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Luftmassengewitter

  
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Luftmassengewitter

Luftmassengewitter entwickeln sich in einer einheitlichen feuchtwarmen Luftmasse,
wobei die Temperatur in der Höhe ausreichend stark abnehmen und in der Bodennähe ein
Heizmechanismus aufgrund von Sonnenstrahlung stattfinden muss.

Das Luftmassengewitter wird in folgende Gewitterarten eingeteilt.

  1. Wärmegewitter (Sommergewitter)
    Sie kommen ausschließlich im Sommerhalbjahr zustande.
    Die Luft wird hauptsächlich in Bodennähe von starken Sonnenstrahlen erwärmt, was zum
    Verdunsten einer großen Wassermenge führt. Da die Sonne diese zuvor eingeflossene
    Kaltluftmasse vom Untergrund her am Tage schon stark aufheizen kann, sorgt sie für eine
    Labilisierung der Luftschichten. Die warme aufsteigende Luft kühlt in der höheren Umgebung
    ab, wobei sie schließlich kondensiert. In der feuchtlabilen Atmosphäre werden schließlich
    termische Gewitter ausgelöst. Diese treten meist nachmittags oder abends auf.

  2. Wintergewitter
    Wintergewitter treten oft im Winterhalbjahr auf und haben eine ähnliche Entstehungsgeschichte
    wie Wärmegewitter. Im Gegensatz zu den Wärmegewittern fehlt im Winter meist eine hinreichend
    starke Sonneneinstrahlung, weswegen ein hoher Temperaturgradient nur durch starke Abkühlung
    in den oberen Schichten zustande kommen kann. Dies wird mit Zufuhr von Höhenkaltluft in die
    Wege geleitet, die oft einen polaren Ursprung hat. Über dem See wird die vertikale Strömung
    der Luftmassen thermisch durch den starken Temperaturgradienten innerhalb der ziemlich
    warmen Meeresoberfläche und den darüber geschichteten ziemlich kalten Luft ausgelöst.
    Winterwitter kommen am häufigsten am mittag bis nachmittag vor. Dabei ist die in den unteren
    Schichten befindliche erwärmte Luft ausreichend labil um die Konvektion auszulösen.
    Am extremsten sind die Wettererscheinungen in den Küstengebieten.
    Wintergewitter zeichnen sich durch heftige Grupelschauer- und Schneeschauern aus. Diese
    Gewitter sind im Gegensatz zu Wärmegewittern weniger extrem, da die kältere Luft weniger
    Wasserdampf enthält und so weniger Energie aufweist.

Luftmassengewitter treten in einer einheitlichen Luftmasse auf, d. h. die Temperatur verändert
sich in horizontaler Richtung kaum. Die Temperatur muss aber mit der Höhe hinreichend stark
abnehmen und es muss ein bodennaher Heizmechanismus vorliegen (thermische Auslösung).

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