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Berger Blanc Suisse

  
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Berger Blanc Suisse

Gruppe 1: Hütehunde und Treibhunde (ohne Schweizer Sennenhunde)
Sektion 1: Schäferhunde

Patronat: Schweiz
Alternative Namen: Weißer Schäferhund, Weißer Schäfer
Widerristhöhe:

  • Rüden: 60-66 cm
  • Hündin: 55-61 cm
Gewicht:
  • Rüden: 30-40 kg
  • Hündin: 25-35 kg

Der Berger Blanc Suisse (Weißer Schweizer Schäferhund) ist eine von der FCI anerkannte Schweizer Hunderasse. Seit 1. Januar 2003 ist diese von der FCI vorläufig anerkannt.

Herkunft und Geschichtliches

Die Arbeitshunde der Schäfer bildeten den Ursprung der Schäferhund-Rassen. Diese Hunde hatten oft ein weißes Fell, damit man sie in der Dunkelheit vom Raubwild unterscheiden konnte. Schäfer benötigen einen zuverlässig arbeitenden, witterungsbeständigen und in jeder Hinsicht belastbaren Hund. Im Laufe der Zeit hatten sich so wesensmäßig einheitlich veranlagte, gelehrige Herdengebrauchshunde entwickelt, deren ruhige und zuverlässige Arbeitsweise schon damals geschätzt wurde.

Entwicklung in Europa

Baron von Knigge besaß in den 1880er Jahren den weißen Schäferhund "Greif", der von dem Züchter Friedrich Sparwasser gekauft und mit der Hündin "Lotte" verpaart wurde. Die Hündin "Lene" stammt aus dieser Verbindung, welche nun mit "Kastor" verpaart wurde, woraus dann am 1. Januar 1895 der berühmte "Hektor Linksrhein" mit "weißen Genen" fiel. Im Jahr 1899 gründete Max von Stephanitz in Karlsruhe den "Verein für Deutsche Schäferhunde" (SV). Der Rüde "Hektor Linksrhein" wurde als erstes Tier mit der Zuchtbuchnummer SZ1 in das Zuchtbuch eingetragen und erfuhr auch noch gleichzeitig eine Namensänderung in " Horand von Grafrath". "Horand" und dessen Wurfbruder "Luchs Sparwasser" wurden bevorzugt als Deckrüden eingesetzt und immer noch war es natürlich, dass viele ihrer Nachkommen die weiße Farbe hatten und sie wurden ganz normal in das Zuchtbuch eingetragen.

Bekannte Vertreter dieser Rasse waren unter anderem "Berno von der Seewiese" und "Hektor von Schwaben". Das Königshaus der Habsburger und Hohenzollern hielten sich um 1900 herum einen kleinen Bestand weißer Schäferhunde, die sie auch für dich züchteten. Durch ihr äußeres Erscheinungsbild passten diese prachtvollen Tiere hervorragend zum Ambiente und den Lipizzaner Pferd der Herrschaften.

Er wurde mehr und mehr als Diensthund ausgebildet.

Die Farbe weiß wurde im Jahre 1933 aus dem Rassenstandard gestrichen, da er nicht gefährlich genug aussah. Nach der Geburt wurden alle weißen Welpen sofort getötet. Somit kam es, dass es in Europa fast keine weißen Schäferhunde mehr gab. In die USA und Kanada wurden einige "Weiße" Hunde mitgenommen und haben dort eine Zuchtbasis geschaffen, der letztendlich auch die heutige Population in Europa zu verdanken ist. Es entwickelte sich in den Staaten die Popularität der "neuen" Rasse, die hier "White German Shepherd" genannt wurde und im AKC noch immer so genannt wird, rasant, während in den europäischen Zwischenkriegsjahren jene weißen Schäferhunde, die in Würfen Deutscher Schäferhunde fielen, mit der Begründung der "Fehlfarbe" getötet wurden.

Der Weiße Schäferhund kam in den 70er Jahren des 20. Jahrhunderts nach Europa zurück und zwar zunächst in die Schweiz. Der 1966 geborene Rüde "Lobo" wurde von Agatha Burch aus den USA in die Schweiz gebracht. Er kann als Stammvater der Rasse in der Schweiz angesehen werden. Aus Verbindungen mit diesem, in der Schweiz registrierten, Rüden und auch weiteren Importhunden aus den USA und Kanada, wurden die Weißen Schäferhunde allmählich über ganz Europa verbreitet, wo sie heute, über Generationen rein gezüchtet wurden und in großer Zahl leben. Seit Juni 1991 werden diese Hunde deshalb in der Schweiz als neue Rasse im Anhang des Schweizerischen Hundestammbuches (SHSB) geführt.

