. Das Weihnachtsfest stellt in vielen Ländern die Hauptumsatzzeit des Jahres dar. Der Absatz an Schmuck, Uhren, Spielwaren, Büchern, Unterhaltungselektronik und Textilien steigt enorm.


LEXO-Tags

FEIERTAG, FEIERTAGE, WEIHNACHT, LÄNDER, WELT

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