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Vererbung

  
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Vererbung


Bei dem Begriff Vererbung handelt es sich um ein bedeutendes Prinzip in der Objektorientierten Programmierung (OOP).
Es bedeutet, dass von bereits existierenden Klassen, neue Klassen gebildet werden können. Sie übernehmen bzw. erben am Anfang alle Eigenschaften und Methoden der Ausgangsklasse.
Die neue Klasse wird auch als Unter- oder Sohnklasse angeführt und die Ausgangsklasse als Ober- oder Vaterklasse.
Der Sohnklasse ist es möglich die geerbten Eigenschaften und Methoden zu ergänzen oder gar zu überschreiben, wenn dies gewünscht ist.
Der wesentliche Vorteil bei der Vererbung besteht darin, dass eine benötigte Funktion nur einmal in der Vaterklasse deklariert werden muss, des Weiteren spricht für Vererbung, dass nur eine Stelle im Quellcode modifiziert werden muss wenn Änderungen erwünscht sind. Hieraus resultiert eine geringere Fehleranfälligkeit des Hauptprogramms.
Das Ableiten von Klassen bezeichnet man auch als Spezialisierung, da die Vererbung meist in der Form eingesetzt wird, dass Sohnklassen im Gegensatz zu ihren Vaterklassen speziellere Fähigkeiten besitzen.
Das heißt, dass die Vaterklasse also allgemeine Fähigkeiten implementiert. Alle Sohnklassen sind in der Lage diese zu nutzen und sollen darauf aufbauend sich auf andere Fähigkeiten spezialisieren.
Aus fast jeder Sohnklasse kann wiederum eine Vaterklasse gebildet werden die wiederum verschiedene Sohnklassen besitzt. Dies ermöglicht ihr die bereits existierenden Strukturen und das Verhalten zu erweitern oder neu definieren.
In vereinzelten Programmiersprachen ist es auch möglich weitere Ableitungen in der Klassenhierarchie durch die Deklaration einer bestimmten Klasse zu unterbinden.
In der Vererbung unterscheidet man zwischen der Einfach- oder Mehrfachvererbung.
Wenn jede Klasse maximal eine Vaterklasse hat, spricht man von Einfachvererbung. Bei mehreren Vaterklassen spricht man von Mehrfachvererbung.
Moderne Programmiersprachen wie Java oder C erkennen jedoch die Mehrfachvererbung aufgrund des geringen Nutzens und der dadurch mehr entstehenden Problemen, nicht an.
Andere wiederum wie C++ stützen sich auf sie.

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