Die Anerkennung

Trotz der Population der Weißen Schäferhunde besonders in Deutschland, der Schweiz, in Holland, Frankreich, Österreich und Schweden in den Folgejahren einen steilen Aufschwung nahm, waren die Verantwortlichen der FCI und deren Verbandskörperschaften nicht gewillt, einer internationalen Anerkennung näher zu treten. Der SV war der Gegner des Rassenanerkennung, der den "Weißen" ja immer noch als eine Fellmutation des Deutschen Schäferhundes betrachtet und so eine Anerkennung über Jahre mit Erfolg verhindern konnte. Bei den nationalen FCI Verbandkörperschaften wurde der Druck aber immer größer, denn die zunehmende Population und vor allem auch die zunehmende Bekanntheit und Beliebtheit blieb auch den Vorständen der nationalen FCI Verbandskörperschaften nicht verborgen und es kann den Verantwortlichen der Vorwurf nicht erspart werden, dass sie ihrer kynologischen Verantwortung über Jahre keinesfalls nachgekommen sind. Die SKG (Schweizerische Kynologische Gesellschaft) hat sich im Jahre 2001 bereit erklärt, den für die internationale Anerkennung notwendige Antrag an die FCI zu stellen. Das erste Land, welches acht voneinander unabhängige Linien nachweisen konnte war die Schweiz. Was auch dazu führte, dass die Schweiz Mutterland des Weißen Schäferhundes geworden ist und der Name mit "Berger Blanc Suisse" festgesetzt wurde. Der Weiße Schäferhund ist nun seit dem 1. Januar 2003 offiziell als Rasse mit der Standardnummer 347 von der FCI als provisorisch anerkannt.

Beschreibung

Er ist ein ebenso eleganter wie kräftig gebauter Familien- Begleit- und Gebrauchshund. Der Weiße Schäferhund ist mittelgroß, leicht gestreckt, gut bemuskelt, die Knochen trocken und das Gesamtgefüge fest. Beim Rüden beträgt die Widerristhöhe 60-65 cm, bei Hündinnen 55-60 cm. Sein Kopf muss dem Körper angepasst und keilförmig sein, das Scherengebiß vollständig mit 42 Zähnen, die Stehohren gut angesetzt und von mittlerer Größe.

Die Oberlinie verläuft bei dieser Rasse vom Halsansatz über den hohen Widerrist und den geraden Rücken bis zur leicht abfallenden Kruppe, wobei der Rücken mäßig lang, fest, kräftig und gut bemuskelt ist. Sowohl Vor- als auch Hinterhand müssen gut bemuskelt und ausreichend gewinkelt sein, um ihm ein raumgreifendes Gangwerk zu ermöglichen. Das Deckhaar kann bei diesen Hunden stock- oder langstockhaarig sein, wobei ausreichend Unterwolle vorhanden sein muss. Vom Wesen her muss er ausgeglichen, nervenfest, selbstsicher, unbefangen und gutartig sein. Aggressivität und Ängstlichkeit sind ebenso abzulehnen. Weiße Schäferhunde sind durch ihre Intelligenz und Lernwilligkeit für nahezu alle Hundesportarten geeignet. Was die tägliche Pflege betrifft sind sie problemlos, sind jedoch anspruchsvoll in Hinblick auf die artgerechte Haltung und die Beschäftigung, die ihnen geboten wird.

Je nach Veranlagung des Hundes und die Ambitionen des Hundeführers kann die Ausbildung in Gehorsam, Fährte, Schutz oder Agility etc. erfolgen. Es gibt viele Weiße Schäferhunde in Österreich, die sich bereits bestens als ausgebildete Lawinenhunde bewährt haben. In der Fährtenarbeit, aber auch im Schutzdienst können beachtliche Erfolge erzielt werden. Wofür man sich auch entscheidet und was auch immer man für eine Ausbildung macht, wichtig ist einzig und alleine, dass dem Weißen Schäferhund eine adäquate Beschäftigung geboten wird, die seinen Geist schärft und seinen Körper trainiert.

Verwendung

Er wird als Familien- und Begleithund, aufmerksamer Wächter, freudiger und gelehriger Arbeitshund, Schutz- und Gebrauchshund sowie Blindenführhund und Rettungshund verwendet.


Ergänzungen

  • 1
    2016-10-18 12:59:40
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  • 2
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