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Chelat-Therapie

  

Chelat-Therapie

Mit einer Chelat-Therapie sollen sich Ablagerungen in den Blutgefäßen, die so genannten Arteriosklerose-Plaques auflösen lassen. Dabei werden Komplexbildner wie EDTA, DMSA, DMPS oder Unithiol oral oder als Infusion verabreicht.

EDTA ist ein Chelatbildner, der im Körper abgelagerte Schwermetalle aufschließen kann und diese können über die Niere ausgeschieden werden. Diese Eigenschaft macht EDTA zu einem anerkannten Mittel bei Schwermetallvergiftungen.

Dagegen ist die von den Chelat-Therapeuten propagierte Wirkung des EDTA gegen Arteriosklerose bisher noch nicht nachgewiesen. Sie gilt schon deshalb als eher unwahrscheinlich, da die Plaques-Bildung in den Arterien auch von anderen Faktoren abhängt, z. B. hohen Cholesterin-Werten. Der Kalzium-Gehalt spielt hier eher eine untergeordnete Rolle.

Neben den fehlenden Nachweise der Wirksamkeit ist die Methode auch wegen ihrer zahlreichen möglichen Nebenwirkungen umstritten. So werden durch das EDTA auch wichtige Mineralstoffe und Spurenelemente aus dem Körper ausgeschwemmt. Beschrieben sind außerdem Herzrhythmusstörungen oder Nierenschädigungen. Sogar einige Todesfälle sind im Zusammenhang mit der Behandlung zu beklagen gewesen.


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