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2. Kreuzzug

  
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2. Kreuzzug

2. Kreuzzug 1147 – 1149

Das Vorhaben des 2. Kreuzzuges war es, das verlorengegangene Edessa, welches 1143 von den Seldschurken unter Zengi erobert wurde zurückzugewinnen. Der Verlust und die vorhergegangene Eroberung von Antiochia (1137) durch die Byzaner unter Johannes II. löste in Westeuropa Besorgnis und Wut aus.

Es konnte deswegen dazu kommen, weil die Kreuzfahrer untereinander zerstritten waren und sich deswegen nicht zur Hilfe kamen. Sie hatten Land erobert, welches ihnen nicht gehörte. Infolge dessen schlugen nun die angrenzenden Länder zurück. In dieser Lage bat der König von Jerusalem den Papst um Hilfe. Bernhard von Clairvaik rief schließlich am 31.03.1146 die Christenheit zum 2. Kreuzzug auf, da die sog. Heiden drohten, das gelobte Land zu erobern. Bernhard konnte auch Kaiser Konrad III., König Ludwig VII. und ihre Armee überreden, an den Kämpfen teilzunehmen. Ein Grund mitzukämpfen war z.B. das Versprechen, dass ein Kreuzzug die Vergebung aller Sünden verhieß.

Das Heer brach 1147 auf . Die Franzosen nahmen den Seeweg, wogegen sich die Deutschen von Regensburg aus für den Landweg über Ungarn entschieden hatten. In Byzanz traf die Armee zusammen und plünderten dort aufgrund von Lebensmittelknappheit. Manuel I, Kaiser von Byzanz ließ sich das jedoch nicht gefallen. Er forderte eine Huldigung, welche ihm die Fürsten nicht entgegenbrachten. Sie jedoch forderten einen ihnen standesgemäßen Empfang, den Manuel seinerseits verweigerte.

Kurz darauf wurde Konrad bei Doryläum von den Seldschurken angegriffen, was ihm schwere Verluste bei diesen Kämpfen einbrachte. Schließlich musste er über den Seeweg mithilfe der byzanischen Flotte ins Heilige Land fliehen. 1148 wurde zudem Ludwig von den Muslimen bei Laodicea angegriffen, sodass Ludwigs Heer sehr geschwächt wurde.

Manuel steckte nämlich in einem Zwiespalt. Einerseits wollte er nicht, dass die Kreuzfahrerstaaten an die Muslime verlorengegen, da ihm dann ihr Gewinn entging. Auf der anderen Seite war er an nicht allzu starken Kreuzfahrern interessiert, da sie dann nicht mehr von ihm abhängig gewesen wären.

Fehlschlag vor Damaskus

Nachdem alle wieder zusammen waren, planten Konrad, Ludwig und der König von Jerusalem den Eroberungszug gegen Damaskus. Dies geschah, obwohl Damaskus neutral und von den Kreuzfahrerstaaten abhängig war und mit dem Anlass des Kreuzzugs nichts zu tun hatte. Nach dem Angriff auf die Stadt, verbündete sie sich mit den islamischen Staaten. Auch der Eroberungsfeldzug gegen Askalon schlug fehl.

Jetzt war klar, dass der 2. Kreuzzug 1139 verloren war und sie Edessa aufgrund der Übermacht der Feinde nicht mehr zurück erobern konnten.


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