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Father Christmas
In der Nacht vom 24. auf den 25. Dezember holt Santo Claus seinen Schlitten heraus, spannt seine Rentiere davor und saust von einem Dach zum anderen, klettert durch den Schornstein und verstaut die vielen Geschenke in den Strümpfen, die die Kinder am Heiligabend (Christmas Eve) am Kamin aufgehängt haben. Auch wenn sie extra größer als normal angefertigt wurden, passt noch nicht alles hinein. Aber das ist kein Problem für Father Christmas, denn was nicht in die Strümpfe passt, legt er einfach sorgfältig unter die Strümpfe.
 
Weihnachtsstrümpfe
Die Weihnachtsstrümpfe sind selbstgestrickt. Auch die Jungen müssen ihre Strümpfe selber stricken, denn wenn sie sich von Oma oder Mutter helfen lassen, finden sie am nächsten Morgen nur eine Rute in ihrem Strumpf.
 
Weihnachtsingen
An Heiligabend ziehen Gesangsgruppen von Haus zu Haus und tragen Weihnachtslieder vor. Das weihnachtliche Singen reicht bis zum Mittelalter zurück. Bettler zogen singend durch die Straßen und baten um Geld, Essen oder ein Getränk.
 
Christmas Day
Weihnachten ist Großbritanniens beliebtester Feiertag. Das Weihnachtsfest wird in Großbritanien am 25. Dezember dem Christmas Day gefeiert. Am Christmas Day Morgen werden die Geschenke geöffnet. Später versammelt sich die Familie und manchmal Freunde zum traditionellen Weihnachtsmahl. Das Weihnachtsfest wird sehr ausgelassen gefeiert. Alle tragen Papphütchen und lassen Knallbonbons platzen. Gegen 15 Uhr versammelt sich die Familie dann vor dem Fernseher. Um der 10minütigen Ansprache der Queen ans Commonwealth zu lauschen. König Georg rief 1932 diesen Brauch ins Leben.
 
Geschichte
In England werden die Traditionen des Weihnachtsfestes auf die Lebzeiten des englischen Königs Artus zurück geführt. Jedes Jahr an Weihnachten gab er ein großes und buntes Fest am Hofe. Spielleute und Akrobaten wurden an den Hof gerufen und ein köstliches Festmahl wurde aufgetragen, dessen Pausen mit den Vorführungen der Künstler gefüllt wurden.
 
Weihnachtsessen
Zum traditionellen Weihnachtsessen am 25. Dezember gehören für die Briten Rosenkohl, Bratkartoffeln, gefüllte Truthahn und Plumpudding. Dieser wird flambiert mit einen Schuss Rum serviert. Darin könnten vielleicht Münzen oder Glücksbringer für die Kinder als Überraschung versteckt sein. Zum Nachmittagstee wird Christmas Cake gereicht. Es ist ein üppiger Früchtekuchen mit Marzipan und Zuckerguss. Das Essen zieht sich meist über mehrere Stunden hin. Nach dem Essen wird getanzt, Kinder und Jugendliche erscheinen dazu maskiert. Ausgelassen toben sie herum und entzünden kleine Feuerwerkskörper.
 
Minced Pie
Zwischen Weihnachten und den Jahreswechsel gibt es "Minced Pies, das sind kleine mit eingelegten Früchten gefüllte Küchlein, die warm gegessen werden.
 
Christmas crackers
Ein beliebter Partyknüller sind Christmas crackers (Weihnachtsknallbonbons). Neben jedem Gedeck der Weihnachtstafel liegt eine solch bunte, glänzende Papierrolle, die an beiden Enden verdreht ist und mit einem Partyhut, Reim und Spielzeug gefüllt ist.
 
Boxing Day
Der 26. Dezember wird Boxing Day genannt. An diesem Tag erhalten Müllmänner, der Milchmann oder die Briefträger ein Trinkgeld für deren Dienst während der Weihnachtszeit. Früher erhielten Lieferanten und Händler, nach denen das Jahr über verlangt wurde, eine Christmas-Box. Daher der Name: Boxing Day
 
Weihnachtsschmuck
Die ganze Wohnung wird mit Misteln, Stechpalmen, Lorbeer und bunten Papiergirlanden geschmückt. Zum typischen Schmuck zählen ebenfalls leuchtend rote Weihnachtssterne, die rund um den Kamin platziert werden.
 
Mistelzweig
Es ist englischer Brauch, die Person, die unter einem Mistelzweig steht, zu küssen. Der Zweig bringt Glück.
 
Weihnachtsbaum
Seit 1840 hat der geschmückte und beleuchtete Weihnachtsbaum an Bedeutung gewonnen. Prinz Albert übernahm diese Sitte aus Deutschland. 1848 veröffentlichte die "Illustrated London News" ein Bild der Königlichen Familie, die sich um einen solchen versammelt. Die englischen Familien folgten dem königlichen Beispiel und es kann wahrhaftig von einer viktorianischen Neuheit die Rede sein. Am Trafalgar Square, nahe der Lord Nelson Statue wird jedes Jahr ein riesiger Weihnachtsbaum errichtet. Dieser erinnert an die englisch-norwegische Zusammenarbeit während des 2. Weltkrieges.
 
1. Januar
Der 1. Januar ist Bescherungstag, denn der heilige Vassilius legt den Kindern in der Nacht vom 31. Dezember auf den Neujahrstag heimlich die Geschenke vor ihr Bett.
 
Weihnachtskarten
Der Brauch Weihnachtskarten an Freunde und Familie zu schicken, stammt aus Großbritannien. Jedes Jahr werden im Vereinigten Königreich über eine Milliarde Weihnachtskarten verschickt. Viele werden zu Gunsten wohltätiger Zwecke verkauft. Die zugesendeten Weihnachtskarten werden auf den Kaminsims gestellt oder in der Wohnung auf einer Wäscheleine aufgehängt.
 
Geschichte
1843 entwarf John Calcott Horsley die erste Karte für Sir Henry Cole. Auf diese Weise verbreitete sich der Versand von Weihnachtskarten, der bald zu einer eingesessenen Tradition wurde. Beliebte Motive waren Weihnachtsfeste, Kirchenglocken, Zwetschge und Truthahn ebenso wie religiöse Themen
 
6. Januar
In allen Familien und Firmen ist das Schneiden der vassilopitta üblich: Eingebacken in den Kuchen ist eine Münze, früher eine Silber- oder sogar Goldmünze. Der Hausherr schneidet das Gebäck in gleiche Teile, legt jeweils eins für den Heiligen Vassilis, für Christus oder die Muttergottes, für das Haus und für den "Armen" beiseite und teilt die restlichen Stücke auf die Familienmitglieder oder das Firmenpersonal auf. Wer das Stück mit der Münze bekommt, wird im neuen Jahr viel Glück haben.
 
Geschmückte Schiffe
Die Mari Lwyd (weißvermummte Gestalt) treibt am 6. Januar ihr Unwesen. Sie klingelt an den Wohnungen stellt Rätsel und will gleichfalls befragt werden. Wem kein treffendes Rätsel einfällt wird von der Mari Lwyd gebissen (!!!) und muß die weiße Gestalt auch noch mit Speis und Trank versorgen.

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